Vemmingbund Dänemark

Im letzten Sommer haben wir Urlaub in Vemmingbund in Dänemark gemacht. Der kleine Ort liegt in Süderjütland, auch Sønderjylland genannt. Dort, gleich hinter der Grenze rechts, liegt das Broagerland, eine Halbinsel, von der man einen traumhaften Blick auf die Förde hat.

Das Ferienhaus hat uns gut gefallen. Es war klein, aber gemütlich und hatte einen schönen Garten mit vielen Sitzmöglichkeiten. Von dort hatte man einen Blick über die Felder in die Weite. Insbesondere in der Abendsonne mit dem dunstigen Licht sah die Landschaft sehr schön aus.

Es war auch nicht weit zum Strand der kleinen Vemmingbund-Bucht.

Das Broagerland ist optimal für lange Strandspaziergänge. Da gibt es zum Beispiel den Gendarmenpfad, einen 84 km langen und küstennahen Wanderweg entlang der deutsch-dänischen Grenze. Aber auch zum Radfahren ist die Gegend ideal. Es gibt viele Getreidefelder, wo die kontrastreichen Mohnblumen heraus leuchten.

In dem Ort Broager, wo wir unsere Einkäufe erledigten, gab es eine Kirche mit Friedhof, wo ein großer Baum auf einem Hügel stand. Drumherum waren Gedenksteine aufgestellt.

Das war ein ganz besonderer Ort, wo ich viele Fotos gemacht habe. Besonders interessant fand ich das Muster der Kirchtürme und die Reihe der Bäume, die den Friedhof von den dahinterliegenden Häusern trennt.

Die nächstgrößere Stadt ist Sønderborg, ein schönes Städtchen, das zum Bummeln einlädt.

Überall findet man in Sønderborg Gebäude im Jugendstil. Diese Architektur, die um das Jahr 1900 ganz Europa prägte, ist vor allem in Sønderjylland zu finden, das zu der Zeit deutsch war.

Sønderborg liegt direkt an der Förde und hat daher auch einen Hafen.

Das Schloss Sønderborg liegt direkt an der Hafeneinfahrt. Es ist um das Jahr 1200 errichtet. Es entwickelte sich im Laufe des Mittelalters zu einer der stärksten Burgen des Landes. Im 19. Jahrhundert wurde es während des deutsch-dänischen Krieges als Lazarett genutzt. Nach der Niederlage bei Dybbøl und dem Verlust von Sønderjylland, diente es als preußische Kaserne. Seit der Volksabstimmung 1920  befindet es sich im staatlichen Besitz. Dort ist jetzt ein Museum über die Geschichte Sønderjylland vom 16. Jahrhundwert bis in die Gegenwart.

Dybbøl Banke mit der Dybbøler Mühle und den Schanzen ist ein dänisches Nationalsymbol. Hier und auf der Insel Als fanden 1864 die letzten Kriegshandlungen statt. Für die Dänen endete die Schlacht katastrophal. Ab dem 2. April prasselten die Granaten 16 Tage lang auf die Schanzen, ohne dass die Dänen eine Chance zur Gegenwehr hatten. Ihre Kanonen waren zu altmodisch. Letztendlich gingen die Herzogtümer an die Sieger über.

Wer sich dafür interessiert, der kann sich in dem Geschichtszentrum Dybbøl Banke informieren.

Ein Granitriesenfindling in der Nähe der Schanzen, der sogenannte „Barsten“ ist einer von Dänemarks größten Steinen. Er kam mit dem Eis vor ca 18.000 Jahren an diesen Ort.

Doch es gab nicht nur Kriegsschauplätze, wir waren auch an schöneren Orten wie zum Beispiel Augustenborg und Gravenstein, dänisch Gråsten.

Augustenborg liegt auf der Insel Alsen am gleichnamigen Fjord. Wir sind dort im Schlosspark spazieren gegangen.

Der Schlosspark in Gravenstein ist schöner und interessanter gestaltet, wie ich finde.

Und hier noch weitere interessante Bilder: Linkes Bild: Im Schlosspark von Sønderborg mit Blick auf das Wasser. Mitte: Gedenksteine auf dem Broager Friedhof. Rechts: Treppe in Sønderborg.

Und zum Abschluss noch meine Lieblingsblume.

Alle Fotos in diesem Blog lassen sich per Mausklick vergrößern.

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