Christiansfeld-DK

Christiansfeld gehört zur Kommune Kolding in Dänemark und liegt zwischen Kolding und Haderslev.

Der Ort ist nicht zufällig entstanden, sondern die Gründung von Christiansfeld wurde genau geplant. Es wurde als Repräsentation eines protestantischen Stadtideals geplant und gebaut. Mitglieder der Brüdergemeine Herrnhut in Deutschland kamen vor knapp 250 Jahren nach Dänemark, um hier eine Gemeinde aufzubauen.

Die Herrnhuter Brüdergemeine (oft auch lateinisch Unitas Fratrum) ist eine aus der böhmische Reformation herkommende nominell überkonfessionelle christliche Glaubensbewegung.

Es gibt in vielen Ländern Kirchen, die aus der sehr aktiven Missionsarbeit der Herrnhuter Brüdergemeine und ihrer Tochtersiedlungen in den vergangenen Jahrhunderten entstanden sind. Heute hat die Unitas Fratrum weltweit über 1.000.000 Mitglieder, im Sprachgebrauch der Herrnhuter „Gemeinmitglieder“ genannt, so heißt es bei Wikipedia.

Ziel war es, eine ideale Stadt zu schaffen, um die Brüdergemeine in Dänemark unterzubringen. Hierfür erteilte König Christian 1771 die Genehmingung.

Im stringenten und rechtwinkligen Stadtplan geht alles – Straßen, Plätze, Bürgersteige, Grundstücke, Gebäude – in der Hamburger Elle auf, die 57,3 cm entspricht, was bezeugt, dass deutsche Handwerker die Stadt erbauten.

Die Geschichte dieser Stadt ist nach wie vor lebendig, die geraden Straßen, mit den gelben Häusern und roten Dächern prägen das Stadtbild.

Die deutsche Bautradition mit der Bescheidenheit der Religion ist in der stringenten und einfachen Architektur sichtbar, so heißt es in einer Broschüre über die Sehenswürdigkeiten der Kommune Kolding.

Die wichtigsten Gebäude sind rund um den Platz vor der Kirche der Brüdergemeine konzentriert. Der Platz selbst hat die Gestalt eines Kreuzes mit einem Brunnen in der Mitte.

Wegen der außergewöhnlich gut erhaltenen Siedlung der Herrnhuter Brüdergemeine besitzt der Ort seit dem 4. Juli 2015 den Status eines UNESCO Weltkulturerbes.

Die Stadt ist interessant anzuschauen und liebevoll gestaltet. Mir ist es allerdings zu strukturiert. Ich mag es lieber, wenn es natürlich und gewachsen ist.

Aber mir gefallen die schönen farbigen Häuser, die Gestaltung der Fassaden mit Blumen oder Schildern und auch die Innenhöfe, so wie bei dieser alten Apotheke.

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