Archiv der Kategorie: Reisen

Die Burgruine Hohnstein

Während unseres Harz Urlaubs haben wir die Burgruine Hohnstein besichtigt, die sich am Südrand des Harzes in der Nähe des Ortes Neustadt in Thüringen befindet.

Konrad von Sangerhausen soll den Bau der Burg veranlasst haben. Ein genaues Baudatum ist nicht überliefert, aber es fällt wohl in die Zeit des staufisch-welfischen Thronstreits. Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Burg im Jahr 1202.

„Der Bauherr, der sich dann Konrad von Hohnstein nannte, verstarb aber im Jahr 1145 ohne männlichen Erben. Damit war das erste Hohnsteiner Geschlecht erloschen. Als Erbschaft fiel die Burg dann an Konrads Schwiegersohn, den Grafen Heske von Orlamünde, der aber auch keinen Sohn als Erben hatte. Burg und Grafschaft fielen nun an die Verwandten des Ilfelder Geschlechts, die sich fortan auch Grafen von Hohnstein nannten. Ähnlich wie zuvor die Thüringer Landgrafen, bauten die Hohnsteiner schnell einen beträchtlichen Machtbereich auf und erlangten die Vorherrschaft im Südharz. Aber auch Gebiete bei Gotha, Arnstadt sowie im Thüringer Becken zählten zu ihrem Herrschaftsbereich.“ so heißt es auf der website Ausflugsziele-Harz, anbei der Link: http://www.burgen.ausflugsziele-harz.de/ausflugsziele-sehenswertes/burg-schloss/burgruine-hohnstein-neustadt.htm

Von der Burg aus genießt man einen schönen Ausblick auf die Umgebung.

Blick auf den nahe gelegenden Ort Neustadt.

Im Hof der Burgruine wachsen meine Lieblingsblumen, die Stockrosen.

Es gibt auch noch andere Pflanzen. Hier das Johanniskraut mit seinen gelben Blüten, welches rotes Öl in den Blütenblättern enthält, das heilend bei z.B. Nervenquetschungen ist.

Mauerblümchen 😉

Auf der Burg gibt es auch Gastronomie, den Burggasthof Hohnstein und verschiedene Veranstaltungen. Wer sich dafür interessiert, dem sei dieser Link empfohlen: http://burghohnstein.de/index.php?id=15

Es gibt verschiedene Ebenen auf der Burg, was auf diesem Foto gut zu sehen ist.

Mir hat es auf der idyllischen Burg sehr gut gefallen, ein Ausflug dorthin lohnt sich auf jeden Fall.

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Der Brocken im Harz

Während unseres Harz-Aufenthalts haben wir auch einen Ausflug auf den Brocken gemacht. Er ist mit 1142 m der höchste Berg Nordeutschlands.

Auf dem Brocken ist eine Wetterwarte, Sendemasten, das Brockenhaus sowie der Gipfelstein und natürlich Gastronomie. Die auf dem Berg vorherrschende Gesteinsart ist Granit.

Der Berg liegt im Naturpark Harz/Sachsen-Anhalt. Wir sind von Werningerode aus mit der Harzer Schmalspurbahn auf den Brocken gefahren.

Die Fahrt dauerte 1,5 Stunden und der Zug wurde von einer Dampflock angetrieben.  Die maximale Geschwindigkeit beträgt 40 km/h. Seit 1899 fährt die schmalspurige Bahn zum Gipfel des Bocken, ausgenommen während der Unterbrechung durch die deutsche Teilung.

Die langsame Fahrt den Berg hinauf war schon ein Erlebnis, der Zug samt Dampflock nostalgisch. Auf der Fahrt ist mir der Fingerhut (Digitalis) aufgefallen, der überall blühte.

Leider sieht man auch große Flächen mit abgestorbenen Bäumen. Es sind Fichten, die vom Borkenkäfer befallen wurden. Durch die große Hitze und Dürre im letzten Sommer waren die Bäume nicht in der Lage, ausreichend Harz zu produzieren, welches u.a. zur Abwehr des Borkenkäfers dient.

Es macht traurig, diese Baumleichen zu sehen. In der Ferne sind große braune Flächen mit abgestorbenen Bäumen zu sehen.

Oben auf dem Brocken hat man eine tolle Aussicht. Man kann auch den Wurmberg mit dem Turm auf dem rechten Foto erkennen.

Die verschiedenen Gesteinsformationen aus Granit haben Namen wie Hexenaltar und Teufelskanzel.

Auf dem Brocken gibt es Gedenksteine, die an Goethe und Heinrich Heine erinnern, die beide hier gewesen sind. Heine beschreibt in seinem Buch „Die Harzreise“ seine Wanderung auf den Brocken. So gibt es auch verschiedene Wanderwege, die nach ihnen benannt sind, sowie den Harzer Hexenstieg und den Teufelstieg, ein Weg der vom Brocken nach Bad Harzburg führt.

Der Brocken wird im Volksmund auch Blocksberg genannt und ist von vielen Sagen umwoben. Heinrich Pröhle sammelte seit 1851 Sagen und Märchen aus dem Harz. Er promovierte im Jahr 1855 in Berlin mit einer Arbeit über die Sagen des Brockens.

Seit der Zeit der Hexenverfolgungen wurden Angeklagten in den Hexenprozessen die Teilnahme an geheimen Hexenversammlungen beziehungsweise dem Hexensabbat, beispielsweise in der Walpurgisnacht, vorgeworfen. Der Brocken wurde 1540 erstmals als ein solcher Treffpunkt und als einer der Hexentanzplätze bezeichnet. Da sich die Bezeichnung „Hexe“ erst im 16. Jahrhundert verbreitete, finden sich auch ältere, dem heutigen Verständnis von Hexen sehr ähnliche Beschreibungen über unterschiedliche Gestalten, die zum „Blocksberg fahren und dort ihre Versammlung haben“. So gilt der Brocken bereits in einem Gedicht um 1300 als Sammelplatz von „Geisterwesen“. so heißt es bei Wikipedia.

Zum Schluß noch ein Foto auf dem Brocken.

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Ausflug zur Einhornhöhle und zur Burgruine Scharzfels

Beide Ausflugsziele liegen in der Nähe von Bad Lauterberg im Harz, so dass wir die Besichtigung beider miteinander verbunden haben.

Wir sind zuerst zur Einhornhöhle gefahren und haben dort eine Führung mitgemacht. Das Fotografieren in der Höhle ist nicht gestattet, also habe ich nur das Haus Einhorn, ein Waldcafé mit Infozentrum und Museum, sowie die Umgebung fotografiert.

„Die Höhle befindet sich etwa 1,5 km nördlich der Ortschaft Scharzfeld im Landkreis Osterode am Harz. Die Einhornhöhle ist ein natürlich entstandener Hohlraum im Zechsteindolomit der Permzeit. Diese ca. 270 Mio. Jahre alten Gesteine des ausgehenden Erdaltertums treten gürtelförmig am südwestlichen Harzrand zutage. Die allmähliche Verwitterung des Dolomitgesteins hat seit Jahrhunderttausenden zur Entstehung von Höhlensystemen geführt.

Die Einhornhöhle ist heute die größte begehbare Höhle des Westharzes. Die Höhle hat eine Gesamt-Ganglänge von fast 700 m, die Länge der Hauptstrecke ( = Führungsweg) beträgt knapp 300 m.  Innerhalb der Hauptstrecke reihen sich mehrere großen Hallen und Dome aneinander. Sie sind durch niedrige Gänge miteinander verbunden .Aufgrund neuester Forschungsergebnisse (2014/17) wissen wir jetzt endgültig, dass der Gesamthohlraum allerdings um ein Vielfaches größer ist als die uns heute bekannte Einhornhöhle.

Jahrhunderte lang wurde die Höhle von Knochensammlern aufgesucht. Schon 1583 wurde über das Graben nach „Einhörnern“ berichtet. Die Höhle erwies sich als ergiebige Fundstelle für das als Medizin und Heilmittel begehrte Einhorn. Aber bereits im 17. Jahrhundert wurde erkannt, dass es sich bei den Knochenfunden um fossile Reste von Großsäugetieren, vor allem dem Höhlenbären, nicht aber um das sagenumwobene Einhorn handelt. Das Fabeltier, dass es leibhaftig niemals gegeben hat, war dennoch namengebend für diese Höhle.

Neben den Einhorngräbern wurde die Höhle aber bereits seit geraumer Zeit von Geowissenschaftlern und Forschern aufgesucht, so bereits von den Universalgelehrten Leibniz (1686) und Goethe (1784). Ende des 19. Jahrhunderts hat der Berliner Arzt und Anatom Rudolf Virchow hier gegraben, Hermann Löns suchte die Höhle ebenfalls auf. Die Forschungen um die letzte Jahrhundertwende hatten vor allem das Ziel, den „diluvialen Menschen“ (= Mensch des Eiszeitalters) zu finden. Dies gelang erst 1985 mit dem Fund von Steinwerkzeugen aus der Altsteinzeit. Die Ausgrabungen 1985-88 ergaben, dass die Höhle vor über 100.000 Jahren über lange Zeiträume von den Neandertalern besiedelt war“, so heißt es auf der Internetseite der Einhornhöhle. Wer näheres dazu wissen möchte, kann dem Link folgen: www.einhornhoehle.de/index.html

Die Harzer Dolomiten.

Die Natur ist wunderschön.

Im Anschluß sind wir durch das Waldgebiet hinauf zur Burgruine Scharzfels gestiegen. Die Burg wurde im 10. Jahrhundert errichtet und galt als uneinnehmbare Festung. Die Burg wurde dann während des Siebenjährigen Krieges 1761 von den Franzosen nach Belagerung erobert und anschließend gesprengt.

Von dort oben hat man einen traumhaften Blick auf die Umgebung.

Wer sich für diese Burg interessiert, dem sei dieser Link empohlen: http://burgruine-scharzfels.de/index.html#home

Dort wird in einem Video der Aufbau der Burg sowie die Historie anschaulich erklärt. Es soll im Harz über 500 Burgen/Burgruinen geben bzw. gegeben habe. Das ist beachtlich!

Auf der Burgruine Scharzfels gab es noch etwas, das mein Interesse geweckt hat.

1695 wurde in der Burg eine Frau eingekerkert. Es war Eleonore von Knesebeck, die Kammerzofe der Prinzessin Sophia Dorothea von Hannover (Prinzessin von Ahlden) war. Siehe Foto mit dem Reim, mit dem sie sich an Gott wendet, der mir wie eine kraftvolle Beschwörung vorkommt.

„Zerbrich, zerbrich Schlösser, Thüren,

starker Gott, zerschmettre Du

Riegel, Mauern, laß mich führen

Deine Engel, dass ich nu

mit Dir kann vom Felsen springen,

las´den Wächtern nicht gelingen

diese meine Flucht zu sehen.

Wie Elias las´mich gehen.“

Auf jeden Fall gelingt ihr die Flucht 1697 aus dem Kerker von der Felsenburg mit Hilfe des Dachdeckers Hans Veit Rentsch und ihrer Familie. Das finde ich sehr beeindruckend!

Hier noch zwei weitere Fotos von der Burgruine
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Baumwipfelpfad Bad Harzburg

Im Urlaub waren wir auch auf dem Baumwipfelpfad in Bad Harzburg. Der Pfad führt mit einer Länge von 1000 m auf einer Höhe von über 20 Metern durch die alten Baumkronen des Kalten Tals am Fuße des Burgbergs.

Von dort oben hat man eine tolle Aussicht und eine neue Sicht auf die Natur aus einer ganz anderen Perspektive. Das hat mir sehr gut gefallen, ich war bislang noch nicht auf einem Baumwipfelpfad gewandelt.

Auf dem Pfad sind 52 Erlebnisstationen. Man erfährt Informatives zur Holzwirtschaft, Natur und Umwelt. Es gibt auch eine Geologiestation, die anhand einer Felswand die Gesteinsschichten des Harzes erklärt.

Auch die Geschichte des Harzes wird mit Hilfe der Kiepenfrau Wally erzählt. Sie berichtet, wie das Leben der als Harzer Kamele bekannten Frauen war.

Kiepenfrau Wally Klangerlebnis Wassersäule

Auf dem Pfad gibt es verschiedene Bereiche zum Ausruhen und sogar eine Wipfelbar.

In der 300m langen Eingangskrone des Baumwipfelpfades befinden sich 15 Stationen, die Themen wie die Entstehung des Universums, der Erde und des Lebens behandeln.

Weitere Highlights sind der 11m lange Glassteg und die 30m lange Hängebrücke. Der Baumwipfelpfad ist barrierefrei und kann somit auch von Rollstuhlfahrern etc genutzt werden.

Es gibt verschiedene Führungen und Veranstaltungen auf dem Pfad, sogar heiraten kann man dort. Wer sich näher informieren möchte, der schaue unter dem Link www.harzventure.de/2018/01/baumwipfelpfad-harz/

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Braunlage

In unserem Harzurlaub haben wir in einer Ferienwohnung in Braunlage gewohnt. Diese war in einer Sackgasse ruhig gelegen, so dass kein Straßenlärm zu hören war. Die Wohnung lag außerdem nach hinten raus, zum Garten unserer Vermieter, so dass wir morgens nichts als Vogelgezwitscher hören konnten.

Auf eigener Terrasse konnten wir uns ausruhen und den Garten genießen. Das war sehr erholsam. Während der Stress abfällt, merkt man erst wie laut und anstrengend es ist, in einer Großstadt wie Hamburg zu leben

Wir hatten uns mit Braunlage einen zentralen Ort ausgesucht, von dem die Sehenswürdigkeiten, die wir uns ansehen wollten, in einem Umkreis von bis zu 35 km entfernt lagen. Das war natürlich optimal. Aber selbst Braunlage hat uns gut gefallen. Von unserer Ferienwohnung bis zum Zentrum waren es gut 20 Minuten zu Fuß. Wir sind nicht über die Hauptstraße dorthin gelangt, sondern sind über Straßen und Felder bergab ins Zentrum gegangen.

Blumenwiese

Auf dieser Strecke waren schöne Häuser mit wunderschönen Gärten zu sehen.

Braunlage ist ein Luftkurort im Harz südlich des Brockens im Landkreis Goslar in einer Höhenlage von 550 m ü. NN gelegen, sowie mit 971 m ü. NN auf dem Wurmberg, deren Seilbahnstation sich direkt im Zentrum befindet. Sowohl im Sommer als auch im Winter bietet Braunlage und Umgebung vielfältige Möglichkeiten für Freizeitaktivitäten wie Wandern, Radfahren, Rodeln, Ski fahren etc. Auch für kurze oder längere Spaziergänge gab es viele Möglichkeiten.

Im Zentrum

Trinitatiskirche

In dem Nahe gelegenen Wald haben wir einen Spaziergang auf dem Naturmythenpfad gemacht, wo an einzelnen Stationen die Mythen von Wolf, Elfen und Naturwesen bis hin zum Weltenbaum Yggdrasil anschaulich dargestellt und erklärt wurden. Das Waldgebiet gehört zum Nationalpark Harz. Wer sich dafür interessiert, kann mal unter www.nationalpark-harz.de/de/natur-erleben/natur-erlebnispfade/naturmythenpfad/ schauen. „Mythen gehören wie Sagen und Märchen zum ältesten Kulturgut der Menschen. Sie geben Einblick in seine Gedanken und Gefühle und drücken aus, wie er sich seine Umwelt erklärte. Unser „mythisches Erbe“ erlaubt uns einen Blick auf das Verhältnis von Mensch und Natur im Laufe der Geschichte.“ so heißt es auf der o.g. Webseite. Mir hat der Naturmythenpfad sehr gut gefallen. Ich hatte das Gefühl, dass die einzelnen Themen mich so berührten, so dass ich eine tiefe Verbindung zur Ursprünglichkeit, zur Urquelle bekam. Das war sehr kraftvoll.

Glockenblumen

Wir sind haben uns nach unserer Ankunft in der Tourist Information nach Ausflugsmöglichkeiten erkundigt. Dort wird man von kompetenten und freundlichen Mitarbeitern gut beraten und es gibt viel Informations- und Kartenmaterial. Hier ist der Link zu ihrer Webseite: www.braunlage.de/service/urlaubsberatung-fuer-braunlage/tourist-information.html

Spaziergang durch Braunlage

Ganz besonders hat mir der Kurpark in Braunlage gefallen, der mir schon vor dem Urlaub von Ortskundigen empfohlen wurde. Dennoch war ich überrascht von diesem schön gestalteten Park mit See, Wäldchen und Aussichtspunkt.

Dort ist das Denkmal von Johann Georg von Langen aufgestellt, der Oberförstermeister und Begründer des Kartoffelbaus bei Braunlage, der Spiegelhütte in Grünenplan sowie der Porzellanfabrik in Fürstenberg war. Nach ihm ist auch eine Straße in Braunlage benannt.

Neben guten Einkaufsmöglichkeiten und den oben genannten Aktivitäten gibt es sicher noch andere Sehenswürdigkeiten und zahlreiche Veranstaltungen in Braunlage. Hier ist ein Link zur Webseite von Braunlage: www.braunlage.de/

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Der Wurmberg im Harz

Der Wurmberg im Harz/Braunlage ist mit 971 m der höchste Berg in Niedersachsen und bietet nicht nur im Winter eine vielfältige Freizeitgestaltung.  Wir sind mit der Seilbahn hochgefahren. Die Fahrt alleine war schon ein Erlebnis, weil wir so etwas wie Seilbahnen und Skilifte im hohen Norden nicht kennen.

Von dort oben hatten wir einen schönen Überblick. Links: Blick auf den benachbarten Brocken.

Der Gipfel war mit verschiedenen Elementen und Freizeitangeboten sowie Gastronomie sehr schön gestaltet.

Auf dem Berg waren es einige Grade kühler, die Sonnenstrahlung war dafür intensiver.

Oben auf dem Berg ist ein künstlich angelegter See, der für die Schneeproduktion für den Wintersport dient.

Es gibt verschiedene Pflanzen auf dem Berg.

Und Ziegen in einem Gehege.

Neben der Wurmberg Alm befindet sich der Ski Lift.

Weitere Bilder vom Gipfel. Links: eine alte Kutsche bei der Wurmberg Alm. Rechts: die Wurmberseilbahn.

Neben Spazier- und Wanderwegen gibt es auf dem Wurmberg auch ein Bikepark sowie die Möglichkeit, mit Monsterrollern (überdimensionierte Roller) die Abfahrt zu wagen. Die Roller sowie Räder kann man u.a. an der Talstation mieten und nach oben auf den Berg transportieren lassen.

Wer sich über die vielfältigen Möglichkeiten informieren möchte, dem sei die Website www.wurmberg-seilbahn.de empfohlen.

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Teneriffa

Wir sind Silvester nach Teneriffa geflogen und haben dort zwei Wochen Urlaub gemacht. Wir waren in dem Touristenort Los Cristianos, der im Süden von Teneriffa liegt. Der Flug dorthin war schon ein Erlebnis, im grauen Hamburg sind wir abgeflogen und kamen Mittags bei strahlender Sonne auf Teneriffa an. Der Anflug auf die Insel erfolgte von Norden und das erste, was mir auffiel, war der Teide (Pico del Teide). Er ist mit seinen 3718 m der höchste Berg Spaniens.

Das Wetter war traumhaft: warm und sonnig, um die 20-25 ° C, nachts um die 18 ° C. Und das war während des gesamten Urlaubs so.

Als wir ankamen, war noch überall die Weihnachts-Deko zu sehen.

Teneriffa ist eine Vulkaninsel und gehört zu den Kanarischen Inseln. Von allen soll sie die vielseitigste sein, weil sie von jeder etwas hat. Für die Urlaubsgestaltung gibt es daher vielfältige Möglichkeiten. Die Insel ist 83,3 Kilometer lang, bis zu 53,9 Kilometer (Ost-West-Ausdehnung) breit und hat eine Fläche von 2034,38 Quadratkilometern. Sie ist mit etwa 888.000 Einwohnern die bevölkerungsreichste Insel Spaniens. Die Hauptstadt ist Santa Cruz de Tenerife. Die Einheimischen werden Tinerfeños genannt.

Im Norden ist die Vegetation üppiger als im Süden, weil die Regenwolken nicht über den Teide kommen und im Norden abregnen. Dort ist es im Vergleich zum Süden Teneriffas grün. Im Süden sieht es eher vulkanisch aus, es ist trocken und sonniger.

Auf dem Foto unten links ist der Strand von Los Cristianos zu sehen, auf dem rechten Bild sieht man einen Baum (Ficus benjamini) in beeindruckender Größe, den es bei uns in Deutschland nur als Zimmerpflanze gibt.

in der folgenden Galerie (draufklicken und durchblättern) sind noch weitere Bilder von Los Cristianos zu sehen.

Die Farbe des Meeres hat mich fasziniert. Es ist der Atlantik.

Nachdem wir uns akklimatisiert hatten, haben wir unseren ersten Ausflug geplant. Whale Watching. Wir sind mit einem Boot rausgefahren und haben Wale und Delfine beobachtet. Sogar eine große Meeresschildkröte haben wir gesehen.

Sicht auf Los Cristianos vom Wasser aus.

Im Bereich der Kanarischen Inseln gibt es 27 verschiedene Wal- und Delfinarten. Einige Arten durchstreifen die Kanaren auf ihren Weg in andere Regionen, andere sind ortsansässig wie zum Beispiel der Pilotwal. Im Südwesten der Inseln, vor Teneriffa gibt es etwa 30 Gruppen, die Gesamtzahl liegt bei 400 Tieren. Gelegentlich werden sogar Schwertwale (Orcas) beobachtet.

Grind- oder Pilotwale und Delfine.

In der folgenden Galerie (draufklicken und durchblättern) sind noch weitere Fotos vom Whale Watching zu sehen.

Sonnenuntergang am Meer

Unseren zweiten Ausflug haben wir nach El Médano gemacht, einem hübschen Ort im Süden von Teneriffa, der auch als Surferparadies bekannt ist, da dort optimale Bedingungen für Surfer vorherrschen.

Ein Surfer auf dem glitzernden Meer.

In El Médano gibt es interessante Skulpturen.

Erkunden der Gegend in und um Los Cristianos. Aufstieg auf den „Hausberg“, der eigentlich Montana Chayofita heißt. Von dort hat man einen schönen Ausblick.

Die Kirche im Zentrum von Los Cristianos, unten rechts mit Weihnachtsbeleuchtung.

Unser Appartment liegt mitten im Zentrum. In dem Gebäude gibt es schöne Innenhöfe und auch zwei Dachterassen.

In der zweiten Woche hatten wir ein Auto zur Verfügung und haben einen Ausflug in das Tenogebirge im Nordwesten Teneriffas gemacht und dort das malerische Bergdorf Masca besichtigt.

Auf dem Dorfplatz neben der Kirche steht ein riesiger Baum, ebenfalls ein Ficus benjamini.

Auf den folgenden Fotos sieht man Hibiskus und Zitronen.

Das ist die wunderschöne alte Kirche von Masca.

In der folgenden Galerie (draufklicken und durchblättern) habe ich noch weitere Bilder von Masca zusammengestellt.

Unser nächster Ausflug ging ins Teidegebiet. Schon im Jahr 1954 wurde auf Teneriffa die Landschaft um den zentralen Vulkan zum Nationalpark erklärt, dieser trägt den Namen “ Las Cañadas del Teide“ oder „Parque Nacional del Teide“. Der Park hat einen Durchmesser von circa 17 km in der sich der Teide mit seinem hohen Gipfel erhebt. Der Pico del Teide ist der dritthöchste Vulkan der Welt. Für die Ureinwohner Tenriffas, den Guanchen, war der Teide ein heiliger Berg, in dem eine Gottheit wohnte. In der Sprache der Guanchen hieß der Vulkan „Echeyde“ (El Teide ist die spanische Bezeichnung). Er bezeichnet die Wohnung des bösen Dämonen Guayota, welcher der Legende nach den Sonnengott Magec eingefangen hatte und im Echeyde gefangen hielt, so heißt es bei Wikipedia.

Diese Landschaft, die zum Teil wie eine Mondlandschaft aussieht, hat mich sehr beeindruckt.

Die Cañadas liegen 2100 m hoch, dort ist es deutlich kühler, ca 10 °C weniger. Hier gibt es Wandermöglichkeiten, Aussichtspunkte und auch Gastronomie. Sogar eine Kirche haben wir gesehen. Dort oben hatten wir Glück mit dem Wetter, es gab beste Sicht auf den Teide und die ihn umgebende Landschaft.

 

Die Roques de Garcia sind eine Felsformation im Teidegebiet. Der bekannteste der bizarr geformten Türme aus vulkanischem Gestein ist der Roque Cinchado, der auch Steinerner Baum oder Finger Gottes genannt wird und als Wahrzeichen der Insel gilt.

In der folgenden Galerie sind noch weitere Fotos von den Cañadas zu sehen.

Auf dem Weg durch die Cañadas haben wir mittags in dem Lokal „El Papillon“ Rast gemacht und Tapas gegessen. Als Dessert gab es Karamellpudding mit Sahne. Köstlich. 🙂 

Danach sind wir noch an verschiedenen Aussichtspunkten gewesen.

Interessante Gesteinsschichten.

Blick ins Orotavatal in Richtung Meer.

Da wir von dem Teide nicht genug bekommen, sind wir am nächsten Tag wieder los und durch die Cañadas gefahren. Diesmal war die Sicht nicht so gut, der Vulkan hatte sich in Wolken gehüllt. Wir waren auf der Durchreise und wollten in den Norden nach Orotava und Puerto de la Cruz. In Orotava haben wir einen Bummel durch die Altstadt gemacht. Dort kann man gut erhaltene Kolonialbauten aus dem 18. Jahrhundert sehen.

Besonders erwähnenswert sind die Holzbalkone der alten Häuser.

Blick von Orotava in Richtung Puerto de la Cruz.

Wunderschöne exotische Blüte.

Anschließend sind wir durch das Orotavatal zur Nordküste, nach Puerto de la Cruz gefahren.

Dort waren wir in einem botanischen Garten, dem Jardin de Botanico, genauer: Jardin de Aclimatacion de La Orotava. Es ist eine sehr schöne Anlage mit exotischen Pflanzen. Einige davon sind nur auf Teneriffa beheimatet. Insbesondere haben mich die Bäume mit den hängenden Ästen und Wurzel beeindruckt. Sie gehören zu den großblättrigen Feigenbäumen (Ficus macrophylla) und sehen aus, als wären sie nicht von dieser Welt.

Weitere Bilder vom Botanischen Garten gibt es in der folgenden Galerie.

Ein Spaziergang am Strand von Los Cristianos in Richtung Playa de las Americas. Foto links oberen: Blick auf Gomera. Foto rechts: Playa de las Americas. Fotos unten: Hibiskushecken.

Unseren letzten Ausflug haben wir zu den Pyramiden von Güímar gemacht. Diese  sechs Pyramiden sind rechteckig langgestreckt und wurden terassenförmig aus Lavasteinen aufgeschichtet. Es gibt eine astronomische Ausrichtung zur Sonne während der Sommer- und Wintersonnenwende. Der Hauptkomplex der Pyramiden wurde so ausgerichtet, dass die Plattformen bei Tag- und Nachtgleiche gen Sonnenuntergang weisen. Überlieferungen der Einheimischen sowie alte Darstellungen zeigen, dass solche Pyramiden (auch Morras, Majanos, Molleros oder Paredones genannt) einst an vielen Orten der Inseln zu finden waren, jedoch im Laufe der Zeit häufig abgerissen und als billiges Baumaterial genutzt wurden. In Güímar selbst gab es ursprünglich neun Pyramiden, von denen heute nur noch sechs erhalten sind. Desweiteren wurde unter der Seitenkante einer der Pyramiden eine natürliche Lavahöhle entdeckt, die zugemauert war und Funde aus der Guanchenzeit erbrachte. Da die Pyramide stratigraphisch über der Höhle liegt, lassen sich aus den in die Zeit zwischen 600 und 1000 n. Chr. datierten Guanchenfunden nur Schlüsse für die Höhlennutzung ziehen. Die Pyramiden können aufgrund der gefundenen jüngeren Importkeramik nicht älter als aus dem 19. Jahrhundert sein, so heißt es bei Wikipedia.

Die Guanchen, siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/Guanchen bei Wikipedia, sind die Ureinwohner Teneriffas, die sich über 100 Jahre (Ende des 15. Jahrhunderts) gegen die Invasion gegen die Spanier behauptet haben. Guanch bedeutet Mensch und Che steht mit dem Teide in Verbindung. Der Name Guanche bedeutet also Mensch bzw. Volk vom Teide. Die ältesten Funde von menschlichen Siedlungen auf Teneriffa stammen aus dem 10. Jahrhundert v. Christus. Auf dem linken Foto ist ein Guanche zu sehen.

Die Guanchen hatten ein steinzeitliches Dasein und wohnten in Höhlen und lebten von der Jagd, Viehzucht und einfacher Landwirtschaft. Es wurde Gerste angebaut und geröstet und zu Gofio verarbeitet, einem Grundnahrungsmittel, das bis heute verzehrt wird. Die Sprache der Guanchen ist durch einige Ortsnamen und Bezeichnungen für endemische Pflanzen erhalten. Sie unterschied sich grundsätzlich von den Sprachen, die von den Altkanariern auf den anderen Inseln gesprochen wurden. Bei den Guanchen war es Brauch, ihre Toten einzubalsamieren und zu mumizifieren.

Thor Heyderdahl aus Norwegen (1914-2002) siehe Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Thor_Heyerdahl hatte sich für den Erhalt der Pyramiden von Güímar eingesetzt und 1998 ein Gelände von über 64.000 m² geschaffen, den Parque Etnográfico Pirámides de Güímar und ein Museum, verschiedenen Park-Routen und thematische Gärten errichtet. In diesen Gärten wachsen zum Teil Pflanzen, die es nur auf Teneriffa gibt. Heyderdahl verglich die Pyramiden von Güímar, Mexiko und Ägypten sowie den Totenkult mit der Mumifizierung und kam zu dem Schluss, dass es Kontakt zwischen den Völkern gegeben haben muss. Er brachte die Theorie auf, dass schon frühzeitig eine Überquerung des Ozeans stattgefunden haben muss.

Um seine Hypothese bezüglich des Kontaktes zwischen den alten Zivilisationen zu beweisen, führte er mit Hilfe ursprünglicher Schiffsmodelle transozeanische Expeditionen durch. Mit einem Floß namens Kon Tiki versuchte er 1947 die Überquerung des Pazifiks und gewann für seinen Dokumentarfilm einen Oskar. Dann baute er ein Boot aus Binsen und überquerte mit dem Binsenschiff Ra II 1970 den Atlantischen Ozean und mit dem Binsenschiff Tigris 1977-78 den Indischen Ozean. Auf dem Foto unten rechts ist, neben dem Baum, das Museum mit dem Binsenschiff Ra II zu sehen.

Der norwegische Forscher interessierte sich auch u.a. für die Galapagos-Inseln, die Osterinseln, die Maledieven und die Pyramiden von Túcume in Peru, wo er archäologische Studien durchführte.

Pyramiden von Güímar

Pflanzen in der Anlage.

weitere beeindruckende Pflanzen.

Diesen Kaktus finde ich besonders niedlich 🙂 

Auch die Skulpturen in dieser Anlage sind interessant.

In der folgenden Galerie sind noch weitere Fotos zu sehen. Einfach drauf klicken und durchblättern.

Im Anschluss sind wir noch in das kleine Hafenstädtchen gefahren, um in einem Lokal zu Mittag zu essen. Puertito de Güímar.

Zum Abschluss hier noch zwei Fotos von Los Cristianos.

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Konstanz am Bodensee

Während meines Urlaubs am Bodensee vor zwei Jahren, besuchte ich auch Konstanz, die größte Stadt am Bodensee, die als einzige deutsche Stadt an der oberen Seeseite liegt und an die Schweiz grenzt. Es macht Spaß durch die Stadt zu bummeln und die schönen Häuser zu betrachten.

Die Altstadt von Konstanz ist besser erhalten als die in vielen anderen Städten Deutschlands, unter anderem weil sie weder im Dreißigjährigen Krieg noch im Zweiten Weltkrieg nennenswert beschädigt wurde. Bei Fliegerangriffen tat die Stadt so, als würde sie zur angrenzenden Schweiz gehören und löschte bei den Bombenangriffen nicht das Licht. Die Bauten aus dem Mittelalter, die Blütezeit von Konstanz, sind daher noch vielfach erhalten.

Marktstätte mit dem Kaiserbrunnen.

Und weitere Bilder von der Altstadt.

Schöne alte Häuser.

Ich bin mit dem Schiff der Bodenseeschifffahrt dorthin gefahren, in der Hafeneinfahrt von Konstanz steht die „Imperia“, das Wahrzeichen der Stadt. Siehe Fotos unten rechts und links.

Die „Imperia“ wurde, genau wie die „Magische Säule“ (Foto Mitte) in Meersburg von dem Künstler Peter Lenk (Bildhauer) erschaffen. Er stellt auf satirische Art von ihm empfundene gesellschaftliche Missstände dar.  Von ihm stammt auch das Triptychon „Ludwigs Erbe“, welches am Rathaus in Ludwigshafen zu sehen ist. Es erregte bundesweite Aufmerksamkeit, da das Relief bekannte Politiker nackt darstellt.

Auch die Statue der Imperia erregte großes Aufsehen, als sie 1993 in der Hafeneinfahrt von Konstanz aufgestellt wurde. Sie erinnert satirisch an das Konzil von Konstanz (1414–1418). Imperia ist eine üppige Kurtisane, mit einem tiefen Dekolleté und ein Umhang, der nur von einem Gürtel notdürftig geschlossen wird und ihr damit eine erotische Ausstrahlung verleiht.

„Auf ihren erhobenen Händen trägt sie zwei zwergenhafte nackte Männlein. Der Mann in ihrer rechten Hand trägt auf seinem Haupt die Krone eines Königs und hält einen Reichsapfel in der Hand; die Figur in ihrer Linken trägt eine päpstliche Tiara und sitzt mit übereinander geschlagenen Beinen. Es ist nicht eindeutig, ob die Figuren Porträts von den Machthabern zur Zeit des Konstanzer Konzils, Kaiser Sigismund und Papst Martin V. darstellen, oder ob sie allgemein als Personifikationen die weltliche und geistliche Macht repräsentieren sollen. Der Künstler selbst sieht sie als nackte Gaukler, die sich die Insignien der Macht widerrechtlich aufgesetzt haben.

„… Es handelt sich bei den Figuren der Imperia nicht um den Papst und nicht um den Kaiser, sondern um Gaukler, die sich die Insignien der weltlichen und geistlichen Macht angeeignet haben. Und inwieweit die echten Päpste und Kaiser auch Gaukler waren, überlasse ich der geschichtlichen Bildung der Betrachter. …“– so Peter Lenk im Interview mit Jasmin Hummel.

Diese Figurenkonstellation erinnert an die angebliche Mätressenherrschaft, die der römischen Amtskirche von ihren heftigsten Kritikern zu manchen Zeiten vorgeworfen wurde. Auch das Patriarchat, das über Jahrhunderte hinweg sowohl in der Politik, als auch in der Kirche herrschte, wird aufs Korn genommen: Kaiser und Papst sind Spielball ihrer eigenen Libido; die mächtigsten Männer werden von ihren niedersten Trieben beherrscht. Imperia, als Verkörperung der (körperlichen) Liebe, erscheint als die eigentlich mächtige Figur.

Auch des alten Märchenstoffs „Des Kaisers neue Kleider“ bedient sich das Kunstwerk: Der Kopfschmuck von Imperia ist eine Art Narrenkappe mit Schellen – Imperia nimmt also nicht nur die Rolle der intriganten Kurtisane ein, sondern auch die des Hofnarren, der das Spiel der Mächtigen durchschaut und auf die Schippe nimmt. Die Mächtigen, wenn sie ihrer würdigen Amtstracht beraubt werden, sind nur noch lächerliche Witzfiguren,“ so heißt es bei Wikipedia.

Wer sich näher mit dem Künstler und seinen Werken beschäftigen möchte, dem sei der Artikel auf Wikipedia empfohlen. Hier der Link https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Lenk

Hafen von Konstanz

Weitere Bilder vom Hafenbereich.

Auf dem Weg zur Rheinbrücke, dort wo der Rhein beginnt.

Die Rheinbrücke Konstanz (Alte Rheinbrücke) überspannt in Konstanz den Seerhein. Das Bauwerk ist eine kombinierte Straßen- und Eisenbahnbrücke. An der Brücke beginnt die Kilometrierung des Rheins. Hier beginnt der Rhein bei Null.

Bilder vom Rhein.

Und vom Rheintor. Unten links sieht man den Rheintorturm, der um 1200 erbaut wurde.

Der Münster von Konstanz.

Der Münster ist so groß und beeindruckend, dass ich ihn mit meiner Kamera nicht vollständig fotografieren konnte. Das alte Gebäude wurde erstmal um 780 n. Chr. urkundlich erwähnt.

Auf dem rechten Foto ist die Sankt Stephan Kirche zu sehen.

Eine Stadtbesichtigung in Konstanz ist auf jeden Fall empfehlenswert. Es gibt viel Interessantes zu entdecken. Die Geschichte reicht bis in die römische Zeit zurück, so kann man zum Beispiel auf dem Münsterplatz ein römisches Turmfundament sehen.

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Meersburg am Bodensee

Hier in Hamburg wird es zunehmend kälter und ungemütlicher. Ein Grund, sich den Urlaubsbildern zu widmen und sie in einem Beitrag in meinem Blog einzufügen. Im Sommer vor zwei Jahren habe ich Urlaub am Bodensee gemacht. Eine Freundin von mir ist dorthin gezogen und ich habe schon zweimal die Gelegenheit genutzt, dort Urlaub zu machen. Die Bodenseeregion ist wunderschön mit vielfältigen Möglichkeiten der Urlaubsgestaltung.

Heute möchte ich über Meersburg schreiben, das am nördlichen Ufer des Bodensees liegt. Die Stadt hat einen südlichen Flair und ist in Ober- und Unterstadt aufgeteilt. Sie ist nicht sehr groß, hat knapp sechstausend Einwohner, aber es macht Spaß durch die engen Gassen zu bummeln und die bunten Häuser zu bewundern.

Nach Meersburg bin ich mit dem Schiff gefahren, das von Friedrichshafen aus gestartet ist.

Die Burg Meersburg ist um 640 von dem Merowingerkönig Dagobert I erbaut worden. Urkundlich erwähnt wurde die Burg jedoch erst 1147. Mitte des 13. Jahrhunderts war die Burg im Besitz der Fürstbischöfe von Konstanz. Wer sich näher mit der Geschichte der Burg beschäftigen möchte, dem sei der Beitrag hierzu bei Wikipedia zu empfehlen.

„Der Sammler mittelalterlicher Schriften und Bücher Joseph von Laßberg erwarb die Meersburg nach langwierigen Verhandlungen für 10.000 Gulden im Februar/März 1838 von der Domänenkammer in Karlsruhe und zog am 7. September 1838 mit seiner Frau Maria Anna von Droste zu Hülshoff, auch Jenny genannt, und seinen Zwillingskindern ein. In dem gewölbten hellen Saal, dem ehemaligen Archiv, bewahrte er seine Sammlung auf, im anschließenden runden Raum (Turmzimmer) richtete er sein Studien- und Schreibzimmer ein. Von Laßberg rettete das Alte Schloss durch seinen Kauf vor dem Verfall.

Im Jahr 1841 zog Jennys Schwester Annette von Droste-Hülshoff in die Burg und verbrachte dort einen Teil ihrer letzten acht Lebensjahre. Sie war eine deutsche Schriftstellerin sowie Komponistin und gilt als eine der bedeutendsten deutschen Dichterinnen. Der Burg hat sie das Gedicht von 1841/42 „Das Alte Schloss“ gewidmet. Sie verstarb am 24. Mai 1848 auf der Burg.

Das alte Schloß
 
Auf der Burg haus‘ ich am Berge,
Unter mir der blaue See,
Höre nächtlich Koboldzwerge,
Täglich Adler aus der Höh‘,
Und die grauen Ahnenbilder
Sind mir Stubenkameraden,
Wappentruh‘ und Eisenschilder
Sofa mir und Kleiderladen.
 
Schreit‘ ich über die Terrasse
Wie ein Geist am Runenstein,
Sehe unter mir die blasse
Alte Stadt im Mondenschein,
Und am Walle pfeift es weidlich,
– Sind es Käuze oder Knaben? –
Ist mir selber oft nicht deutlich,
Ob ich lebend, ob begraben!
 
Mir genüber gähnt die Halle,
Grauen Tores, hohl und lang,
Drin mit wunderlichem Schalle
O Langsam dröhnt ein schwerer Gang;
Mir zur Seite Riegelzüge,
Ha, ich öffne, laß die Lampe
Scheinen auf der Wendelstiege
Lose modergrüne Rampe,
 
Die mich lockt wie ein Verhängnis,
Zu dem unbekannten Grund;
Ob ein Brunnen? ob Gefängnis?
Keinem Lebenden ist’s kund;
Denn zerfallen sind die Stufen,
Und der Steinwurf hat nicht Bahn,
Doch als ich hinab gerufen,
Donnert’s fort wie ein Orkan.
 
Ja, wird mir nicht baldigst fade
Dieses Schlosses Romantik,
In den Trümmern, ohne Gnade,
Brech‘ ich Glieder und Genick;
Denn, wie trotzig sich die Düne
Mag am flachen Strande heben,
Fühl‘ ich stark mich wie ein Hüne,
Von Zerfallendem umgeben.

Nach dem Tod von Joseph von Laßberg im Jahr 1855 ging die Burg zu je einem Viertel an seine Erben Jenny, Karl, Hildegard und Hildegund. Letztendlich verkauften die Zwillingstöchter Hildegard und Hildegund 1877 das Alte Schloss für 12.000 Mark an den Münchner Carl Mayer von Mayerfels, der ein Mittelaltermuseum einrichtete. Nach dem Tod des von Meyerfels im Jahr 1883 ging das Schloss an seine Witwe, dann 1910 an seine Tochter und nach deren Tod 1939 an deren Tochter Maria Naeßl, geb. von Miller. 1973 wohnte dort Wilderich von Droste zu Hülshoff. Bis heute ist die Burg in Privatbesitz und dient – neben dem für Besucher zugänglichen Museum – den Erben als Wohnsitz.“ so heißt es bei Wikipedia.

Es gibt dort auch ein Burgcafé (siehe die beiden Fotos oben), ich liebe diese alten Mauern. Draußen auf der Terrasse hat man einen schönen Ausblick über den See. Man kann die Schiffe beobachten die in Richtung Mainau fahren oder den Blick über die Stadt genießen.

In Meersburg am Hafen kann man den Heiler sehen. Ich nenne ihn so, weil er auf der Weltkugel steht und heilend seine Arme ausstreckt. Richtig heißt es jedoch die „Magische Säule auf der Hafenmole“ und wurde von dem Künstler Peter Lenk geschaffen, der auch die Imperia in Konstanz gestaltet hat. Er setzt damit die Reihe seiner Kunstwerke an den Schiffsanlegestellen des Bodensees fort. In diesem filigranen Werk werden Begebenheiten und Persönlichkeiten mit Bezug zur Meersburger Stadtgeschichte dargestellt.

Hier sind noch weitere Fotos von Meersburg.

Ich bin gerne in Meersburg und kann einen Ausflug dorthin sehr empfehlen. Meersburg bzw. der Bodensee ist auf jeden Fall eine Reise wert.

Alle Fotos in diesem Blog lassen sich per Mausklick vergrößern.

Bremen

Anfang Juni habe ich einen Ausflug nach Bremen gemacht. Ich war dort im Rhododendronpark, eine alte Parkanlage, die 1937 eröffnet wurde. Doch viele der alten Bäume stammen noch aus dem Rickmers Park, aus dem der Rhododenronpark entstanden ist.

Auf 46 Hektar wird eine der größten Rhododendron-Sammlungen der Welt gepflegt. Mehr als 600 Arten und etwa 3.500 Züchtungen inkl. der zu den Rhododendron gehörenden Azaleen bilden die zweitgrößte Sammlung der Welt. Anfang Juni waren die meisten Rhododendren schon verblüht, doch der Park, der ganzjährig geöffnet hat, bietet noch viele andere Schönheiten.

Der Park ist in den alten Park und neuen Park aufgegliedert und hat außerdem einen Botanischen Garten. In dem alten Park sind viele Rhododendren und Azaleen.

Dort gibt es auch diese Figuren.

Zu dem neuen Park gehören Themengärten wie unter anderem der Rosengarten.

Im Botansichen Garten gibt es zum Beispiel Heilpflanzen und heimische Nutzpflanzen sowie einen wunderschönen Steingarten.

Wer mehr über den Rhododendronpark wissen möchte, kann sich auf der Website informieren: https://www.rhododendronparkbremen.de/

Auerdem befindet sich im Rhododendronpark noch der Garten der Menschenrechte.  INSCRIRE ist ein weltweites Kunstprojekt der französischen Künstlerin Francoise Schein. Ziel des Projektes ist es, die „Erklärung der Menschenrechte“ von 1948 in die öffentlichen Räume der Städte der Welt zu schreiben und die Menschenrechte im öffentlichen Bewusstsein zu verankern.

Neben Gastronomie befindet sich im Park noch Botanika – Bremens große Entdeckerwelt.

Auf der Website www.botanika-bremen.de heißt es: „Unter dem schützenden Dach der Botanika erleben die Besucher eine grüne Entdeckerwelt mit exotischen Rhododendron, faszinierenden Tieren und spannenden Mitmachexponaten. Auf 5.000 Quadratmetern wechseln sich asiatische Pflanzenwelten in naturnahen Landschaften und aktive Wissensvermittlung ab und bringen Besucher jeden Alters zum Staunen. Die Gäste erleben die Farbenpracht asiatischer Rhododendron und Azaleen, durchstreifen die Bergwelten des Himalaya und erkunden den Dschungel der Inselreiche von Borneo und Neuguinea.“

Dann war ich noch in der Altstadt, im Zentrum von Bremen. Ich mag Bremen, die speziellen Häuser aber auch die schönen alten Villen.

„Das Bremer Haus oder auch Altbremer Haus ist ein Häusertyp, der in Bremen zwischen der Mitte des 19. Jahrhunderts und den 1930er Jahren errichtet wurde und heute noch das Stadtbild Bremens maßgeblich prägt. Es handelt sich um Wohnhäuser in Reihenhausbauweise in den unterschiedlichen Baustilen des Klassizismus, des Historismus und des Jugendstils, die einem einheitlichen typischen Schema folgten. Während in Großbritannien, den Niederlanden, Belgien und Nordfrankreich Reihenhausbauweise im 19. und frühen 20. Jahrhundert sehr verbreitet war, beschritt in Deutschland Bremen damit einen Sonderweg“, so heißt es bei Wikipedia. Leider habe ich keins davon fotografiert.

Beim Bummel durch die Altstadt habe ich den Marktplatz, das Rathaus, den Roland und die Bremer Sadtmusikanten fotografiert.

 

Das Bremer Rathaus ist eines der bedeutesten Bauswerke der Gotik und Weserrenainssance und steht unter Denkmalschutz. Es ist 1405-1410 erbaut worden.

Der Dom entstand im 11. Jahrhundert und wurde im 13. Jahrhundert im Stil der Gotik umgebaut. Dort fand gerade eine Hochzeit statt.

Am Marktplatz steht der Roland. Er ist eine im Jahre 1404 errichtete Staue und eines der Wahrzeichen Bremens. „Dargestellt ist der aus Liedern und Epen (Rolandslied) bekannte Heerführer und angebliche Neffe Karls des Großen. Roland steht also auf dem Markt als Repräsentant des Kaisers, er verkündet und garantiert die Marktrechte und Freiheiten, die der Stadt angeblich verliehen worden waren,“ so ist es bei Wikipedia beschrieben.

Wer sich für das Märchen interessiert, kann es hier lesen: https://www.grimmstories.com/de/grimm_maerchen/die_bremer_stadtmusikanten

Anschließend war ich noch im Schnoorviertel.  Das älteste Haus dort ist aus dem Jahre 1401. Zahlreiche Häuser sind aus dem 17. und 18. Jahrhundert in alter Bauweise erhalten geblieben.  „Der Schnoor – auch das Schnoorviertel genannt (von niederdeutsch Schnoor, Snoor = Schnur) – ist ein mittelalterliches Gängeviertel in der Altstadt Bremens und auch der Name der Straße Schnoor in diesem Viertel.

Das Quartier verdankt seine Bezeichnung dem alten Schiffshandwerk. Die Gänge zwischen den Häusern standen oft in Zusammenhang mit Berufen oder Gegenständen: So gab es einen Bereich, in welchem Seile und Taue hergestellt wurden (Schnoor = Schnur), und einen benachbarten Bereich, in dem Draht und Ankerketten gefertigt wurden (plattdeutsch Wiere = Draht), woher die Straße Lange Wieren ihren Namen hat“, so steht es bei Wikipedia. Im Schnoorviertel fühlt man sich in eine andere Zeit versetzt. Dort gibt es viele Kunsthandwerkbetriebe und urige Läden sowie Gastronomie, wie zum Beispiel die alte Teestube.

Zum Schluß bin ich dann vom Zentrum aus zum Wall gegangen und habe die folgenden Fotos gemacht.

Dort steht auch die alte Windmühle.

Die Bremer Wallanlagen waren Teil der Bremer Stadtbesfestigung und sind heute Parkanlagen.

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