Archiv der Kategorie: Landschaften

Der Brocken im Harz

Während unseres Harz-Aufenthalts haben wir auch einen Ausflug auf den Brocken gemacht. Er ist mit 1142 m der höchste Berg Nordeutschlands.

Auf dem Brocken ist eine Wetterwarte, Sendemasten, das Brockenhaus sowie der Gipfelstein und natürlich Gastronomie. Die auf dem Berg vorherrschende Gesteinsart ist Granit.

Der Berg liegt im Naturpark Harz/Sachsen-Anhalt. Wir sind von Werningerode aus mit der Harzer Schmalspurbahn auf den Brocken gefahren.

Die Fahrt dauerte 1,5 Stunden und der Zug wurde von einer Dampflock angetrieben.  Die maximale Geschwindigkeit beträgt 40 km/h. Seit 1899 fährt die schmalspurige Bahn zum Gipfel des Bocken, ausgenommen während der Unterbrechung durch die deutsche Teilung.

Die langsame Fahrt den Berg hinauf war schon ein Erlebnis, der Zug samt Dampflock nostalgisch. Auf der Fahrt ist mir der Fingerhut (Digitalis) aufgefallen, der überall blühte.

Leider sieht man auch große Flächen mit abgestorbenen Bäumen. Es sind Fichten, die vom Borkenkäfer befallen wurden. Durch die große Hitze und Dürre im letzten Sommer waren die Bäume nicht in der Lage, ausreichend Harz zu produzieren, welches u.a. zur Abwehr des Borkenkäfers dient.

Es macht traurig, diese Baumleichen zu sehen. In der Ferne sind große braune Flächen mit abgestorbenen Bäumen zu sehen.

Oben auf dem Brocken hat man eine tolle Aussicht. Man kann auch den Wurmberg mit dem Turm auf dem rechten Foto erkennen.

Die verschiedenen Gesteinsformationen aus Granit haben Namen wie Hexenaltar und Teufelskanzel.

Auf dem Brocken gibt es Gedenksteine, die an Goethe und Heinrich Heine erinnern, die beide hier gewesen sind. Heine beschreibt in seinem Buch „Die Harzreise“ seine Wanderung auf den Brocken. So gibt es auch verschiedene Wanderwege, die nach ihnen benannt sind, sowie den Harzer Hexenstieg und den Teufelstieg, ein Weg der vom Brocken nach Bad Harzburg führt.

Der Brocken wird im Volksmund auch Blocksberg genannt und ist von vielen Sagen umwoben. Heinrich Pröhle sammelte seit 1851 Sagen und Märchen aus dem Harz. Er promovierte im Jahr 1855 in Berlin mit einer Arbeit über die Sagen des Brockens.

Seit der Zeit der Hexenverfolgungen wurden Angeklagten in den Hexenprozessen die Teilnahme an geheimen Hexenversammlungen beziehungsweise dem Hexensabbat, beispielsweise in der Walpurgisnacht, vorgeworfen. Der Brocken wurde 1540 erstmals als ein solcher Treffpunkt und als einer der Hexentanzplätze bezeichnet. Da sich die Bezeichnung „Hexe“ erst im 16. Jahrhundert verbreitete, finden sich auch ältere, dem heutigen Verständnis von Hexen sehr ähnliche Beschreibungen über unterschiedliche Gestalten, die zum „Blocksberg fahren und dort ihre Versammlung haben“. So gilt der Brocken bereits in einem Gedicht um 1300 als Sammelplatz von „Geisterwesen“. so heißt es bei Wikipedia.

Zum Schluß noch ein Foto auf dem Brocken.

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Ausflug zur Einhornhöhle und zur Burgruine Scharzfels

Beide Ausflugsziele liegen in der Nähe von Bad Lauterberg im Harz, so dass wir die Besichtigung beider miteinander verbunden haben.

Wir sind zuerst zur Einhornhöhle gefahren und haben dort eine Führung mitgemacht. Das Fotografieren in der Höhle ist nicht gestattet, also habe ich nur das Haus Einhorn, ein Waldcafé mit Infozentrum und Museum, sowie die Umgebung fotografiert.

„Die Höhle befindet sich etwa 1,5 km nördlich der Ortschaft Scharzfeld im Landkreis Osterode am Harz. Die Einhornhöhle ist ein natürlich entstandener Hohlraum im Zechsteindolomit der Permzeit. Diese ca. 270 Mio. Jahre alten Gesteine des ausgehenden Erdaltertums treten gürtelförmig am südwestlichen Harzrand zutage. Die allmähliche Verwitterung des Dolomitgesteins hat seit Jahrhunderttausenden zur Entstehung von Höhlensystemen geführt.

Die Einhornhöhle ist heute die größte begehbare Höhle des Westharzes. Die Höhle hat eine Gesamt-Ganglänge von fast 700 m, die Länge der Hauptstrecke ( = Führungsweg) beträgt knapp 300 m.  Innerhalb der Hauptstrecke reihen sich mehrere großen Hallen und Dome aneinander. Sie sind durch niedrige Gänge miteinander verbunden .Aufgrund neuester Forschungsergebnisse (2014/17) wissen wir jetzt endgültig, dass der Gesamthohlraum allerdings um ein Vielfaches größer ist als die uns heute bekannte Einhornhöhle.

Jahrhunderte lang wurde die Höhle von Knochensammlern aufgesucht. Schon 1583 wurde über das Graben nach „Einhörnern“ berichtet. Die Höhle erwies sich als ergiebige Fundstelle für das als Medizin und Heilmittel begehrte Einhorn. Aber bereits im 17. Jahrhundert wurde erkannt, dass es sich bei den Knochenfunden um fossile Reste von Großsäugetieren, vor allem dem Höhlenbären, nicht aber um das sagenumwobene Einhorn handelt. Das Fabeltier, dass es leibhaftig niemals gegeben hat, war dennoch namengebend für diese Höhle.

Neben den Einhorngräbern wurde die Höhle aber bereits seit geraumer Zeit von Geowissenschaftlern und Forschern aufgesucht, so bereits von den Universalgelehrten Leibniz (1686) und Goethe (1784). Ende des 19. Jahrhunderts hat der Berliner Arzt und Anatom Rudolf Virchow hier gegraben, Hermann Löns suchte die Höhle ebenfalls auf. Die Forschungen um die letzte Jahrhundertwende hatten vor allem das Ziel, den „diluvialen Menschen“ (= Mensch des Eiszeitalters) zu finden. Dies gelang erst 1985 mit dem Fund von Steinwerkzeugen aus der Altsteinzeit. Die Ausgrabungen 1985-88 ergaben, dass die Höhle vor über 100.000 Jahren über lange Zeiträume von den Neandertalern besiedelt war“, so heißt es auf der Internetseite der Einhornhöhle. Wer näheres dazu wissen möchte, kann dem Link folgen: www.einhornhoehle.de/index.html

Die Harzer Dolomiten.

Die Natur ist wunderschön.

Im Anschluß sind wir durch das Waldgebiet hinauf zur Burgruine Scharzfels gestiegen. Die Burg wurde im 10. Jahrhundert errichtet und galt als uneinnehmbare Festung. Die Burg wurde dann während des Siebenjährigen Krieges 1761 von den Franzosen nach Belagerung erobert und anschließend gesprengt.

Von dort oben hat man einen traumhaften Blick auf die Umgebung.

Wer sich für diese Burg interessiert, dem sei dieser Link empohlen: http://burgruine-scharzfels.de/index.html#home

Dort wird in einem Video der Aufbau der Burg sowie die Historie anschaulich erklärt. Es soll im Harz über 500 Burgen/Burgruinen geben bzw. gegeben habe. Das ist beachtlich!

Auf der Burgruine Scharzfels gab es noch etwas, das mein Interesse geweckt hat.

1695 wurde in der Burg eine Frau eingekerkert. Es war Eleonore von Knesebeck, die Kammerzofe der Prinzessin Sophia Dorothea von Hannover (Prinzessin von Ahlden) war. Siehe Foto mit dem Reim, mit dem sie sich an Gott wendet, der mir wie eine kraftvolle Beschwörung vorkommt.

„Zerbrich, zerbrich Schlösser, Thüren,

starker Gott, zerschmettre Du

Riegel, Mauern, laß mich führen

Deine Engel, dass ich nu

mit Dir kann vom Felsen springen,

las´den Wächtern nicht gelingen

diese meine Flucht zu sehen.

Wie Elias las´mich gehen.“

Auf jeden Fall gelingt ihr die Flucht 1697 aus dem Kerker von der Felsenburg mit Hilfe des Dachdeckers Hans Veit Rentsch und ihrer Familie. Das finde ich sehr beeindruckend!

Hier noch zwei weitere Fotos von der Burgruine
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Baumwipfelpfad Bad Harzburg

Im Urlaub waren wir auch auf dem Baumwipfelpfad in Bad Harzburg. Der Pfad führt mit einer Länge von 1000 m auf einer Höhe von über 20 Metern durch die alten Baumkronen des Kalten Tals am Fuße des Burgbergs.

Von dort oben hat man eine tolle Aussicht und eine neue Sicht auf die Natur aus einer ganz anderen Perspektive. Das hat mir sehr gut gefallen, ich war bislang noch nicht auf einem Baumwipfelpfad gewandelt.

Auf dem Pfad sind 52 Erlebnisstationen. Man erfährt Informatives zur Holzwirtschaft, Natur und Umwelt. Es gibt auch eine Geologiestation, die anhand einer Felswand die Gesteinsschichten des Harzes erklärt.

Auch die Geschichte des Harzes wird mit Hilfe der Kiepenfrau Wally erzählt. Sie berichtet, wie das Leben der als Harzer Kamele bekannten Frauen war.

Kiepenfrau Wally Klangerlebnis Wassersäule

Auf dem Pfad gibt es verschiedene Bereiche zum Ausruhen und sogar eine Wipfelbar.

In der 300m langen Eingangskrone des Baumwipfelpfades befinden sich 15 Stationen, die Themen wie die Entstehung des Universums, der Erde und des Lebens behandeln.

Weitere Highlights sind der 11m lange Glassteg und die 30m lange Hängebrücke. Der Baumwipfelpfad ist barrierefrei und kann somit auch von Rollstuhlfahrern etc genutzt werden.

Es gibt verschiedene Führungen und Veranstaltungen auf dem Pfad, sogar heiraten kann man dort. Wer sich näher informieren möchte, der schaue unter dem Link www.harzventure.de/2018/01/baumwipfelpfad-harz/

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Der Wurmberg im Harz

Der Wurmberg im Harz/Braunlage ist mit 971 m der höchste Berg in Niedersachsen und bietet nicht nur im Winter eine vielfältige Freizeitgestaltung.  Wir sind mit der Seilbahn hochgefahren. Die Fahrt alleine war schon ein Erlebnis, weil wir so etwas wie Seilbahnen und Skilifte im hohen Norden nicht kennen.

Von dort oben hatten wir einen schönen Überblick. Links: Blick auf den benachbarten Brocken.

Der Gipfel war mit verschiedenen Elementen und Freizeitangeboten sowie Gastronomie sehr schön gestaltet.

Auf dem Berg waren es einige Grade kühler, die Sonnenstrahlung war dafür intensiver.

Oben auf dem Berg ist ein künstlich angelegter See, der für die Schneeproduktion für den Wintersport dient.

Es gibt verschiedene Pflanzen auf dem Berg.

Und Ziegen in einem Gehege.

Neben der Wurmberg Alm befindet sich der Ski Lift.

Weitere Bilder vom Gipfel. Links: eine alte Kutsche bei der Wurmberg Alm. Rechts: die Wurmberseilbahn.

Neben Spazier- und Wanderwegen gibt es auf dem Wurmberg auch ein Bikepark sowie die Möglichkeit, mit Monsterrollern (überdimensionierte Roller) die Abfahrt zu wagen. Die Roller sowie Räder kann man u.a. an der Talstation mieten und nach oben auf den Berg transportieren lassen.

Wer sich über die vielfältigen Möglichkeiten informieren möchte, dem sei die Website www.wurmberg-seilbahn.de empfohlen.

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Teneriffa

Wir sind Silvester nach Teneriffa geflogen und haben dort zwei Wochen Urlaub gemacht. Wir waren in dem Touristenort Los Cristianos, der im Süden von Teneriffa liegt. Der Flug dorthin war schon ein Erlebnis, im grauen Hamburg sind wir abgeflogen und kamen Mittags bei strahlender Sonne auf Teneriffa an. Der Anflug auf die Insel erfolgte von Norden und das erste, was mir auffiel, war der Teide (Pico del Teide). Er ist mit seinen 3718 m der höchste Berg Spaniens.

Das Wetter war traumhaft: warm und sonnig, um die 20-25 ° C, nachts um die 18 ° C. Und das war während des gesamten Urlaubs so.

Als wir ankamen, war noch überall die Weihnachts-Deko zu sehen.

Teneriffa ist eine Vulkaninsel und gehört zu den Kanarischen Inseln. Von allen soll sie die vielseitigste sein, weil sie von jeder etwas hat. Für die Urlaubsgestaltung gibt es daher vielfältige Möglichkeiten. Die Insel ist 83,3 Kilometer lang, bis zu 53,9 Kilometer (Ost-West-Ausdehnung) breit und hat eine Fläche von 2034,38 Quadratkilometern. Sie ist mit etwa 888.000 Einwohnern die bevölkerungsreichste Insel Spaniens. Die Hauptstadt ist Santa Cruz de Tenerife. Die Einheimischen werden Tinerfeños genannt.

Im Norden ist die Vegetation üppiger als im Süden, weil die Regenwolken nicht über den Teide kommen und im Norden abregnen. Dort ist es im Vergleich zum Süden Teneriffas grün. Im Süden sieht es eher vulkanisch aus, es ist trocken und sonniger.

Auf dem Foto unten links ist der Strand von Los Cristianos zu sehen, auf dem rechten Bild sieht man einen Baum (Ficus benjamini) in beeindruckender Größe, den es bei uns in Deutschland nur als Zimmerpflanze gibt.

in der folgenden Galerie (draufklicken und durchblättern) sind noch weitere Bilder von Los Cristianos zu sehen.

Die Farbe des Meeres hat mich fasziniert. Es ist der Atlantik.

Nachdem wir uns akklimatisiert hatten, haben wir unseren ersten Ausflug geplant. Whale Watching. Wir sind mit einem Boot rausgefahren und haben Wale und Delfine beobachtet. Sogar eine große Meeresschildkröte haben wir gesehen.

Sicht auf Los Cristianos vom Wasser aus.

Im Bereich der Kanarischen Inseln gibt es 27 verschiedene Wal- und Delfinarten. Einige Arten durchstreifen die Kanaren auf ihren Weg in andere Regionen, andere sind ortsansässig wie zum Beispiel der Pilotwal. Im Südwesten der Inseln, vor Teneriffa gibt es etwa 30 Gruppen, die Gesamtzahl liegt bei 400 Tieren. Gelegentlich werden sogar Schwertwale (Orcas) beobachtet.

Grind- oder Pilotwale und Delfine.

In der folgenden Galerie (draufklicken und durchblättern) sind noch weitere Fotos vom Whale Watching zu sehen.

Sonnenuntergang am Meer

Unseren zweiten Ausflug haben wir nach El Médano gemacht, einem hübschen Ort im Süden von Teneriffa, der auch als Surferparadies bekannt ist, da dort optimale Bedingungen für Surfer vorherrschen.

Ein Surfer auf dem glitzernden Meer.

In El Médano gibt es interessante Skulpturen.

Erkunden der Gegend in und um Los Cristianos. Aufstieg auf den „Hausberg“, der eigentlich Montana Chayofita heißt. Von dort hat man einen schönen Ausblick.

Die Kirche im Zentrum von Los Cristianos, unten rechts mit Weihnachtsbeleuchtung.

Unser Appartment liegt mitten im Zentrum. In dem Gebäude gibt es schöne Innenhöfe und auch zwei Dachterassen.

In der zweiten Woche hatten wir ein Auto zur Verfügung und haben einen Ausflug in das Tenogebirge im Nordwesten Teneriffas gemacht und dort das malerische Bergdorf Masca besichtigt.

Auf dem Dorfplatz neben der Kirche steht ein riesiger Baum, ebenfalls ein Ficus benjamini.

Auf den folgenden Fotos sieht man Hibiskus und Zitronen.

Das ist die wunderschöne alte Kirche von Masca.

In der folgenden Galerie (draufklicken und durchblättern) habe ich noch weitere Bilder von Masca zusammengestellt.

Unser nächster Ausflug ging ins Teidegebiet. Schon im Jahr 1954 wurde auf Teneriffa die Landschaft um den zentralen Vulkan zum Nationalpark erklärt, dieser trägt den Namen “ Las Cañadas del Teide“ oder „Parque Nacional del Teide“. Der Park hat einen Durchmesser von circa 17 km in der sich der Teide mit seinem hohen Gipfel erhebt. Der Pico del Teide ist der dritthöchste Vulkan der Welt. Für die Ureinwohner Tenriffas, den Guanchen, war der Teide ein heiliger Berg, in dem eine Gottheit wohnte. In der Sprache der Guanchen hieß der Vulkan „Echeyde“ (El Teide ist die spanische Bezeichnung). Er bezeichnet die Wohnung des bösen Dämonen Guayota, welcher der Legende nach den Sonnengott Magec eingefangen hatte und im Echeyde gefangen hielt, so heißt es bei Wikipedia.

Diese Landschaft, die zum Teil wie eine Mondlandschaft aussieht, hat mich sehr beeindruckt.

Die Cañadas liegen 2100 m hoch, dort ist es deutlich kühler, ca 10 °C weniger. Hier gibt es Wandermöglichkeiten, Aussichtspunkte und auch Gastronomie. Sogar eine Kirche haben wir gesehen. Dort oben hatten wir Glück mit dem Wetter, es gab beste Sicht auf den Teide und die ihn umgebende Landschaft.

 

Die Roques de Garcia sind eine Felsformation im Teidegebiet. Der bekannteste der bizarr geformten Türme aus vulkanischem Gestein ist der Roque Cinchado, der auch Steinerner Baum oder Finger Gottes genannt wird und als Wahrzeichen der Insel gilt.

In der folgenden Galerie sind noch weitere Fotos von den Cañadas zu sehen.

Auf dem Weg durch die Cañadas haben wir mittags in dem Lokal „El Papillon“ Rast gemacht und Tapas gegessen. Als Dessert gab es Karamellpudding mit Sahne. Köstlich. 🙂 

Danach sind wir noch an verschiedenen Aussichtspunkten gewesen.

Interessante Gesteinsschichten.

Blick ins Orotavatal in Richtung Meer.

Da wir von dem Teide nicht genug bekommen, sind wir am nächsten Tag wieder los und durch die Cañadas gefahren. Diesmal war die Sicht nicht so gut, der Vulkan hatte sich in Wolken gehüllt. Wir waren auf der Durchreise und wollten in den Norden nach Orotava und Puerto de la Cruz. In Orotava haben wir einen Bummel durch die Altstadt gemacht. Dort kann man gut erhaltene Kolonialbauten aus dem 18. Jahrhundert sehen.

Besonders erwähnenswert sind die Holzbalkone der alten Häuser.

Blick von Orotava in Richtung Puerto de la Cruz.

Wunderschöne exotische Blüte.

Anschließend sind wir durch das Orotavatal zur Nordküste, nach Puerto de la Cruz gefahren.

Dort waren wir in einem botanischen Garten, dem Jardin de Botanico, genauer: Jardin de Aclimatacion de La Orotava. Es ist eine sehr schöne Anlage mit exotischen Pflanzen. Einige davon sind nur auf Teneriffa beheimatet. Insbesondere haben mich die Bäume mit den hängenden Ästen und Wurzel beeindruckt. Sie gehören zu den großblättrigen Feigenbäumen (Ficus macrophylla) und sehen aus, als wären sie nicht von dieser Welt.

Weitere Bilder vom Botanischen Garten gibt es in der folgenden Galerie.

Ein Spaziergang am Strand von Los Cristianos in Richtung Playa de las Americas. Foto links oberen: Blick auf Gomera. Foto rechts: Playa de las Americas. Fotos unten: Hibiskushecken.

Unseren letzten Ausflug haben wir zu den Pyramiden von Güímar gemacht. Diese  sechs Pyramiden sind rechteckig langgestreckt und wurden terassenförmig aus Lavasteinen aufgeschichtet. Es gibt eine astronomische Ausrichtung zur Sonne während der Sommer- und Wintersonnenwende. Der Hauptkomplex der Pyramiden wurde so ausgerichtet, dass die Plattformen bei Tag- und Nachtgleiche gen Sonnenuntergang weisen. Überlieferungen der Einheimischen sowie alte Darstellungen zeigen, dass solche Pyramiden (auch Morras, Majanos, Molleros oder Paredones genannt) einst an vielen Orten der Inseln zu finden waren, jedoch im Laufe der Zeit häufig abgerissen und als billiges Baumaterial genutzt wurden. In Güímar selbst gab es ursprünglich neun Pyramiden, von denen heute nur noch sechs erhalten sind. Desweiteren wurde unter der Seitenkante einer der Pyramiden eine natürliche Lavahöhle entdeckt, die zugemauert war und Funde aus der Guanchenzeit erbrachte. Da die Pyramide stratigraphisch über der Höhle liegt, lassen sich aus den in die Zeit zwischen 600 und 1000 n. Chr. datierten Guanchenfunden nur Schlüsse für die Höhlennutzung ziehen. Die Pyramiden können aufgrund der gefundenen jüngeren Importkeramik nicht älter als aus dem 19. Jahrhundert sein, so heißt es bei Wikipedia.

Die Guanchen, siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/Guanchen bei Wikipedia, sind die Ureinwohner Teneriffas, die sich über 100 Jahre (Ende des 15. Jahrhunderts) gegen die Invasion gegen die Spanier behauptet haben. Guanch bedeutet Mensch und Che steht mit dem Teide in Verbindung. Der Name Guanche bedeutet also Mensch bzw. Volk vom Teide. Die ältesten Funde von menschlichen Siedlungen auf Teneriffa stammen aus dem 10. Jahrhundert v. Christus. Auf dem linken Foto ist ein Guanche zu sehen.

Die Guanchen hatten ein steinzeitliches Dasein und wohnten in Höhlen und lebten von der Jagd, Viehzucht und einfacher Landwirtschaft. Es wurde Gerste angebaut und geröstet und zu Gofio verarbeitet, einem Grundnahrungsmittel, das bis heute verzehrt wird. Die Sprache der Guanchen ist durch einige Ortsnamen und Bezeichnungen für endemische Pflanzen erhalten. Sie unterschied sich grundsätzlich von den Sprachen, die von den Altkanariern auf den anderen Inseln gesprochen wurden. Bei den Guanchen war es Brauch, ihre Toten einzubalsamieren und zu mumizifieren.

Thor Heyderdahl aus Norwegen (1914-2002) siehe Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Thor_Heyerdahl hatte sich für den Erhalt der Pyramiden von Güímar eingesetzt und 1998 ein Gelände von über 64.000 m² geschaffen, den Parque Etnográfico Pirámides de Güímar und ein Museum, verschiedenen Park-Routen und thematische Gärten errichtet. In diesen Gärten wachsen zum Teil Pflanzen, die es nur auf Teneriffa gibt. Heyderdahl verglich die Pyramiden von Güímar, Mexiko und Ägypten sowie den Totenkult mit der Mumifizierung und kam zu dem Schluss, dass es Kontakt zwischen den Völkern gegeben haben muss. Er brachte die Theorie auf, dass schon frühzeitig eine Überquerung des Ozeans stattgefunden haben muss.

Um seine Hypothese bezüglich des Kontaktes zwischen den alten Zivilisationen zu beweisen, führte er mit Hilfe ursprünglicher Schiffsmodelle transozeanische Expeditionen durch. Mit einem Floß namens Kon Tiki versuchte er 1947 die Überquerung des Pazifiks und gewann für seinen Dokumentarfilm einen Oskar. Dann baute er ein Boot aus Binsen und überquerte mit dem Binsenschiff Ra II 1970 den Atlantischen Ozean und mit dem Binsenschiff Tigris 1977-78 den Indischen Ozean. Auf dem Foto unten rechts ist, neben dem Baum, das Museum mit dem Binsenschiff Ra II zu sehen.

Der norwegische Forscher interessierte sich auch u.a. für die Galapagos-Inseln, die Osterinseln, die Maledieven und die Pyramiden von Túcume in Peru, wo er archäologische Studien durchführte.

Pyramiden von Güímar

Pflanzen in der Anlage.

weitere beeindruckende Pflanzen.

Diesen Kaktus finde ich besonders niedlich 🙂 

Auch die Skulpturen in dieser Anlage sind interessant.

In der folgenden Galerie sind noch weitere Fotos zu sehen. Einfach drauf klicken und durchblättern.

Im Anschluss sind wir noch in das kleine Hafenstädtchen gefahren, um in einem Lokal zu Mittag zu essen. Puertito de Güímar.

Zum Abschluss hier noch zwei Fotos von Los Cristianos.

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Hermann Hesse Ausstellung in Wedel

Vor zwei Wochen war ich in Wedel, um die Hermann Hesse Ausstellung zu besuchen, die noch bis zum 13. Januar 2019 im Ernst Barlach Museum zu sehen ist.

Die Ausstellung findet auf drei Ebenen statt. Sie ist mit über 200 Arbeiten sehr ausführlich und detailiert, so dass man einen tiefen Einblick in das Leben und das Wesen Hermann Hesses bekommt. Hermann Hesse, 1877 geboren, war Dichter, Maler und Kultfigur. Er starb im Jahr 1962. 2018 jährten sich zum 50. Mal die Ereignisse der 68er Studentenbewegung dessen Kultfigur Hesse war. Zu diesem Anlass widmete das Ernst Barlach Museum dem Nobelpreisträger Hermann Hesse eine große Ausstellung. Siehe www.ernst-barlach.de

Es war schön, mal wieder in Wedel zu sein. So bin ich durch die Straßen in Richtung Elbe gebummelt und habe fotografiert.

Das Wahrzeichen von Wedel ist der Wedeler Roland. Siehe Fotos unten, rechts und links.

„Im Jahr 1558 wurde der Wedeler Roland als Zeichen des hoheitlichen Schutzes der Marktgerechtigkeit errichtet. Er wurde mehrfach restauriert und 1950 an die Nordseite des Marktes umgesetzt. Er symbolisierte im Zusammenhang mit dem Ochsenmarkt die Markt- und Handelsfreiheit

Die Statue selber besteht aus 32 Blöcken aus Sandstein. Das Schwert und die Kreuze auf Reichsapfel und Krone sind aus Schmiedeeisen. Die Statue ist 4,50 Meter hoch und 1,50 Meter breit. Der Sockel ist 2,20 Meter hoch.

Der Roland ist ein Standbild eines Ritters mit bloßem Schwert (Richtschwert) und gilt als Sinnbild der Stadtrechte. Rolandstatuen stehen deshalb auf Marktplätzen oder vor Rathäusern und sind vor allem in nord- und ostdeutschen Städten häufiger zu finden. Die meisten Rolandstatuen sind aus Sandstein gefertigt.“ so heißt es bei Wikipedia.

Die Wedeler Au, siehe oben, windet sich als Tiedegewässer durch die Marschlandschaft. Röhrichte, Auwälder und Marschlande säumen ihren Lauf.

„Ursprünglich war die Wedeler Marsch eine stark vom Wasser geprägte Landschaft mit ausgedehnten Grünlandflächen, die schon bei leicht erhöhten Wasserständen von der Elbe überflutet wurden. Sie war durchzogen von einem weit verzweigten System von Elbnebenarmen, Prielen und Gräben, geprägt vom täglichen Rhythmus der Gezeiten. Von 1976 bis 1978 entstand der neue Landesschutzdeich unmittelbar an der mittleren Hochwasserlinie der Elbe. Zudem wurden die Mündungen der Elbnebenflüsse und -arme durch Sperrwerke gesichert. Die Folge: Der Einfluss von Ebbe und Flut auf das Gebiet nahm deutlich ab.

Heute sind allein die außendeichs gelegenen Flächen als Reste der einst großflächigen Auenlandschaft geblieben und größtenteils als Naturschutzgebiete ausgewiesen – darunter auch die Haseldorfer Binnenelbe mit Elbvorland, die mit 2.160 Hektar eines der größten Naturschutzgebiete Schleswig-Holsteins ist und direkt an die Wedeler Marsch grenzt. “ so ist es auf der Nabu website beschrieben. https://hamburg.nabu.de/natur-und-landschaft/wedeler-marsch/06937.html

Der Deich wird auch von vielen Spaziergängern genutzt.

Ich mag diese Landschaft.

An der Elbe mit Schulauer Fährhaus.

Das Wetter war traumhaft und es waren viele Menschen unterwegs. Und viele Möwen.

Jetzt zeige ich noch ein paar Fotos von dem Hafen und der Elbe.

Spaziergang durch das angrenzende Gewerbegebiet.

Das folgende Bild habe ich an einer Mauer entdeckt. Es gefällt mir sehr. Es ist ein Mondfisch.

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Meersburg am Bodensee

Hier in Hamburg wird es zunehmend kälter und ungemütlicher. Ein Grund, sich den Urlaubsbildern zu widmen und sie in einem Beitrag in meinem Blog einzufügen. Im Sommer vor zwei Jahren habe ich Urlaub am Bodensee gemacht. Eine Freundin von mir ist dorthin gezogen und ich habe schon zweimal die Gelegenheit genutzt, dort Urlaub zu machen. Die Bodenseeregion ist wunderschön mit vielfältigen Möglichkeiten der Urlaubsgestaltung.

Heute möchte ich über Meersburg schreiben, das am nördlichen Ufer des Bodensees liegt. Die Stadt hat einen südlichen Flair und ist in Ober- und Unterstadt aufgeteilt. Sie ist nicht sehr groß, hat knapp sechstausend Einwohner, aber es macht Spaß durch die engen Gassen zu bummeln und die bunten Häuser zu bewundern.

Nach Meersburg bin ich mit dem Schiff gefahren, das von Friedrichshafen aus gestartet ist.

Die Burg Meersburg ist um 640 von dem Merowingerkönig Dagobert I erbaut worden. Urkundlich erwähnt wurde die Burg jedoch erst 1147. Mitte des 13. Jahrhunderts war die Burg im Besitz der Fürstbischöfe von Konstanz. Wer sich näher mit der Geschichte der Burg beschäftigen möchte, dem sei der Beitrag hierzu bei Wikipedia zu empfehlen.

„Der Sammler mittelalterlicher Schriften und Bücher Joseph von Laßberg erwarb die Meersburg nach langwierigen Verhandlungen für 10.000 Gulden im Februar/März 1838 von der Domänenkammer in Karlsruhe und zog am 7. September 1838 mit seiner Frau Maria Anna von Droste zu Hülshoff, auch Jenny genannt, und seinen Zwillingskindern ein. In dem gewölbten hellen Saal, dem ehemaligen Archiv, bewahrte er seine Sammlung auf, im anschließenden runden Raum (Turmzimmer) richtete er sein Studien- und Schreibzimmer ein. Von Laßberg rettete das Alte Schloss durch seinen Kauf vor dem Verfall.

Im Jahr 1841 zog Jennys Schwester Annette von Droste-Hülshoff in die Burg und verbrachte dort einen Teil ihrer letzten acht Lebensjahre. Sie war eine deutsche Schriftstellerin sowie Komponistin und gilt als eine der bedeutendsten deutschen Dichterinnen. Der Burg hat sie das Gedicht von 1841/42 „Das Alte Schloss“ gewidmet. Sie verstarb am 24. Mai 1848 auf der Burg.

Das alte Schloß
 
Auf der Burg haus‘ ich am Berge,
Unter mir der blaue See,
Höre nächtlich Koboldzwerge,
Täglich Adler aus der Höh‘,
Und die grauen Ahnenbilder
Sind mir Stubenkameraden,
Wappentruh‘ und Eisenschilder
Sofa mir und Kleiderladen.
 
Schreit‘ ich über die Terrasse
Wie ein Geist am Runenstein,
Sehe unter mir die blasse
Alte Stadt im Mondenschein,
Und am Walle pfeift es weidlich,
– Sind es Käuze oder Knaben? –
Ist mir selber oft nicht deutlich,
Ob ich lebend, ob begraben!
 
Mir genüber gähnt die Halle,
Grauen Tores, hohl und lang,
Drin mit wunderlichem Schalle
O Langsam dröhnt ein schwerer Gang;
Mir zur Seite Riegelzüge,
Ha, ich öffne, laß die Lampe
Scheinen auf der Wendelstiege
Lose modergrüne Rampe,
 
Die mich lockt wie ein Verhängnis,
Zu dem unbekannten Grund;
Ob ein Brunnen? ob Gefängnis?
Keinem Lebenden ist’s kund;
Denn zerfallen sind die Stufen,
Und der Steinwurf hat nicht Bahn,
Doch als ich hinab gerufen,
Donnert’s fort wie ein Orkan.
 
Ja, wird mir nicht baldigst fade
Dieses Schlosses Romantik,
In den Trümmern, ohne Gnade,
Brech‘ ich Glieder und Genick;
Denn, wie trotzig sich die Düne
Mag am flachen Strande heben,
Fühl‘ ich stark mich wie ein Hüne,
Von Zerfallendem umgeben.

Nach dem Tod von Joseph von Laßberg im Jahr 1855 ging die Burg zu je einem Viertel an seine Erben Jenny, Karl, Hildegard und Hildegund. Letztendlich verkauften die Zwillingstöchter Hildegard und Hildegund 1877 das Alte Schloss für 12.000 Mark an den Münchner Carl Mayer von Mayerfels, der ein Mittelaltermuseum einrichtete. Nach dem Tod des von Meyerfels im Jahr 1883 ging das Schloss an seine Witwe, dann 1910 an seine Tochter und nach deren Tod 1939 an deren Tochter Maria Naeßl, geb. von Miller. 1973 wohnte dort Wilderich von Droste zu Hülshoff. Bis heute ist die Burg in Privatbesitz und dient – neben dem für Besucher zugänglichen Museum – den Erben als Wohnsitz.“ so heißt es bei Wikipedia.

Es gibt dort auch ein Burgcafé (siehe die beiden Fotos oben), ich liebe diese alten Mauern. Draußen auf der Terrasse hat man einen schönen Ausblick über den See. Man kann die Schiffe beobachten die in Richtung Mainau fahren oder den Blick über die Stadt genießen.

In Meersburg am Hafen kann man den Heiler sehen. Ich nenne ihn so, weil er auf der Weltkugel steht und heilend seine Arme ausstreckt. Richtig heißt es jedoch die „Magische Säule auf der Hafenmole“ und wurde von dem Künstler Peter Lenk geschaffen, der auch die Imperia in Konstanz gestaltet hat. Er setzt damit die Reihe seiner Kunstwerke an den Schiffsanlegestellen des Bodensees fort. In diesem filigranen Werk werden Begebenheiten und Persönlichkeiten mit Bezug zur Meersburger Stadtgeschichte dargestellt.

Hier sind noch weitere Fotos von Meersburg.

Ich bin gerne in Meersburg und kann einen Ausflug dorthin sehr empfehlen. Meersburg bzw. der Bodensee ist auf jeden Fall eine Reise wert.

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Hamburger Stadtpark

Am Wochenende haben wir einen Spaziergang durch den Stadtpark gemacht. Dabei sind wir in verschiedene Bereiche gekommen, in denen ich jahrelang nicht gewesen bin. Ich hatte in den letzten Jahren nur meine altbekannte Runde gedreht, war an der großen Wiese, am Stadtparksee, im Biergarten am Landhaus Walter oder am Planetarium gewesen.

Der Rest des Stadtparks war wie ausgeblendet. Dabei gibt es so schöne Ecken dort, wie zum Beispiel die alte Rosengärten.

Der Bereich mit den tanzenden Mädchen.

Der Pinguinbrunnen in dem Blutbuchenrondell.

Auch der alte Baumbestand begeistert mich.

und die wunderschönen Pflanzen.

Es gibt auch Pilze.

Auf der Website http://stadtparkhamburg.de/anfahrt-stadtparkplan.html gibt es einen übersichtlichen Stadtparkplan als pdf-Datei, den man sich herunterladen kann.

Der Stadtpark Hamburg ist ein 148 Hektar großer Park, der 1914 eröffnet wurde. Das Sierische Gehölz war der Grundstock für den Stadtpark. Dieses 35 Hektar große Areal befindet sich um das Planetarium herum und war früher der Privatforst von Adolph Sierich. Dieser war im vorletzten Jahrhundert Goldschmied und Großgrundbesitzer in Hamburg-Winterhude.

Im Stadtpark befinden sich verschiedene Bauwerke wie zum Beispiel das Planetarium, Das Landhaus Walter, in dem sich der auch der Downtown Bluesclub befindet, und die Trinkhalle. Dort wurde früher Heilwasser ausgeschenkt, jetzt ist es ein Café.

Im Stadtpark gibt es viele Kunstwerke. Der frühere Direktor der Hamburger Kunsthalle, Alfred Lichtwark setzte sich für die Kunst im Stadtpark ein. Er wollte Skulpturen einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen. Die Auflistung der Skulpturen im Stadtpark durch die Umweltbehörde umfasst 22 Kunstwerke (Stand 2001). Drei davon wurden nach dem Zweiten Weltkrieg angeschafft. Auf der Übersichtskarte des Hamburger Stadtparks an den Parkeingängen sind die Standorte der Skulpturen durch Nummern in einem blauen Punkt lokalisiert, so heißt es bei Wikipedia.

Adam und Eva, sowie Diana auf der Hirschkuh. Zu sehen in den Rosengärten.

Badende Frauen.

Das Walroß am Kinderplantschbecken mit dem angrenzenden Spielplatz.

Der Stadtpark besteht aus einer großen Festwiese, auf der im letzten Jahr das Rolling Stones Konzert stattgefunden hat sowie verschiedene abgegrenzte Themenbereiche wie z.B. das Kinder-Plantschbecken mit Spielwiese, die Jahnkampfbahn, wo in den zwanziger Jahren große Sportwettkämpfe stattfanden, der Stadtparksee, die Freilichtbühne und natürlich die verschiedensten Gärten wie z.B. Rosengarten, Steingarten, Rondellgarten und weitere architektonische Gärten. Diese Auflistung ist nicht vollständig, da ich nicht alle Bereiche kenne.

Der Stadtparksee und Uferpromenade.

Einer der schönsten Plätze im Stadtpark ist für mich die Liebesinsel, von der man einen schönen Blick auf den Stadtparksee hat. Sie lädt zum Ausruhen ein, es gibt dort aber auch ein Bootsverleih für sportliche Aktivitäten.

Außerdem gibt es im Stadtpark auch viele Gelegenheiten, Speisen und Getränke zu sich zu nehmen. Nette kleine Cafés, die aus alten Kiosken entstanden sind, siehe Foto links. Das Foto rechts zeigt einen Esskastanienbaum mit Früchten (Maronen).

Es gibt auch größere gastronomische Betriebe wie Landhaus Walter, den angrenzenden Biergarten, in dem in den Sommermonaten Livemusik gespielt wird und nicht zuletzt das ehemalige Schumachers am Stadtparksee, das jetzt Sierich´s Biergarten heißt, welches mit der schönsten Aussicht auf den Sonnenuntergang warb.

Im Stadtpark gibt es viele Möglichkeiten der Freizeitgestaltung, ob ruhig mit viel Muße, oder gesellig, spielerisch nicht nur für Kinder, es ist für jeden etwas dabei. Der Stadtpark ist eine wunderschön gestaltete und gepflegte Freizeitoase. In diesem Jahr ist mir insbesondere die kreative und schöne Beflanzung aufgefallen. Da hat sich mal jemand Gedanken gemacht und es auf die Beete im Park umgesetzt. Es gefällt mir außerordentlich gut. Siehe folgendes Foto.

Ein Besuch im Stadtpark lohnt sich auf jeden Fall. Und nicht nur die Hamburger sind begeistert von dem Stadtpark.

Zum Abschluß zeige ich noch ein Foto von einer kleinen Rose, die ich im Rosengarten entdeckt habe.

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Ausflug an die Ostsee

Letzten Sonntag haben wir einen Ausflug an die Ostsee gemacht. Wir hatten feinstes Sommerwetter, sonnig und warm. Zunächst sind wir zu der Straussenfarm Ostseeblick gefahren, die in Hohenfelde im Kreis Plön, liegt. Siehe auch hierzu die Website www.straussenfarm-ostseeblick.de

Von hier hat man tatsächlich einen schönen Blick auf die Ostsee.

Es gibt neben den Ställen auch die Kükenaufzucht und die Aussengehege, wo ca. 170 Tiere leben.

Küken.

Die Tiere erinnern mich immer an die Dinosaurier in dem Film „Jurassic Park“. Insbesondere wenn sie laufen, ihr Gang, aber auch der Anblick ihrer Füße.

​Sie sehen wirklich zu putzig aus.

Männchen, Weibchen und Eier im Brutschrank.

Der Hof hat eine eigene Schlachterei und bietet in einem Hofladen unter anderem diverse Straussenprodukten an. Außerdem gibt es ein Bistro, in dem man Gerichte mit Straussenfleisch ?? bekommt. Dort haben wir Cheeseburger ?? gegessen, die mit Brätlingen aus Straussenfleisch gemacht sind. Man kann aber auch Straussensteak und sogar Wiener Würstchen aus Straussenfleisch essen. Das Fleisch ist dunkler als Rindfleisch, aber zart und saftig.

Strausse gehören zu den größten Vögeln der Welt. Es war schon ein außerordentliches Erlebnis, den Rundgang auf dem Wanderweg der Straussenfarm zu machen. Sie sind sehr neugierig und kommen sofort auf einen zu.

Zum Glück befinden sie sich in Gehegen und Stallungen und sind somit durch Zäune und andere Begrenzungen von den Besuchern getrennt. Diese faszinierenden Tiere sind zwar flugunfähig, doch mit ihrer Größe von bis zu 2,50 m sind sie sehr beeindruckend. Die Männchen sollen in der Brutzeit recht aggressiv das Gelege verteidigen.

Hier sind zwei Fotos von männlichen Tieren. Der linke scheint schlecht gelaunt zu sein.

Auf der Website der Straussenfarm gibt es noch mehr Informationen über diese Tiere:

Straussen-Info:

„In der Regel werden 2 Hennen mit einem Hahn als Zuchttrio gehalten. Dieses Trio legt dann in einer Legesaison (März bis September) 40 – 80 Eier in eine Nestmulde, die der Hahn irgendwo im Gehege oder im Stall ausbuddelt.
Der Legeabstand zwischen 3 Eiern beträgt mindestens 2 Tage, die Eier haben dann ein Gewicht von 1,2 bis 2 kg.
Sie werden täglich eingesammelt, bis zu 2 Wochen aufbewahrt und dann in den Brutschrank gelegt. Würde man die Eier nicht einsammeln, so könnte es sein, dass die Hennen bei ca. 15 bis 20 Eiern im Nest das Legen einstellen und das Trio mit der Brut beginnt, wobei der Hahn in der Nacht und die Haupthenne am Tag brütet. Die Brutdauer beträgt 42 Tage.

Die Küken haben ein Geburtsgewicht von 700 bis 900 Gramm und sind in den ersten zwei Lebenswochen sehr empfindlich. Wenn sie aus dieser Phase heraus sind und mit einem Alter von ca. 10 Tagen richtig fressen, kann man sie wachsen sehen. Bei der Geburt sind sie ca. 25 cm groß, mit 6 Monaten haben viele die 2-metermarke überschritten. In den ersten Wochen sind sie gegenüber Nässe empfindlich, Kälte macht ihnen weniger aus, es darf nur der Unterleib nicht auskühlen, weil die Verdauung dann nicht mehr richtig funktioniert.

Der Blauhalsstrauß:
Der Blauhalsstrauß gehört zur Familie der ca. 2,5 m großen und bis zu 150 kg schweren Strauße. Die Männchen zeichnen sich durch eine schwarz-weiße, die Weibchen durch eine grau-braune Färbung aus. Mit nur 2 Zehen ist der Blauhalsstrauß flugunfähig und somit mit einer Geschwindigkeit von bis zu 65 km/h extrem ans Laufen angepaßt.

Der Lebensraum des Blauhalsstraußes befindet sich in den Gras- und Busch-Savannengebieten von Südafrika.“ so heißt es auf der Website.

Mir hat es auf der Straußenfarm sehr gut gefallen. Dort ist eine angenehme und enstpannte Atmosphäre, die Mitarbeiter sind sehr freundlich und zuvorkommend.

Es gibt da auch meine Lieblingsblumen. Wildrosen und Stockrosen.

Anschließend sind wir noch in Richtung Kiel gefahren und waren in Laboe am Strand. Von dort hat man einen schönen Ausblick auf die Kieler Förde.

Hier kann man auch große Schiffe beobachten.

In Laboe ist auch das Marine-Ehrenmal, das mit seinem 85 Meter hohen Turm nicht zu übersehen ist.

„Ursprünglich dem Gedächtnis der im 1. Weltkrieg gefallenen Angehörigen der Kaiserlichen Marine gewidmet, wurde das Ehrenmal nach dem 2. Weltkrieg am 30. Mai 1954 durch den Deutschen Marinebund (DMB) übernommen und zur Gedenkstätte für die auf See Gebliebenen aller Nationen und zugleich zum Mahnmal für eine friedliche Seefahrt auf freien Meeren.“ so heißt es auf der Website von Laboe, siehe unter https://www.laboe.de/marine-ehrenmal.html

Das U-Boot U 995 das auch von innen besichtigt werden kann, wurde 1972 als technisches Museum und Denkmal am Strand direkt vor dem Ehrenmal aufgestellt.

Seit 2008 gehört das Marine-Ehrenmal zur Straße der Monumente, einem Netzwerk deutscher Denkmale und Erinnerungsorte.

Die Straße der Monumente ist ein auf Initiative des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig im Jahr 2008 gegründetes Netzwerk deutscher Denkmale und Erinnerungsorte. Das Ziel des Netzwerks ist es „die Erinnerungsorte als einstige Brennpunkte der Vergangenheit enger zu vernetzen und über gemeinsame Marketingmaßnahmen als Gesamtheit stärker erfahrbar zu machen“ so heißt es bei Wikipedia.

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Römischer Garten

Am Sonntag haben wir einen Ausflug in den Römischen Garten gemacht. Wir haben zunächst den 36´er Bus nach Blankenese genommen und sind dort in den 48´er Bus umgestiegen und bis zum Elbhöhenweg gefahren.  Von dort ist der Weg zum Römischen Garten ausgeschildert. Der Garten, der zum Stadtteil Blankenese gehört, ist nicht groß, aber schön gelegen und im Jugendstil gestaltet. Er wurde Ende des 19. Jahrhunderts am Südhang des Polterbergs, als italienischer Garten, angelegt.

„Der Garten ist ein kleines, terrassenförmig angelegtes Paradies. Die mittlere Ebene bildet mit der großen, zentralen Rasenfläche die „Römische Terrasse“ parallel zur Elbe. In ihrer Mittelachse ruht ein kleines Seerosenbecken, angelegt als „Spiegel des Himmels“. Besonders deutlich wird dies von der obersten Ebene aus. Eine Rundtreppe führt in eine kleine Nische mit Sitzbänken, eingelassen in eine 3-stufige, blumenbepflanzte Feldsteinmauer. Auf der gegenüberliegenden Seite betont eine charakteristische Thuja-Heckenpflanzung den südlichen Rand und inszeniert gleichzeitig den Ausblick auf die Elbe. Die Thujahecke ist wie eine Zypressen- Baumreihe angelegt,“ schreibt Hamburg.de auf seiner Website.

„Im Westen der Anlage gab es einst einen Rosengarten, an seiner Stelle findet man heute jedoch nur noch Rasenflächen. Auf der Südseite gelangt man über eine breitgeschwungene Treppe zu dem Freilicht-Hecken-Theater, das 1924 eingeweiht wurde. Eine kreisförmige Rasenfläche wird von einer Eibenhecke umgeben, die durch geschickte Versetzung damals den Zu- und Abgang der Akteure zuließ. Im Theater haben über 200 Besucher/innen Platz,“ so steht es auf der Website von Hamburg.de geschrieben.

Siehe auch http://www.hamburg.de/parkanlagen/3115692/roemischer-garten/

Im Garten sind schöne Pflanzen und Bäume.

Der Römische Garten ist eine Oase und wunderschön. Und das Gute ist, dass er noch nicht so überlaufen ist. Allerdings finden in den Sommermonaten Theateraufführungen im Freilicht-Hecken-Theater statt.

Vom Römischen Garten aus hatte man einen guten Ausblick auf die Elbe.

Anschließend sind wir noch zur Elbe runter gegangen.

Zum Abschluß waren wir noch am nahegelegenen Bismarckstein, ebenfalls eine Oase mit tollem Ausblick auf die Elbe.

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