Archiv der Kategorie: Ausflüge

Der Brocken im Harz

Während unseres Harz-Aufenthalts haben wir auch einen Ausflug auf den Brocken gemacht. Er ist mit 1142 m der höchste Berg Nordeutschlands.

Auf dem Brocken ist eine Wetterwarte, Sendemasten, das Brockenhaus sowie der Gipfelstein und natürlich Gastronomie. Die auf dem Berg vorherrschende Gesteinsart ist Granit.

Der Berg liegt im Naturpark Harz/Sachsen-Anhalt. Wir sind von Werningerode aus mit der Harzer Schmalspurbahn auf den Brocken gefahren.

Die Fahrt dauerte 1,5 Stunden und der Zug wurde von einer Dampflock angetrieben.  Die maximale Geschwindigkeit beträgt 40 km/h. Seit 1899 fährt die schmalspurige Bahn zum Gipfel des Bocken, ausgenommen während der Unterbrechung durch die deutsche Teilung.

Die langsame Fahrt den Berg hinauf war schon ein Erlebnis, der Zug samt Dampflock nostalgisch. Auf der Fahrt ist mir der Fingerhut (Digitalis) aufgefallen, der überall blühte.

Leider sieht man auch große Flächen mit abgestorbenen Bäumen. Es sind Fichten, die vom Borkenkäfer befallen wurden. Durch die große Hitze und Dürre im letzten Sommer waren die Bäume nicht in der Lage, ausreichend Harz zu produzieren, welches u.a. zur Abwehr des Borkenkäfers dient.

Es macht traurig, diese Baumleichen zu sehen. In der Ferne sind große braune Flächen mit abgestorbenen Bäumen zu sehen.

Oben auf dem Brocken hat man eine tolle Aussicht. Man kann auch den Wurmberg mit dem Turm auf dem rechten Foto erkennen.

Die verschiedenen Gesteinsformationen aus Granit haben Namen wie Hexenaltar und Teufelskanzel.

Auf dem Brocken gibt es Gedenksteine, die an Goethe und Heinrich Heine erinnern, die beide hier gewesen sind. Heine beschreibt in seinem Buch „Die Harzreise“ seine Wanderung auf den Brocken. So gibt es auch verschiedene Wanderwege, die nach ihnen benannt sind, sowie den Harzer Hexenstieg und den Teufelstieg, ein Weg der vom Brocken nach Bad Harzburg führt.

Der Brocken wird im Volksmund auch Blocksberg genannt und ist von vielen Sagen umwoben. Heinrich Pröhle sammelte seit 1851 Sagen und Märchen aus dem Harz. Er promovierte im Jahr 1855 in Berlin mit einer Arbeit über die Sagen des Brockens.

Seit der Zeit der Hexenverfolgungen wurden Angeklagten in den Hexenprozessen die Teilnahme an geheimen Hexenversammlungen beziehungsweise dem Hexensabbat, beispielsweise in der Walpurgisnacht, vorgeworfen. Der Brocken wurde 1540 erstmals als ein solcher Treffpunkt und als einer der Hexentanzplätze bezeichnet. Da sich die Bezeichnung „Hexe“ erst im 16. Jahrhundert verbreitete, finden sich auch ältere, dem heutigen Verständnis von Hexen sehr ähnliche Beschreibungen über unterschiedliche Gestalten, die zum „Blocksberg fahren und dort ihre Versammlung haben“. So gilt der Brocken bereits in einem Gedicht um 1300 als Sammelplatz von „Geisterwesen“. so heißt es bei Wikipedia.

Zum Schluß noch ein Foto auf dem Brocken.

Alle Fotos in diesem Blog lassen sich per Mausklick vergrößern.

Ausflug zur Einhornhöhle und zur Burgruine Scharzfels

Beide Ausflugsziele liegen in der Nähe von Bad Lauterberg im Harz, so dass wir die Besichtigung beider miteinander verbunden haben.

Wir sind zuerst zur Einhornhöhle gefahren und haben dort eine Führung mitgemacht. Das Fotografieren in der Höhle ist nicht gestattet, also habe ich nur das Haus Einhorn, ein Waldcafé mit Infozentrum und Museum, sowie die Umgebung fotografiert.

„Die Höhle befindet sich etwa 1,5 km nördlich der Ortschaft Scharzfeld im Landkreis Osterode am Harz. Die Einhornhöhle ist ein natürlich entstandener Hohlraum im Zechsteindolomit der Permzeit. Diese ca. 270 Mio. Jahre alten Gesteine des ausgehenden Erdaltertums treten gürtelförmig am südwestlichen Harzrand zutage. Die allmähliche Verwitterung des Dolomitgesteins hat seit Jahrhunderttausenden zur Entstehung von Höhlensystemen geführt.

Die Einhornhöhle ist heute die größte begehbare Höhle des Westharzes. Die Höhle hat eine Gesamt-Ganglänge von fast 700 m, die Länge der Hauptstrecke ( = Führungsweg) beträgt knapp 300 m.  Innerhalb der Hauptstrecke reihen sich mehrere großen Hallen und Dome aneinander. Sie sind durch niedrige Gänge miteinander verbunden .Aufgrund neuester Forschungsergebnisse (2014/17) wissen wir jetzt endgültig, dass der Gesamthohlraum allerdings um ein Vielfaches größer ist als die uns heute bekannte Einhornhöhle.

Jahrhunderte lang wurde die Höhle von Knochensammlern aufgesucht. Schon 1583 wurde über das Graben nach „Einhörnern“ berichtet. Die Höhle erwies sich als ergiebige Fundstelle für das als Medizin und Heilmittel begehrte Einhorn. Aber bereits im 17. Jahrhundert wurde erkannt, dass es sich bei den Knochenfunden um fossile Reste von Großsäugetieren, vor allem dem Höhlenbären, nicht aber um das sagenumwobene Einhorn handelt. Das Fabeltier, dass es leibhaftig niemals gegeben hat, war dennoch namengebend für diese Höhle.

Neben den Einhorngräbern wurde die Höhle aber bereits seit geraumer Zeit von Geowissenschaftlern und Forschern aufgesucht, so bereits von den Universalgelehrten Leibniz (1686) und Goethe (1784). Ende des 19. Jahrhunderts hat der Berliner Arzt und Anatom Rudolf Virchow hier gegraben, Hermann Löns suchte die Höhle ebenfalls auf. Die Forschungen um die letzte Jahrhundertwende hatten vor allem das Ziel, den „diluvialen Menschen“ (= Mensch des Eiszeitalters) zu finden. Dies gelang erst 1985 mit dem Fund von Steinwerkzeugen aus der Altsteinzeit. Die Ausgrabungen 1985-88 ergaben, dass die Höhle vor über 100.000 Jahren über lange Zeiträume von den Neandertalern besiedelt war“, so heißt es auf der Internetseite der Einhornhöhle. Wer näheres dazu wissen möchte, kann dem Link folgen: www.einhornhoehle.de/index.html

Die Harzer Dolomiten.

Die Natur ist wunderschön.

Im Anschluß sind wir durch das Waldgebiet hinauf zur Burgruine Scharzfels gestiegen. Die Burg wurde im 10. Jahrhundert errichtet und galt als uneinnehmbare Festung. Die Burg wurde dann während des Siebenjährigen Krieges 1761 von den Franzosen nach Belagerung erobert und anschließend gesprengt.

Von dort oben hat man einen traumhaften Blick auf die Umgebung.

Wer sich für diese Burg interessiert, dem sei dieser Link empohlen: http://burgruine-scharzfels.de/index.html#home

Dort wird in einem Video der Aufbau der Burg sowie die Historie anschaulich erklärt. Es soll im Harz über 500 Burgen/Burgruinen geben bzw. gegeben habe. Das ist beachtlich!

Auf der Burgruine Scharzfels gab es noch etwas, das mein Interesse geweckt hat.

1695 wurde in der Burg eine Frau eingekerkert. Es war Eleonore von Knesebeck, die Kammerzofe der Prinzessin Sophia Dorothea von Hannover (Prinzessin von Ahlden) war. Siehe Foto mit dem Reim, mit dem sie sich an Gott wendet, der mir wie eine kraftvolle Beschwörung vorkommt.

„Zerbrich, zerbrich Schlösser, Thüren,

starker Gott, zerschmettre Du

Riegel, Mauern, laß mich führen

Deine Engel, dass ich nu

mit Dir kann vom Felsen springen,

las´den Wächtern nicht gelingen

diese meine Flucht zu sehen.

Wie Elias las´mich gehen.“

Auf jeden Fall gelingt ihr die Flucht 1697 aus dem Kerker von der Felsenburg mit Hilfe des Dachdeckers Hans Veit Rentsch und ihrer Familie. Das finde ich sehr beeindruckend!

Hier noch zwei weitere Fotos von der Burgruine
Alle Fotos in diesem Blog lassen sich per Mausklick vergrößern.

Baumwipfelpfad Bad Harzburg

Im Urlaub waren wir auch auf dem Baumwipfelpfad in Bad Harzburg. Der Pfad führt mit einer Länge von 1000 m auf einer Höhe von über 20 Metern durch die alten Baumkronen des Kalten Tals am Fuße des Burgbergs.

Von dort oben hat man eine tolle Aussicht und eine neue Sicht auf die Natur aus einer ganz anderen Perspektive. Das hat mir sehr gut gefallen, ich war bislang noch nicht auf einem Baumwipfelpfad gewandelt.

Auf dem Pfad sind 52 Erlebnisstationen. Man erfährt Informatives zur Holzwirtschaft, Natur und Umwelt. Es gibt auch eine Geologiestation, die anhand einer Felswand die Gesteinsschichten des Harzes erklärt.

Auch die Geschichte des Harzes wird mit Hilfe der Kiepenfrau Wally erzählt. Sie berichtet, wie das Leben der als Harzer Kamele bekannten Frauen war.

Kiepenfrau Wally Klangerlebnis Wassersäule

Auf dem Pfad gibt es verschiedene Bereiche zum Ausruhen und sogar eine Wipfelbar.

In der 300m langen Eingangskrone des Baumwipfelpfades befinden sich 15 Stationen, die Themen wie die Entstehung des Universums, der Erde und des Lebens behandeln.

Weitere Highlights sind der 11m lange Glassteg und die 30m lange Hängebrücke. Der Baumwipfelpfad ist barrierefrei und kann somit auch von Rollstuhlfahrern etc genutzt werden.

Es gibt verschiedene Führungen und Veranstaltungen auf dem Pfad, sogar heiraten kann man dort. Wer sich näher informieren möchte, der schaue unter dem Link www.harzventure.de/2018/01/baumwipfelpfad-harz/

Alle Fotos in diesem Blog lassen sich per Mausklick vergrößern.

Braunlage

In unserem Harzurlaub haben wir in einer Ferienwohnung in Braunlage gewohnt. Diese war in einer Sackgasse ruhig gelegen, so dass kein Straßenlärm zu hören war. Die Wohnung lag außerdem nach hinten raus, zum Garten unserer Vermieter, so dass wir morgens nichts als Vogelgezwitscher hören konnten.

Auf eigener Terrasse konnten wir uns ausruhen und den Garten genießen. Das war sehr erholsam. Während der Stress abfällt, merkt man erst wie laut und anstrengend es ist, in einer Großstadt wie Hamburg zu leben

Wir hatten uns mit Braunlage einen zentralen Ort ausgesucht, von dem die Sehenswürdigkeiten, die wir uns ansehen wollten, in einem Umkreis von bis zu 35 km entfernt lagen. Das war natürlich optimal. Aber selbst Braunlage hat uns gut gefallen. Von unserer Ferienwohnung bis zum Zentrum waren es gut 20 Minuten zu Fuß. Wir sind nicht über die Hauptstraße dorthin gelangt, sondern sind über Straßen und Felder bergab ins Zentrum gegangen.

Blumenwiese

Auf dieser Strecke waren schöne Häuser mit wunderschönen Gärten zu sehen.

Braunlage ist ein Luftkurort im Harz südlich des Brockens im Landkreis Goslar in einer Höhenlage von 550 m ü. NN gelegen, sowie mit 971 m ü. NN auf dem Wurmberg, deren Seilbahnstation sich direkt im Zentrum befindet. Sowohl im Sommer als auch im Winter bietet Braunlage und Umgebung vielfältige Möglichkeiten für Freizeitaktivitäten wie Wandern, Radfahren, Rodeln, Ski fahren etc. Auch für kurze oder längere Spaziergänge gab es viele Möglichkeiten.

Im Zentrum

Trinitatiskirche

In dem Nahe gelegenen Wald haben wir einen Spaziergang auf dem Naturmythenpfad gemacht, wo an einzelnen Stationen die Mythen von Wolf, Elfen und Naturwesen bis hin zum Weltenbaum Yggdrasil anschaulich dargestellt und erklärt wurden. Das Waldgebiet gehört zum Nationalpark Harz. Wer sich dafür interessiert, kann mal unter www.nationalpark-harz.de/de/natur-erleben/natur-erlebnispfade/naturmythenpfad/ schauen. „Mythen gehören wie Sagen und Märchen zum ältesten Kulturgut der Menschen. Sie geben Einblick in seine Gedanken und Gefühle und drücken aus, wie er sich seine Umwelt erklärte. Unser „mythisches Erbe“ erlaubt uns einen Blick auf das Verhältnis von Mensch und Natur im Laufe der Geschichte.“ so heißt es auf der o.g. Webseite. Mir hat der Naturmythenpfad sehr gut gefallen. Ich hatte das Gefühl, dass die einzelnen Themen mich so berührten, so dass ich eine tiefe Verbindung zur Ursprünglichkeit, zur Urquelle bekam. Das war sehr kraftvoll.

Glockenblumen

Wir sind haben uns nach unserer Ankunft in der Tourist Information nach Ausflugsmöglichkeiten erkundigt. Dort wird man von kompetenten und freundlichen Mitarbeitern gut beraten und es gibt viel Informations- und Kartenmaterial. Hier ist der Link zu ihrer Webseite: www.braunlage.de/service/urlaubsberatung-fuer-braunlage/tourist-information.html

Spaziergang durch Braunlage

Ganz besonders hat mir der Kurpark in Braunlage gefallen, der mir schon vor dem Urlaub von Ortskundigen empfohlen wurde. Dennoch war ich überrascht von diesem schön gestalteten Park mit See, Wäldchen und Aussichtspunkt.

Dort ist das Denkmal von Johann Georg von Langen aufgestellt, der Oberförstermeister und Begründer des Kartoffelbaus bei Braunlage, der Spiegelhütte in Grünenplan sowie der Porzellanfabrik in Fürstenberg war. Nach ihm ist auch eine Straße in Braunlage benannt.

Neben guten Einkaufsmöglichkeiten und den oben genannten Aktivitäten gibt es sicher noch andere Sehenswürdigkeiten und zahlreiche Veranstaltungen in Braunlage. Hier ist ein Link zur Webseite von Braunlage: www.braunlage.de/

Alle Fotos in diesem Blog lassen sich per Mausklick vergrößern.

 

Der Wurmberg im Harz

Der Wurmberg im Harz/Braunlage ist mit 971 m der höchste Berg in Niedersachsen und bietet nicht nur im Winter eine vielfältige Freizeitgestaltung.  Wir sind mit der Seilbahn hochgefahren. Die Fahrt alleine war schon ein Erlebnis, weil wir so etwas wie Seilbahnen und Skilifte im hohen Norden nicht kennen.

Von dort oben hatten wir einen schönen Überblick. Links: Blick auf den benachbarten Brocken.

Der Gipfel war mit verschiedenen Elementen und Freizeitangeboten sowie Gastronomie sehr schön gestaltet.

Auf dem Berg waren es einige Grade kühler, die Sonnenstrahlung war dafür intensiver.

Oben auf dem Berg ist ein künstlich angelegter See, der für die Schneeproduktion für den Wintersport dient.

Es gibt verschiedene Pflanzen auf dem Berg.

Und Ziegen in einem Gehege.

Neben der Wurmberg Alm befindet sich der Ski Lift.

Weitere Bilder vom Gipfel. Links: eine alte Kutsche bei der Wurmberg Alm. Rechts: die Wurmberseilbahn.

Neben Spazier- und Wanderwegen gibt es auf dem Wurmberg auch ein Bikepark sowie die Möglichkeit, mit Monsterrollern (überdimensionierte Roller) die Abfahrt zu wagen. Die Roller sowie Räder kann man u.a. an der Talstation mieten und nach oben auf den Berg transportieren lassen.

Wer sich über die vielfältigen Möglichkeiten informieren möchte, dem sei die Website www.wurmberg-seilbahn.de empfohlen.

Alle Fotos in diesem Blog lassen sich per Mausklick vergrößern.

 

 

Konstanz am Bodensee

Während meines Urlaubs am Bodensee vor zwei Jahren, besuchte ich auch Konstanz, die größte Stadt am Bodensee, die als einzige deutsche Stadt an der oberen Seeseite liegt und an die Schweiz grenzt. Es macht Spaß durch die Stadt zu bummeln und die schönen Häuser zu betrachten.

Die Altstadt von Konstanz ist besser erhalten als die in vielen anderen Städten Deutschlands, unter anderem weil sie weder im Dreißigjährigen Krieg noch im Zweiten Weltkrieg nennenswert beschädigt wurde. Bei Fliegerangriffen tat die Stadt so, als würde sie zur angrenzenden Schweiz gehören und löschte bei den Bombenangriffen nicht das Licht. Die Bauten aus dem Mittelalter, die Blütezeit von Konstanz, sind daher noch vielfach erhalten.

Marktstätte mit dem Kaiserbrunnen.

Und weitere Bilder von der Altstadt.

Schöne alte Häuser.

Ich bin mit dem Schiff der Bodenseeschifffahrt dorthin gefahren, in der Hafeneinfahrt von Konstanz steht die „Imperia“, das Wahrzeichen der Stadt. Siehe Fotos unten rechts und links.

Die „Imperia“ wurde, genau wie die „Magische Säule“ (Foto Mitte) in Meersburg von dem Künstler Peter Lenk (Bildhauer) erschaffen. Er stellt auf satirische Art von ihm empfundene gesellschaftliche Missstände dar.  Von ihm stammt auch das Triptychon „Ludwigs Erbe“, welches am Rathaus in Ludwigshafen zu sehen ist. Es erregte bundesweite Aufmerksamkeit, da das Relief bekannte Politiker nackt darstellt.

Auch die Statue der Imperia erregte großes Aufsehen, als sie 1993 in der Hafeneinfahrt von Konstanz aufgestellt wurde. Sie erinnert satirisch an das Konzil von Konstanz (1414–1418). Imperia ist eine üppige Kurtisane, mit einem tiefen Dekolleté und ein Umhang, der nur von einem Gürtel notdürftig geschlossen wird und ihr damit eine erotische Ausstrahlung verleiht.

„Auf ihren erhobenen Händen trägt sie zwei zwergenhafte nackte Männlein. Der Mann in ihrer rechten Hand trägt auf seinem Haupt die Krone eines Königs und hält einen Reichsapfel in der Hand; die Figur in ihrer Linken trägt eine päpstliche Tiara und sitzt mit übereinander geschlagenen Beinen. Es ist nicht eindeutig, ob die Figuren Porträts von den Machthabern zur Zeit des Konstanzer Konzils, Kaiser Sigismund und Papst Martin V. darstellen, oder ob sie allgemein als Personifikationen die weltliche und geistliche Macht repräsentieren sollen. Der Künstler selbst sieht sie als nackte Gaukler, die sich die Insignien der Macht widerrechtlich aufgesetzt haben.

„… Es handelt sich bei den Figuren der Imperia nicht um den Papst und nicht um den Kaiser, sondern um Gaukler, die sich die Insignien der weltlichen und geistlichen Macht angeeignet haben. Und inwieweit die echten Päpste und Kaiser auch Gaukler waren, überlasse ich der geschichtlichen Bildung der Betrachter. …“– so Peter Lenk im Interview mit Jasmin Hummel.

Diese Figurenkonstellation erinnert an die angebliche Mätressenherrschaft, die der römischen Amtskirche von ihren heftigsten Kritikern zu manchen Zeiten vorgeworfen wurde. Auch das Patriarchat, das über Jahrhunderte hinweg sowohl in der Politik, als auch in der Kirche herrschte, wird aufs Korn genommen: Kaiser und Papst sind Spielball ihrer eigenen Libido; die mächtigsten Männer werden von ihren niedersten Trieben beherrscht. Imperia, als Verkörperung der (körperlichen) Liebe, erscheint als die eigentlich mächtige Figur.

Auch des alten Märchenstoffs „Des Kaisers neue Kleider“ bedient sich das Kunstwerk: Der Kopfschmuck von Imperia ist eine Art Narrenkappe mit Schellen – Imperia nimmt also nicht nur die Rolle der intriganten Kurtisane ein, sondern auch die des Hofnarren, der das Spiel der Mächtigen durchschaut und auf die Schippe nimmt. Die Mächtigen, wenn sie ihrer würdigen Amtstracht beraubt werden, sind nur noch lächerliche Witzfiguren,“ so heißt es bei Wikipedia.

Wer sich näher mit dem Künstler und seinen Werken beschäftigen möchte, dem sei der Artikel auf Wikipedia empfohlen. Hier der Link https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Lenk

Hafen von Konstanz

Weitere Bilder vom Hafenbereich.

Auf dem Weg zur Rheinbrücke, dort wo der Rhein beginnt.

Die Rheinbrücke Konstanz (Alte Rheinbrücke) überspannt in Konstanz den Seerhein. Das Bauwerk ist eine kombinierte Straßen- und Eisenbahnbrücke. An der Brücke beginnt die Kilometrierung des Rheins. Hier beginnt der Rhein bei Null.

Bilder vom Rhein.

Und vom Rheintor. Unten links sieht man den Rheintorturm, der um 1200 erbaut wurde.

Der Münster von Konstanz.

Der Münster ist so groß und beeindruckend, dass ich ihn mit meiner Kamera nicht vollständig fotografieren konnte. Das alte Gebäude wurde erstmal um 780 n. Chr. urkundlich erwähnt.

Auf dem rechten Foto ist die Sankt Stephan Kirche zu sehen.

Eine Stadtbesichtigung in Konstanz ist auf jeden Fall empfehlenswert. Es gibt viel Interessantes zu entdecken. Die Geschichte reicht bis in die römische Zeit zurück, so kann man zum Beispiel auf dem Münsterplatz ein römisches Turmfundament sehen.

Alle Fotos in diesem Blog lassen sich per Mausklick vergrößern.

Hermann Hesse Ausstellung in Wedel

Vor zwei Wochen war ich in Wedel, um die Hermann Hesse Ausstellung zu besuchen, die noch bis zum 13. Januar 2019 im Ernst Barlach Museum zu sehen ist.

Die Ausstellung findet auf drei Ebenen statt. Sie ist mit über 200 Arbeiten sehr ausführlich und detailiert, so dass man einen tiefen Einblick in das Leben und das Wesen Hermann Hesses bekommt. Hermann Hesse, 1877 geboren, war Dichter, Maler und Kultfigur. Er starb im Jahr 1962. 2018 jährten sich zum 50. Mal die Ereignisse der 68er Studentenbewegung dessen Kultfigur Hesse war. Zu diesem Anlass widmete das Ernst Barlach Museum dem Nobelpreisträger Hermann Hesse eine große Ausstellung. Siehe www.ernst-barlach.de

Es war schön, mal wieder in Wedel zu sein. So bin ich durch die Straßen in Richtung Elbe gebummelt und habe fotografiert.

Das Wahrzeichen von Wedel ist der Wedeler Roland. Siehe Fotos unten, rechts und links.

„Im Jahr 1558 wurde der Wedeler Roland als Zeichen des hoheitlichen Schutzes der Marktgerechtigkeit errichtet. Er wurde mehrfach restauriert und 1950 an die Nordseite des Marktes umgesetzt. Er symbolisierte im Zusammenhang mit dem Ochsenmarkt die Markt- und Handelsfreiheit

Die Statue selber besteht aus 32 Blöcken aus Sandstein. Das Schwert und die Kreuze auf Reichsapfel und Krone sind aus Schmiedeeisen. Die Statue ist 4,50 Meter hoch und 1,50 Meter breit. Der Sockel ist 2,20 Meter hoch.

Der Roland ist ein Standbild eines Ritters mit bloßem Schwert (Richtschwert) und gilt als Sinnbild der Stadtrechte. Rolandstatuen stehen deshalb auf Marktplätzen oder vor Rathäusern und sind vor allem in nord- und ostdeutschen Städten häufiger zu finden. Die meisten Rolandstatuen sind aus Sandstein gefertigt.“ so heißt es bei Wikipedia.

Die Wedeler Au, siehe oben, windet sich als Tiedegewässer durch die Marschlandschaft. Röhrichte, Auwälder und Marschlande säumen ihren Lauf.

„Ursprünglich war die Wedeler Marsch eine stark vom Wasser geprägte Landschaft mit ausgedehnten Grünlandflächen, die schon bei leicht erhöhten Wasserständen von der Elbe überflutet wurden. Sie war durchzogen von einem weit verzweigten System von Elbnebenarmen, Prielen und Gräben, geprägt vom täglichen Rhythmus der Gezeiten. Von 1976 bis 1978 entstand der neue Landesschutzdeich unmittelbar an der mittleren Hochwasserlinie der Elbe. Zudem wurden die Mündungen der Elbnebenflüsse und -arme durch Sperrwerke gesichert. Die Folge: Der Einfluss von Ebbe und Flut auf das Gebiet nahm deutlich ab.

Heute sind allein die außendeichs gelegenen Flächen als Reste der einst großflächigen Auenlandschaft geblieben und größtenteils als Naturschutzgebiete ausgewiesen – darunter auch die Haseldorfer Binnenelbe mit Elbvorland, die mit 2.160 Hektar eines der größten Naturschutzgebiete Schleswig-Holsteins ist und direkt an die Wedeler Marsch grenzt. “ so ist es auf der Nabu website beschrieben. https://hamburg.nabu.de/natur-und-landschaft/wedeler-marsch/06937.html

Der Deich wird auch von vielen Spaziergängern genutzt.

Ich mag diese Landschaft.

An der Elbe mit Schulauer Fährhaus.

Das Wetter war traumhaft und es waren viele Menschen unterwegs. Und viele Möwen.

Jetzt zeige ich noch ein paar Fotos von dem Hafen und der Elbe.

Spaziergang durch das angrenzende Gewerbegebiet.

Das folgende Bild habe ich an einer Mauer entdeckt. Es gefällt mir sehr. Es ist ein Mondfisch.

Alle Fotos in diesem Blog lassen sich per Mausklick vergrößern.

Meersburg am Bodensee

Hier in Hamburg wird es zunehmend kälter und ungemütlicher. Ein Grund, sich den Urlaubsbildern zu widmen und sie in einem Beitrag in meinem Blog einzufügen. Im Sommer vor zwei Jahren habe ich Urlaub am Bodensee gemacht. Eine Freundin von mir ist dorthin gezogen und ich habe schon zweimal die Gelegenheit genutzt, dort Urlaub zu machen. Die Bodenseeregion ist wunderschön mit vielfältigen Möglichkeiten der Urlaubsgestaltung.

Heute möchte ich über Meersburg schreiben, das am nördlichen Ufer des Bodensees liegt. Die Stadt hat einen südlichen Flair und ist in Ober- und Unterstadt aufgeteilt. Sie ist nicht sehr groß, hat knapp sechstausend Einwohner, aber es macht Spaß durch die engen Gassen zu bummeln und die bunten Häuser zu bewundern.

Nach Meersburg bin ich mit dem Schiff gefahren, das von Friedrichshafen aus gestartet ist.

Die Burg Meersburg ist um 640 von dem Merowingerkönig Dagobert I erbaut worden. Urkundlich erwähnt wurde die Burg jedoch erst 1147. Mitte des 13. Jahrhunderts war die Burg im Besitz der Fürstbischöfe von Konstanz. Wer sich näher mit der Geschichte der Burg beschäftigen möchte, dem sei der Beitrag hierzu bei Wikipedia zu empfehlen.

„Der Sammler mittelalterlicher Schriften und Bücher Joseph von Laßberg erwarb die Meersburg nach langwierigen Verhandlungen für 10.000 Gulden im Februar/März 1838 von der Domänenkammer in Karlsruhe und zog am 7. September 1838 mit seiner Frau Maria Anna von Droste zu Hülshoff, auch Jenny genannt, und seinen Zwillingskindern ein. In dem gewölbten hellen Saal, dem ehemaligen Archiv, bewahrte er seine Sammlung auf, im anschließenden runden Raum (Turmzimmer) richtete er sein Studien- und Schreibzimmer ein. Von Laßberg rettete das Alte Schloss durch seinen Kauf vor dem Verfall.

Im Jahr 1841 zog Jennys Schwester Annette von Droste-Hülshoff in die Burg und verbrachte dort einen Teil ihrer letzten acht Lebensjahre. Sie war eine deutsche Schriftstellerin sowie Komponistin und gilt als eine der bedeutendsten deutschen Dichterinnen. Der Burg hat sie das Gedicht von 1841/42 „Das Alte Schloss“ gewidmet. Sie verstarb am 24. Mai 1848 auf der Burg.

Das alte Schloß
 
Auf der Burg haus‘ ich am Berge,
Unter mir der blaue See,
Höre nächtlich Koboldzwerge,
Täglich Adler aus der Höh‘,
Und die grauen Ahnenbilder
Sind mir Stubenkameraden,
Wappentruh‘ und Eisenschilder
Sofa mir und Kleiderladen.
 
Schreit‘ ich über die Terrasse
Wie ein Geist am Runenstein,
Sehe unter mir die blasse
Alte Stadt im Mondenschein,
Und am Walle pfeift es weidlich,
– Sind es Käuze oder Knaben? –
Ist mir selber oft nicht deutlich,
Ob ich lebend, ob begraben!
 
Mir genüber gähnt die Halle,
Grauen Tores, hohl und lang,
Drin mit wunderlichem Schalle
O Langsam dröhnt ein schwerer Gang;
Mir zur Seite Riegelzüge,
Ha, ich öffne, laß die Lampe
Scheinen auf der Wendelstiege
Lose modergrüne Rampe,
 
Die mich lockt wie ein Verhängnis,
Zu dem unbekannten Grund;
Ob ein Brunnen? ob Gefängnis?
Keinem Lebenden ist’s kund;
Denn zerfallen sind die Stufen,
Und der Steinwurf hat nicht Bahn,
Doch als ich hinab gerufen,
Donnert’s fort wie ein Orkan.
 
Ja, wird mir nicht baldigst fade
Dieses Schlosses Romantik,
In den Trümmern, ohne Gnade,
Brech‘ ich Glieder und Genick;
Denn, wie trotzig sich die Düne
Mag am flachen Strande heben,
Fühl‘ ich stark mich wie ein Hüne,
Von Zerfallendem umgeben.

Nach dem Tod von Joseph von Laßberg im Jahr 1855 ging die Burg zu je einem Viertel an seine Erben Jenny, Karl, Hildegard und Hildegund. Letztendlich verkauften die Zwillingstöchter Hildegard und Hildegund 1877 das Alte Schloss für 12.000 Mark an den Münchner Carl Mayer von Mayerfels, der ein Mittelaltermuseum einrichtete. Nach dem Tod des von Meyerfels im Jahr 1883 ging das Schloss an seine Witwe, dann 1910 an seine Tochter und nach deren Tod 1939 an deren Tochter Maria Naeßl, geb. von Miller. 1973 wohnte dort Wilderich von Droste zu Hülshoff. Bis heute ist die Burg in Privatbesitz und dient – neben dem für Besucher zugänglichen Museum – den Erben als Wohnsitz.“ so heißt es bei Wikipedia.

Es gibt dort auch ein Burgcafé (siehe die beiden Fotos oben), ich liebe diese alten Mauern. Draußen auf der Terrasse hat man einen schönen Ausblick über den See. Man kann die Schiffe beobachten die in Richtung Mainau fahren oder den Blick über die Stadt genießen.

In Meersburg am Hafen kann man den Heiler sehen. Ich nenne ihn so, weil er auf der Weltkugel steht und heilend seine Arme ausstreckt. Richtig heißt es jedoch die „Magische Säule auf der Hafenmole“ und wurde von dem Künstler Peter Lenk geschaffen, der auch die Imperia in Konstanz gestaltet hat. Er setzt damit die Reihe seiner Kunstwerke an den Schiffsanlegestellen des Bodensees fort. In diesem filigranen Werk werden Begebenheiten und Persönlichkeiten mit Bezug zur Meersburger Stadtgeschichte dargestellt.

Hier sind noch weitere Fotos von Meersburg.

Ich bin gerne in Meersburg und kann einen Ausflug dorthin sehr empfehlen. Meersburg bzw. der Bodensee ist auf jeden Fall eine Reise wert.

Alle Fotos in diesem Blog lassen sich per Mausklick vergrößern.

Hamburger Stadtpark

Am Wochenende haben wir einen Spaziergang durch den Stadtpark gemacht. Dabei sind wir in verschiedene Bereiche gekommen, in denen ich jahrelang nicht gewesen bin. Ich hatte in den letzten Jahren nur meine altbekannte Runde gedreht, war an der großen Wiese, am Stadtparksee, im Biergarten am Landhaus Walter oder am Planetarium gewesen.

Der Rest des Stadtparks war wie ausgeblendet. Dabei gibt es so schöne Ecken dort, wie zum Beispiel die alte Rosengärten.

Der Bereich mit den tanzenden Mädchen.

Der Pinguinbrunnen in dem Blutbuchenrondell.

Auch der alte Baumbestand begeistert mich.

und die wunderschönen Pflanzen.

Es gibt auch Pilze.

Auf der Website http://stadtparkhamburg.de/anfahrt-stadtparkplan.html gibt es einen übersichtlichen Stadtparkplan als pdf-Datei, den man sich herunterladen kann.

Der Stadtpark Hamburg ist ein 148 Hektar großer Park, der 1914 eröffnet wurde. Das Sierische Gehölz war der Grundstock für den Stadtpark. Dieses 35 Hektar große Areal befindet sich um das Planetarium herum und war früher der Privatforst von Adolph Sierich. Dieser war im vorletzten Jahrhundert Goldschmied und Großgrundbesitzer in Hamburg-Winterhude.

Im Stadtpark befinden sich verschiedene Bauwerke wie zum Beispiel das Planetarium, Das Landhaus Walter, in dem sich der auch der Downtown Bluesclub befindet, und die Trinkhalle. Dort wurde früher Heilwasser ausgeschenkt, jetzt ist es ein Café.

Im Stadtpark gibt es viele Kunstwerke. Der frühere Direktor der Hamburger Kunsthalle, Alfred Lichtwark setzte sich für die Kunst im Stadtpark ein. Er wollte Skulpturen einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen. Die Auflistung der Skulpturen im Stadtpark durch die Umweltbehörde umfasst 22 Kunstwerke (Stand 2001). Drei davon wurden nach dem Zweiten Weltkrieg angeschafft. Auf der Übersichtskarte des Hamburger Stadtparks an den Parkeingängen sind die Standorte der Skulpturen durch Nummern in einem blauen Punkt lokalisiert, so heißt es bei Wikipedia.

Adam und Eva, sowie Diana auf der Hirschkuh. Zu sehen in den Rosengärten.

Badende Frauen.

Das Walroß am Kinderplantschbecken mit dem angrenzenden Spielplatz.

Der Stadtpark besteht aus einer großen Festwiese, auf der im letzten Jahr das Rolling Stones Konzert stattgefunden hat sowie verschiedene abgegrenzte Themenbereiche wie z.B. das Kinder-Plantschbecken mit Spielwiese, die Jahnkampfbahn, wo in den zwanziger Jahren große Sportwettkämpfe stattfanden, der Stadtparksee, die Freilichtbühne und natürlich die verschiedensten Gärten wie z.B. Rosengarten, Steingarten, Rondellgarten und weitere architektonische Gärten. Diese Auflistung ist nicht vollständig, da ich nicht alle Bereiche kenne.

Der Stadtparksee und Uferpromenade.

Einer der schönsten Plätze im Stadtpark ist für mich die Liebesinsel, von der man einen schönen Blick auf den Stadtparksee hat. Sie lädt zum Ausruhen ein, es gibt dort aber auch ein Bootsverleih für sportliche Aktivitäten.

Außerdem gibt es im Stadtpark auch viele Gelegenheiten, Speisen und Getränke zu sich zu nehmen. Nette kleine Cafés, die aus alten Kiosken entstanden sind, siehe Foto links. Das Foto rechts zeigt einen Esskastanienbaum mit Früchten (Maronen).

Es gibt auch größere gastronomische Betriebe wie Landhaus Walter, den angrenzenden Biergarten, in dem in den Sommermonaten Livemusik gespielt wird und nicht zuletzt das ehemalige Schumachers am Stadtparksee, das jetzt Sierich´s Biergarten heißt, welches mit der schönsten Aussicht auf den Sonnenuntergang warb.

Im Stadtpark gibt es viele Möglichkeiten der Freizeitgestaltung, ob ruhig mit viel Muße, oder gesellig, spielerisch nicht nur für Kinder, es ist für jeden etwas dabei. Der Stadtpark ist eine wunderschön gestaltete und gepflegte Freizeitoase. In diesem Jahr ist mir insbesondere die kreative und schöne Beflanzung aufgefallen. Da hat sich mal jemand Gedanken gemacht und es auf die Beete im Park umgesetzt. Es gefällt mir außerordentlich gut. Siehe folgendes Foto.

Ein Besuch im Stadtpark lohnt sich auf jeden Fall. Und nicht nur die Hamburger sind begeistert von dem Stadtpark.

Zum Abschluß zeige ich noch ein Foto von einer kleinen Rose, die ich im Rosengarten entdeckt habe.

Alle Fotos in diesem Blog lassen sich per Mausklick vergrößern.

Ausflug an die Ostsee

Letzten Sonntag haben wir einen Ausflug an die Ostsee gemacht. Wir hatten feinstes Sommerwetter, sonnig und warm. Zunächst sind wir zu der Straussenfarm Ostseeblick gefahren, die in Hohenfelde im Kreis Plön, liegt. Siehe auch hierzu die Website www.straussenfarm-ostseeblick.de

Von hier hat man tatsächlich einen schönen Blick auf die Ostsee.

Es gibt neben den Ställen auch die Kükenaufzucht und die Aussengehege, wo ca. 170 Tiere leben.

Küken.

Die Tiere erinnern mich immer an die Dinosaurier in dem Film „Jurassic Park“. Insbesondere wenn sie laufen, ihr Gang, aber auch der Anblick ihrer Füße.

​Sie sehen wirklich zu putzig aus.

Männchen, Weibchen und Eier im Brutschrank.

Der Hof hat eine eigene Schlachterei und bietet in einem Hofladen unter anderem diverse Straussenprodukten an. Außerdem gibt es ein Bistro, in dem man Gerichte mit Straussenfleisch ?? bekommt. Dort haben wir Cheeseburger ?? gegessen, die mit Brätlingen aus Straussenfleisch gemacht sind. Man kann aber auch Straussensteak und sogar Wiener Würstchen aus Straussenfleisch essen. Das Fleisch ist dunkler als Rindfleisch, aber zart und saftig.

Strausse gehören zu den größten Vögeln der Welt. Es war schon ein außerordentliches Erlebnis, den Rundgang auf dem Wanderweg der Straussenfarm zu machen. Sie sind sehr neugierig und kommen sofort auf einen zu.

Zum Glück befinden sie sich in Gehegen und Stallungen und sind somit durch Zäune und andere Begrenzungen von den Besuchern getrennt. Diese faszinierenden Tiere sind zwar flugunfähig, doch mit ihrer Größe von bis zu 2,50 m sind sie sehr beeindruckend. Die Männchen sollen in der Brutzeit recht aggressiv das Gelege verteidigen.

Hier sind zwei Fotos von männlichen Tieren. Der linke scheint schlecht gelaunt zu sein.

Auf der Website der Straussenfarm gibt es noch mehr Informationen über diese Tiere:

Straussen-Info:

„In der Regel werden 2 Hennen mit einem Hahn als Zuchttrio gehalten. Dieses Trio legt dann in einer Legesaison (März bis September) 40 – 80 Eier in eine Nestmulde, die der Hahn irgendwo im Gehege oder im Stall ausbuddelt.
Der Legeabstand zwischen 3 Eiern beträgt mindestens 2 Tage, die Eier haben dann ein Gewicht von 1,2 bis 2 kg.
Sie werden täglich eingesammelt, bis zu 2 Wochen aufbewahrt und dann in den Brutschrank gelegt. Würde man die Eier nicht einsammeln, so könnte es sein, dass die Hennen bei ca. 15 bis 20 Eiern im Nest das Legen einstellen und das Trio mit der Brut beginnt, wobei der Hahn in der Nacht und die Haupthenne am Tag brütet. Die Brutdauer beträgt 42 Tage.

Die Küken haben ein Geburtsgewicht von 700 bis 900 Gramm und sind in den ersten zwei Lebenswochen sehr empfindlich. Wenn sie aus dieser Phase heraus sind und mit einem Alter von ca. 10 Tagen richtig fressen, kann man sie wachsen sehen. Bei der Geburt sind sie ca. 25 cm groß, mit 6 Monaten haben viele die 2-metermarke überschritten. In den ersten Wochen sind sie gegenüber Nässe empfindlich, Kälte macht ihnen weniger aus, es darf nur der Unterleib nicht auskühlen, weil die Verdauung dann nicht mehr richtig funktioniert.

Der Blauhalsstrauß:
Der Blauhalsstrauß gehört zur Familie der ca. 2,5 m großen und bis zu 150 kg schweren Strauße. Die Männchen zeichnen sich durch eine schwarz-weiße, die Weibchen durch eine grau-braune Färbung aus. Mit nur 2 Zehen ist der Blauhalsstrauß flugunfähig und somit mit einer Geschwindigkeit von bis zu 65 km/h extrem ans Laufen angepaßt.

Der Lebensraum des Blauhalsstraußes befindet sich in den Gras- und Busch-Savannengebieten von Südafrika.“ so heißt es auf der Website.

Mir hat es auf der Straußenfarm sehr gut gefallen. Dort ist eine angenehme und enstpannte Atmosphäre, die Mitarbeiter sind sehr freundlich und zuvorkommend.

Es gibt da auch meine Lieblingsblumen. Wildrosen und Stockrosen.

Anschließend sind wir noch in Richtung Kiel gefahren und waren in Laboe am Strand. Von dort hat man einen schönen Ausblick auf die Kieler Förde.

Hier kann man auch große Schiffe beobachten.

In Laboe ist auch das Marine-Ehrenmal, das mit seinem 85 Meter hohen Turm nicht zu übersehen ist.

„Ursprünglich dem Gedächtnis der im 1. Weltkrieg gefallenen Angehörigen der Kaiserlichen Marine gewidmet, wurde das Ehrenmal nach dem 2. Weltkrieg am 30. Mai 1954 durch den Deutschen Marinebund (DMB) übernommen und zur Gedenkstätte für die auf See Gebliebenen aller Nationen und zugleich zum Mahnmal für eine friedliche Seefahrt auf freien Meeren.“ so heißt es auf der Website von Laboe, siehe unter https://www.laboe.de/marine-ehrenmal.html

Das U-Boot U 995 das auch von innen besichtigt werden kann, wurde 1972 als technisches Museum und Denkmal am Strand direkt vor dem Ehrenmal aufgestellt.

Seit 2008 gehört das Marine-Ehrenmal zur Straße der Monumente, einem Netzwerk deutscher Denkmale und Erinnerungsorte.

Die Straße der Monumente ist ein auf Initiative des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig im Jahr 2008 gegründetes Netzwerk deutscher Denkmale und Erinnerungsorte. Das Ziel des Netzwerks ist es „die Erinnerungsorte als einstige Brennpunkte der Vergangenheit enger zu vernetzen und über gemeinsame Marketingmaßnahmen als Gesamtheit stärker erfahrbar zu machen“ so heißt es bei Wikipedia.

Alle Fotos in diesem Blog lassen sich per Mausklick vergrößern.