Naumburg

Naumburg (an der Saale) ist eine Stadt im Süden von Sachsen-Anhalt. Dort ist der Verwaltungssitz des Burgenlandkreises und der Mittelpunkt des nördlichsten deutschen Weinanbaugebietes Saale-Unstrut. Die Stadt ist ein Bahnknotenpunkt und verfügt über eine reichhaltige Geschichte, so war sie früher zum Beispiel Sitz des Bistums Naumburg. Wahrzeichen ist der Naumburger Dom in der mittelalterlichen Altstadt.

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Die Altstadt, insbesondere die Häuser rund um den Marktplatz sind sehr schön.

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Auf dem Markt werden auch regionale Produkte angeboten. Und es gibt sogar Kleinanbieter, die ihre Waren auf einem Gartentisch präsentieren. Siehe Bild oben links.

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Naumburg wurde erstmals 1012 urkundlich erwähnt. Auf das Jahr 1030 datiert ist die Gründung der Domschule. Seit 1144 wurde Naumburg Stadt genannt. Der heute evangelische Naumburger Dom St. Peter und Paul ist die ehemalige Kathedrale des Bistums Naumburg und stammt größtenteils aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts.

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Der Dom, siehe Bilder oben, gehört zu den bedeutendsten Bauwerken der Spätromanik in Sachsen-Anhalt und ist eine Station an der Straße der Romanik. Sie verläuft als Ferienstraße durch Sachsen-Anhalt. Die Straße der Romanik ist Teil der Transromanica, zu der Stationen in Deutschland (Länder Sachsen-Anhalt und Thüringen), Italien (Provinzen Modena, Parma und Ferrara), Österreich (Land Kärnten) und Slowenien gehören. Im Jahr 2006 wurde die Transromanica vom Europarat zur Europäischen Kulturstraße ernannt. Im Mittelalter war Naumburg ein bedeutender Handelsplatz an der Via Regia.

Der Naumburger Dom.

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Der spätromanisch-frühgotische Dom ist eines der bedeutendsten Kulturdenkmälerdes des Hochmittelalters. Beeindruckend sind die beiden Lettner, siehe oben, welche die Chöre räumlich vom Kirchenschiff trennen. Die größte Attraktion ist der Westchor mit den 12 Stifterfiguren, die um 1250 von dem Naumburger Meister geschaffen worden sind. Eine Stifterin, die Markgräfin Uta ist Sinnbild für die schönste Frau des Mittelalters. Der Naumburger Meister ist leider nicht namentlich bekannt. Aufgrund charakteristischer Merkmale seiner Werke, er schuf z. B. eine einzigartige Ausdrucksweise der Gesichter, konnte der Schaffensweg des Meisters nachempfunden werden, der von Frankreich, wo er vermutlich ausgebildet wurde, bis nach Deutschland verlief. In dieser Zeit war es noch nicht üblich, die Schaffenden mit Namen zu erwähnen, sie wurden eher als Handwerker angesehen. Erwähnt wurde nur, wer Macht, Einfluss und Geld besaß.

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Es gibt aber noch andere Kunstwerke zu sehen. So z.B. die figürlichen Handläufe aus Bronze. Auf folgendem ist Franz von Assisi mit seinen Tieren dargestellt.

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Im Ostchor sind noch die alten erhaltenen Chorstühle zu sehen, sowie alte Bücher, siehe folgende Fotos. Das Buch hat ein Gewicht von 60 kg.

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Auch Martin Luther war im Dom gewesen. 1542 fand die Amtseinsetzung des weltweit ersten evangelischen Bischofs, Nikolaus von Amsdorf, im Dom statt. Martin Luther persönlich vollzog diese Weihe. Eine Lutherfigur an der Kanzel erinnert heute daran.

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Domgarten

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Alle Fotos in diesem Blog lassen sich per Mausklick vergrößern.

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