Ausflug nach Seebüll

Gestern haben wir einen Ausflug nach Seebüll gemacht, ein kleiner Ort, der zu Neukirchen gehört und in der Nähe der dänischen Grenze und Nordseeküste liegt. Dort befindet sich die Nolde Stiftung.  In dem Haus der Stiftung ist ein Restaurant (Café Seebüll) und ein Museumshop, in dem man unter anderem Poster der Ausstellungen, Postkarten mit Motiven von den Bildern Noldes sowie Kunstbände käuflich erwerben kann.

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Das dazugehörige Kunstmuseum befindet sich in dem Haus, wo einst Emil Nolde mit seiner Frau Ada gewohnt und in seinem Atelier gearbeitet hat. Nolde war einer der bedeutensten expressionistischen Maler. Nordfriesland war seine Heimat. Einst schrieb er: „Gleich einem Märchen war die Heimat mir, das Elternheim im flachen Land, mein Land, darüberhin die tausende Lerchen, jubelnd auf- und niederschwebend, mein Wunderland von Meer zu Meer.“ Emil Nolde hieß urprünglich mit Nachnamen Hansen. Er wurde in dem Dorf Nolde geboren und wuchs dort auf. Später hat er sich dann umbenannt, was auch behördlich anerkannt wurde.

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1926 erwarben Ada und Emil Nolde das Stück Land als unbebaute Warft und schufen 1927 mit dem darauf errichteten Wohn- und Atelierhaus (Backsteinhaus) und dem Garten ein einzigartiges Gesamtkunstwerk.

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Es war Noldes Wunsch, dass sein künstlerisches Werk Besuchern zugänglich gemacht wurde. Dies beschrieb Nolde in seinem Testament und so wurde nach seinem Tod am 13. April 1956 die „Stiftung Seebüll Ada und Emil Nolde“ errichtet. Hier werden dauerhaft Werke von Emil Nolde ausgestellt, es finden aber auch Jahresausstellungen zu bestimmten Themen statt. In diesem Jahr wurden Noldes späte Werke gezeigt. Am besten gefallen mir seine Blumenmotive und der glühende Abendhimmel.

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Der Häuserkomplex liegt sehr abgeschieden, rundherum sind Wiesen und Felder, in näherer Umgebung auch ein Badesee. Ich mag die einzigartige Marschlandschaft, die Natur dort, und vor allem die Stille. Kein Verkehrslärm, der stört. Man kommt einfach zur Ruhe.

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Zu dem Gebäudekomplex gehört auch noch ein Gästehaus (Seebüllhof), in dem man Zimmer zur Übernachtung buchen kann. Es ist ein wunderschönes, altes reetgedecktes Haus.

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In der Anlage ist auch Noldes Garten, er und seine Frau liebten Blumen, den man begehen kann. Dort kann man über die vielfältige und bunte Blütenpracht nur staunen.

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Der Garten ist wunderschön.

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Oben links ist die Wildrose, rechts eine Cosmea. Auf den beiden unteren Fotos sind Pfingstrosen zu sehen, die intensiv duften. Die folgende Blüte ist ebenfalls eine Pfingstrose.

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Es gibt auch Lupinen in vielen Farbvarianten

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Und Klatschmohn

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In dem Garten ist auch ein Froschteich und ein kleines reetgedecktes Häuschen als Unterstand, der zum Verweilen einlädt.

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Auf dem Gelände gibt es  auch verschiedene Bereiche und Gewächshäuser, die nicht zugänglich sind, wo Pflanzen gezogen werden. Diese, wie z.B. die Nolde-Rose oder andere interessante Pflanzen, kann man kaufen und in seinen eigenen Garten pflanzen. So habe ich mir vorletztes Jahr eine blaue Trichterwinde, ein Rankgewächs, als Pflanze gekauft  (man kann auch Samen kaufen) und sie zu Hause in einen Topf mit Rankgitter gesetzt, an dem sie hochklettern kann. Im Herbst, wenn sie verblüht ist, nehme ich ihre Samen aus den Kapseln, und ziehe daraus im Frühjahr wieder neue Pflanzen.

Hier noch ein paar Fotos aus dem Garten.

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Alle Fotos in diesem Blog lassen sich per Mausklick vergrößern.

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