Archiv für den Monat: Februar 2016

Wintersonne

Die letzten Tage waren klar und kalt, so wie ich es mag. Und sogar die Sonne schien. Diese Gelegenheit habe ich genutzt und bin (endlich mal wieder) mit meiner Kamera in den Duvenstedter Brook gefahren. Das Wetter war optimal für einen Spaziergang, doch ich konnte mich nicht so recht entscheiden, was ich fotografieren sollte. Alles schien mir grau und uninteressant, da ich hier schon viele Male fotografiert hatte. Ich holte die Kamera aus der Tasche und probierte lustlos ein paar Einstellungen und Motive aus, fand das Ergebnis aber langweilig. Ich konnte zwar die Sonne, die schon wärmte, und die klare Luft genießen, doch hatte ich keine Motivation zu fotografieren. Bis ich über mir ein Quietschen in der Luft hörte. Zwei Schwäne flogen direkt über mir und ich hielt mit meiner Kamera drauf, zog mit und fotografierte sie. Es war ein magischer Moment, ich nahm diese wunderschönen Tiere wahr, ihre Bewegungen, die Kraft dieser Tiere, die Sonne, die durch die Schwingen schien, das klare Blau des Himmels. Alles war perfekt.

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Das Quietschen bzw. die Geräusche wird nicht nur durch das Ausstoßen der Laute dieser Tiere erzeugt, sondern auch durch den Luftwiderstand. Für mich hört es sich immmer so an, als müssten ihre Gelenke mal wieder geölt werden 😆 Ich staune darüber, dass diese Tiere überhaupt fliegen können, so schwer und unförmig, wie sie sind. Das ist für mich wie ein Wunder.

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Desweiteren habe ich noch mehr Fotos aufgenommen, die im folgenden zu sehen sind. Interessant finde ich die Klarheit der Bilder, durch das Wetter bedingt, die Spiegelungen im Wasser und die Aufnahmen mit Gegenlicht.

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Ich war Ende Januar schon einmal mit der Kamera im Brook unterwegs und habe stimmungsvolle Fotos aufgenommen, von denen ich hier einige zeigen möchte. Die Aufnahmen sind durch die Sonne, Wolken und die dunklen Bäume sehr kontrastreich.

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Travemünde im Nebel

Vor ein paar Wochen habe ich mich mit Freunden in Travemünde getroffen. Ich bin gerne dort und schaue mir die großen Schiffe an, die von der Ostsee kommen und sich durch die enge Trave zwängen, um zum Skandinavienkai zu kommen. Diesmal habe ich jedoch kein einziges gesehen.  Zumindest kein großes Schiff. Nur kleine Fischerboote, die im Hafen von Travemünde liegen. Dort kann man an Verkaufsstellen oder direkt von den Booten frischen Fisch kaufen.

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Als wir mit einem Fischer ins Gespräch kamen, haben wir die Gelegenheit genutzt, Fisch bei ihm zu kaufen. Er hatte Schollen, die noch lebten in einer Reuse im Wasser hängen. Er zog sie hoch, um uns den frischen Tagesfang zu zeigen. Die von uns ausgewählten und gekauften Fische wurden von ihm fachmännisch ins Jenseits befördert und anschließend geköpft und für den Transport eingewickelt und verpackt.

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Danach bummelten wir an der Promenade entlang in Richtung Strand und Mole. Dort war es relativ leer, die Touristensaison hat noch nicht begonnen. Zwischenzeitlich zog dichter Nebel auf, so dass die Sicht sehr eingeschränkt wurde. Der Nebel kam von der See, gefürchteter Seenebel, der innerhalb kürzester Zeit entstand. Er bildet sich, wenn warme Luft über kaltes Wasser streicht und bevorzugt in Grenzbereichen zwischen kalter und warmer Meeresströmung. Der Nebel entsteht innerhalb von 20-30 Minuten und kann so dicht sein, dass man die Orientierung verliert, was besonders bei Wattwanderungen gefährlich werden kann.

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Auf Sylt habe ich häufig Seenebel erlebt, es hat etwas mystisches im Nebel zu wandern. Jedoch habe ich auch großen Respekt davor, so dass ich ganz besonders auf Orientierungspunkte geachtet habe. Da mir mein Leben lieb ist, möchte ich mich nicht unbedingt in Gefahr begeben. Das Meer ist schneller da, als man denkt, und es passiert gelegentlich, dass jemand Natur, Wetterwechsel und das Meer unterschätzt und in Gefahr gerät. Insbesondere Menschen, die sich vorwiegend in Städten aufhalten und die Gezeiten, die Natur und Naturgewalten nicht kennen.

In Travemünde war der Nebel nicht so dicht und doch wurde es sehr stimmungsvoll, wie man anhand der Fotos vielleicht erahnen kann. Als wir uns auf den Rückweg machten, fuhr der Fischer mit seinem Boot an uns vorbei. Er war nochmal zum Fischen auf die Ostsee gefahren und kam jetzt zurück, da Nebel aufzog. Wir winkten ihm zu und er erkannte uns und nahm uns ein Stück auf seinem Fischerboot mit. Das war ein Erlebnis. Und so konnte ich einige Fotos vom Wasser aus machen.

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