Archiv für den Monat: Januar 2016

Winterbilder

Nachdem ich in diesem Winter den Schnee mehrfach verpasst habe, er war immer schon weggetaut, wenn ich dann die Zeit fand, in die Natur zu gehen, habe ich mir die Kamera griffbereit zurechtgelegt und bin sofort bei der ersten Schneeflocke hinausgerannt, bevor sie wegschmelzen konnte. So habe ich Bilder von verschiedenen Wintereinbrüchen, denn zwischendurch wurde es immer mal wieder warm, so dass die Winterlandschaft nicht lange bestehen konnte. Ich habe an verschiedenen Orten wie z. B. Duvenstedter Brook, Stadtpark, Museumsdorf  Volksdorf fotografiert, außer den Fotos aus dem Harz und dem Bild der Schnee-Eule stammen alle Bilder von mir.

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Das Schwierige an Winterbildern ist, dass nur wenig Kontraste da sind und die Winterstimmung nur annähernd wiedergegeben werden kann. Das Gefühl, das beim Betrachten der Fotos ausgelöst wird, ist nicht das, was man in der Natur, bei Frost, Kälte und Schnee empfindet. Und doch möchte ich ausdrücken, warum ich gerade den Winter so mag. Wenn es anfängt zu schneien und ich den Schneeflocken zusehe, kann ich nur staunen. Für mich ist es wie ein Wunder, dass diese zarten Gebilde mit ihren interessanten Strukturen, keine Schneeflocke gleicht der anderen, so vom Himmel fallen. Ich empfinde Ehrfurcht und beobachte staunend, wie alles mit einer weißen Schneedecke bedeckt wird. Dann tritt die (relative) Stille ein, Geräusche werden durch den Schnee gedämpft, alles wird langsamer und achtsamer. Auch die Autofahrer müssen aufmerksamer sein, manchmal kommt sogar der Verkehr durch viel Schnee oder Eis zum Erliegen. Wenn ich durch die verschneite Landschaft  gehe, bin ich ganz bei mir, presenter, und ganz im Augenblick. Die Schneedecke gibt nicht nur der Natur Schutz, auch ich fühle mich dadurch geschützt und geborgen. Das gibt mir ein gutes Gefühl. Dick angezogen, mit Mütze, Handschuhen und Schal, stapfe ich gerne durch verschneite Landschaften. Es ist, als würde die Zeit still stehen und ich besonders intensiv alles wahrnehmen. Das mag ich.

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Jedoch sind in diesem Winter verschneite Landschaften nicht beständig und oft nur angedeutet. Es lag nicht dick Schnee, sondern alles war eher wie mit einer Schicht Puderzucker bedeckt. Allerdings lag im Harz richtig Schnee, der sogar zum Schneemann bauen geeignet war, wie die folgenden Bilder zeigen.

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Richtig schön ist die Winterlandschaft, wenn die Sonne scheint. Die Leuchtkraft des Schnees ist unglaublich. Auch in der sogenannten dunklen Jahreszeit lässt sich an diesen Tagen gut Sonne und Licht auftanken. Lieber klar und sonnig als grau und trüb. Auch die Natur braucht die Kälte wie Schnee oder knackigen Frost. Schädlinge und vieles, was nicht überdauern soll, stirbt dadurch ab. Und das ist sehr sinnvoll.  Auch die folgenden drei Fotos sind im Harz aufgenommen worden.

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Tiere im Schnee

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Das Bild von der Schnee-Eule habe nicht ich gemacht, sondern es wurde von einer Verkehrsüberwachungskamera aufgenommen. Ein schönes Tier, das direkt in die Kamera guckt. Die Flügelspannweite von Schnee-Eulen beträgt ca. 150 cm. Wie ein Segelflieger gleitet sie damit durch die Luft.

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Valldemossa auf Mallorca

Valldemossa ist ein malerischer Ort, der im Serra de Tramuntana, der Gebirgskette im Nordwesten von Mallorca liegt. Mit einer Höhe von 437 m ist Valldemossa der höchst gelegene Ort Mallorcas. Das Valldemossatal soll eines der schönsten Gegenden auf Mallorca sein. Von Palma aus kommend, das 18 km entfernt ist, sieht man auf der Fahrt durch den engen Pass schon von weitem das grüne Ziegeldach des Glockenturmes von La Cartoixa, dem Karthäuser Kloster, die Terassengärten und die terracottafarbenen Häuser. Ein sehr schöner Anblick.

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Doch berühmt geworden ist Valldemossa durch das Liebespaar George Sand (französische Schriftstellerin) und Fréderic Chopin (polnischer Komponist), das den Winter 1838/39 hier verbrachte. Zusammen mit Sands beiden Kindern lebten sie in einer Wohnung bzw. mehreren Zellen im Karthäuserkloster, kurz nachdem die ehemaligen Mönchszellen zu Gästeunterkünften umgebaut worden sind. Sie hatten allerdings die Wintertage auf Mallorca unterschätzt, die gerade hier, im regenreichen Nordwesten, äußerst ungemütlich sein können. Für den Lungenkranken Chopin war es, er hatte Tuberkulose, alles andere als ein erholsamer Urlaub. Ein ständiger Husten quälte ihn, so dass er sogar in Palma drei Ärzte aufsuchen musste. Sein Gesundheitszustand verschlechterte sich während seines Aufenthalts auf Mallorca, so dass sie die Insel vorzeitig verlassen mussten. Georg Sand schrieb anschließend den Roman „Ein Winter auf Mallorca“, der die Insel berühmt machte, obwohl die emanzipierte Schriftstellerin sich wenig positiv über die Mallorquiner äußerte. Fréderic Chopin komponierte in der Kartausenzelle die bekannte „Regentropfen-Prélude“ und somit machte das Paar Valldemossa zur Touristenattraktion.

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Ich habe das Karthäuserkloster besichtigt und auch die Zellen gesehen, die George Sand und Fréderic Chopin damals bewohnt haben. Dort werden Portraits, Manuskripte und Partituren des Paares ausgestellt. Es ist ein sehr schönes Kloster, in dem auch regelmäßig Klavierkonzerte stattfinden. Der Innenhof ist sehr schön angelegt, ebenso die Terrassen, von denen man einen traumhaften Ausblick hat.

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Mallorca 857La Cartoixa Mallorca 813Terrasse
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Anschließend haben wir einen Bummel durch den Ort gemacht und die engen Gassen und malerischen Häuser bewundert. Viele Häuser in Valldemossa haben neben der Haustür eine bunte Kachel. Auf dieser ist die Heilige Santa Catalina Thomás dargestellt und eine Bitte um ihren Segen. Die Legenden ihres Lebens sind auf den verschiedensten Kacheln dargestellt, die man in dem Ort auch kaufen kann. Valldemossa ist der Geburtsort der Heiligen, die 1531 hier zur Welt kam. Ihr Geburtshaus, nicht weit vom Zentrum entfernt, ist heute eine Gedenkstätte. Santa Catalina wurde 1627 heilig gesprochen und wird heute noch in Valldemossa verehrt.

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Diese und weitere Fotos befinden sich unter Valldemossa auf Mallorca in der Galeria Lumix.

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Sóller auf Mallorca

Sóller ist eine Gemeinde und Stadt im Nordwesten von Mallorca, nach Palma die zweitgrößte Stadt Mallorcas. Sóller liegt in einem fruchtbaren Tal im Serra Tramuntana, das ist die Gebirgskette, die von Nordwesten nach Norden verläuft.

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Die Stadt kam durch Obstanbau und -handel zu Wohlstand, wie man an der Architektur unschwer erkennen kann, gelangte aber im Jahre 1860 durch Schädlinge in eine schwere Krise. Wirtschaftlicher Abstieg und Auswanderung war die Folge. Die Rückkehr dieser Auswanderer aus aller Welt prägte ebenfalls das Stadtbild.

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Der Künstler Antoni Gaudí, der in Barcelona die Kirche Sagrada Familia baute, und einer seiner Schüler hatten ebenfalls Einfluss und waren z.B. an dem Bau der Pfarrkirche in Sóller beteiligt.

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Im Bahnhofsgebäude sind Kunstwerke von Picasso und Miró ausgestellt. Die Mutter von Miró stammt aus Sóller.

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Die Stadt Sóller ist über Port de Sóller, dem dazugehörigen Hafen, mit dem Mittelmeer verbunden.

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Das Highlight von Sóller ist aber der „Orangenexpress“, eine alte Eisenbahn von 1912, die zum Transport der Früchte diente und Palma de Mallorca mit Sóller verbindet. Wir sind mit dieser gemütlichen Bimmelbahn von Palma nach Sóller und von dort bis zum Hafen Port de Sóller gefahren.

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Die Eisenbahn heißt Ferrocarril und fährt zunächst beschaulich durch die interessante Landschaft eines Naturschutzgebietes (Blumen pflücken ist während der Fahrt verboten 😆 ) , durch Oliven- und Zitronenhaine und anschließend den 500 m hohen Pass im Serra Tramuntana hoch bis in die Stadt Sóller. Von dort geht´s dann weiter mit einer kleineren Bahn zum Hafen von Sóller.

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Die Fahrt mit dieser alten Bahn war ein echtes Erlebnis. Die Stadt und auch der Hafen von Sóller hat uns sehr gut gefallen. Das war ein schöner Tagesausflug.

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Sant Salvador auf Mallorca

Auf dem 509 Meter hohen Puig Sant Salvador im Südwesten von Mallorca befindet sich das Kloster Santuari de Sant Salvador, das zu der Gemeinde Felanitx gehört. Puig bedeutet Berg auf mallorquinisch. Mallorquinisch ist ein Dialekt der katalanischen Sprache, der auf Mallorca gesprochen wird.

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Der Berg ist die höchste Erhebung im südlichen Bereich der Serra de Llevant. Von dort hat man einen wunderschönen Ausblick auf die gesamte Region.

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Die Ursprünge des Klosters San Salvador lassen sich bis in das Jahr 1348 zurückverfolgen und gehen auf König Pere IV von Aragón zurück, der den Auftrag für den Bau gab. Die ursprüngliche Pilgerkirche wurde nach einer Pestwelle auf dem 509 Meter hohen, gleichnamigen Berg gebaut. Da diese Kirche dem Pilgerstrom nicht mehr gewachsen war, entstand im Jahr 1715 die heutige Kirche. 1885 wurde das Gelände von der Stadt Felanitx versteigert.

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Bis zum Jahre 1992 wurde das Kloster von Mönchen verwaltet, seit 1992 steht es unter der Leitung zweier mallorquinischer Familien, die hier ein Restaurant betreiben und Zimmer vermieten.

Die bergige Landschaft und auch die Vegetation ist sehr beeindruckend.

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Portocolom auf Mallorca

Portocolom ist eine Hafenstadt, die an der Ostküste von Mallorca liegt. Der Ort hat ca. 4600 Einwohner. Portocolom gehört zum Gemeindegebiet von Felanitx.

Portocolom besitzt den größten Naturhafen Mallorcas, der inzwischen vielfach für den privaten Bootsverkehr genutzt wird, jedoch auch noch immer einer der bedeutendsten Fischerhäfen der Insel ist.

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Die Stadt teilt sich in einen Altstadtbereich rund um den Hafen, der von vielen als einer der am besten erhaltenen Altstadtkerne Mallorcas angesehen wird, sowie in eine touristisch geprägte Ansiedlung im Süden rund um die Badebucht Cala Marcal, wo auch ein eigener Yachthafen entstanden ist.

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Portocolom leitet seinen Namen vom katalanischen Wort für Columbus ab. Es wird behauptete, dass hier die Geburtsstätte des Entdeckers und Seefahrers Christoph Columbus sei.

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Bei einem Bummel durch die Altstadt kann man interessante Häuser, farbenfrohe Fischerhütten und Bootshäuser sehen. Wir waren auch auf dem Markt in Portocolom, der mir sehr gut gefallen hat,  insbesondere weil dort auch regionale Produkte angeboten wurden und er nicht so überlaufen war.

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Porto Cristo auf Mallorca

Das kleine Fischerdorf Porto Crosto hat sich mit seinem Badestrand und Yachthafen zu einem beliebten Ferienort entwickelt. Von dort aus kann man Bootstouren und Ausflüge zu den Tropfsteinhöhlen wie z.B. zu den Drachenhöhlen „Coves del Drac“ machen. Porto Cristo liegt an der Ostküste Mallorcas in der Region Lievant, gehört zu dem Gemeindegebiet von Manacor, das 13 km entfernt im Landesinneren liegt und ist 63 km von Palma entfernt. Porto Cristo hat ca 7500 Einwohner.

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Der Name Porto Cristo geht der Legende zufolge auf einen im Jahr 1260 aus höchster Seenot geretteten Seemann zurück, der aus Dank für seine Errettung vor Ort ein Kruzifix aufstellte. Der Ort selbst wurde erst im Jahr 1888 gegründet.

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Funde im Hafenbecken belegen auch eine römische Anwesenheit im heutigen Porto Cristo. Spuren einer frühchristlichen Besiedelung wurden im Jahr 1909 entdeckt, als die Reste einer Basilika ausgegraben wurden, von der nur das Taufbecken aus dem 5. Jahrhundert erhalten ist.

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An die blutigen Schlachten während des spanischen Bürgerkrieges (1936) erinnern zwei obeliskenartige Schießtürme, die Torres de Tir, die heute besichtigt werden können.

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Porto Cristo hat mir sehr gut gefallen, ein schöner Ort, der zum Bummeln einlädt. Die Bucht ist sehr schön und geschützt und auch der Hafen mit seinen Yachten ist sehr beeindruckend.

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Auch die beiden folgenden Pflanzen wurden im Hafen von Porto Cristo aufgenommen. Die linke Blume ist Hibiskus, die rechte ist ein Zylinderputzer (Callistemon), wie ich jetzt erfahren habe, auch Flaschenputzer genannt und gehört zu den Myrtengewächsen.

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