Archiv für den Monat: Oktober 2015

Cala Murada auf Mallorca I

Unterkunft und Haustiere

Wir hatten für unseren Urlaub im September eine Unterkunft in Cala Murada gebucht, ein Ort an der Ostküste von Mallorca. Das von uns angemietete Appartment war jedoch für uns drei viel zu klein. Aber wir hatten Glück, unsere Vermieterin hat uns daraufhin ein Haus angeboten, das gerade frei war. So sind wir dann am zweiten Tag in das geräumige Haus gezogen. Hier hatten wir jeder ein Schlafzimmer, zwei Bäder, ein gemeinsames Wohnzimmer, Küche mit Abstellkammer und jede Menge Platz draußen mit verschiedenen Sitzgelegenheiten um das Haus, schattig, sonnig, je nach Bedarf.

Mallorca 125_01 Mallorca 122_01
Mallorca 161_01 Mallorca 475_01

Zu dem Haus gehörte auch ein Garten, in dem schöne exotische und interessante Pflanzen wie Hibiskus und Oleander wuchsen. Direkt vor meinem Schlafzimmerfenster stand ein Zitronenbaum, von dem wir jeden Tag Zitronen gepflückt haben. Wir hatten auch einen Olivenbaum und eine riesige Aloeverapflanze.

Mallorca 444_01 Mallorca 153_01
Mallorca 459_01 Mallorca 465_01

Im Eingangbereich standen zwei große Palmen. Im krassen Gegensatz dazu unsere zierliche schmiedeeiserne Gartenpforte mit Bogen für diese wunderschöne blühende Pflanze.

Mallorca 130_01 Mallorca 132_01

Wir hatten auch Haustiere.

Mallorca 406_01 Mallorca 409_01

Eine Geckofamilie, die sich abends gerne an den Hauswänden aufhielt, die noch aufgeheizt waren von der Sonne. Der kleine Gecko beschloss eines Tages zu Hanna ins Zimmer zu ziehen und schlüpfte durch das offene Fenster hinein. Dort hing er an der Decke auf der Rauhfasertapete. Dank der „Saugnäpfe“ an seine Füßen ist das für ihn kein Problem. Die Beiden haben sich gut verstanden und sich auch gegenseitig gute Nacht gewünscht. Nach ein paar Tagen ist er dann auf eigenen Wunsch wieder ausgezogen.

Das andere Haustier war eine Katze. Anfangs dachten wir, dass es eine streunende Straßenkatze sei, doch Mietzi war weder unterernährt noch ungepflegt. Sie war sehr sauber und gepflegt und hatte sicher ihr Zuhause irgendwo bei uns in der Nachbarschaft gehabt. Meist schaute sie abends bei uns herein, ins Haus durfte sie jedoch nicht. Oft schlief sie auch auf dem Dach unseres Carports oder bei großer Hitze unter dem Auto. Sie kletterte auch gerne in den Olivenbaum, der direkt am Carport stand.

Mallorca 984_01 Mallorca 981_01
Mallorca 976_01 Mallorca 970_01

Ich habe selten eine so schöne Katze gesehen. Ich finde die Fellzeichnung außergewöhnlich und sehr interessant. Aber sie hatte auch ein sonniges und freundliches Wesen und so ist sie uns schnell ans Herz gewachsen. Wir hätten sie am liebsten mit nach Deutschland genommen.

Hanna spielt mit der Katze, oder ist es umgekehrt?

Mallorca 985_01 Mallorca 968_01

Alle Fotos in diesem Blog lassen sich per Mausklick vergrößern.

 

Alcúdia auf Mallorca

Alcúdia ist eine Stadt im Nordosten von Mallorca, die von einer fast intakten mittelalterlichen Mauer umgeben ist. In der Römerzeit wurde hier die Hauptstadt namens Pollentia erbaut. Vandalen plünderten jedoch die Stadt, die später von den Mauren wieder aufgebaut und Alcúdia genant wurde (al-kudia=kleiner Hügel). Die Spanier errichteten die mittelalterlichen Schutzwälle.

Mallorca 389 Mallorca 404
Mallorca 391 Mallorca 387

Mallorca 400
Alcúdia hat innerhalb der Stadtmauer eine schöne Altstadt mit schönen Gassen und interessanten Geschäften und Häusern, die zum Bummeln einlädt. Unten rechts ist der Turm des Rathauses zu sehen.

Mallorca 362 Mallorca 393
Mallorca 378 Mallorca 380

Wir hatten uns für den Ausflug nach Alcúdia einen Sonntag ausgesucht, weil an diesem Tag der Markt im Stadtzentrum stattfindet. Leider haben noch viele andere Touristen diese Idee gehabt, so dass die Stadt und der Markt ziemlich überlaufen waren.

Mallorca 402 Mallorca 390
Mallorca 385 Mallorca 386

Auf den unteren beiden Fotos ist neben Kuchen auch typisches mallorquinisches Gebäck zu sehen. Das linke Foto zeigt ein Gebäck aus einem gezuckerten und fermentierten Teig aus Weizen mit Schmalz, das Ensaimada genannt wird. Ensaimadas gibt es in verschiedenen Größen, ungefüllt oder mit einer Art Kürbiskonfitüre gefüllt.

Auf dem rechten Foto ist oben rechts ein kleineres Ensaimada zu sehen, unten rechts sind sogenannte Empanadas. Das sind Teigtaschen, die mit Fleisch oder Spinat und Käse oder verschiedenen anderen Zutaten gefüllt sind.

Alle Fotos in diesem Blog lassen sich per Mausklick vergrößern.

Artà auf Mallorca

Als wir im September auf Mallorca waren, haben wir auch einen Ausflug nach Artà gemacht, eine Stadt, die im Osten der Insel liegt. Dort siedelten sich Menschen schon vor 3000 Jahren an, wie eine bronzezeitliche Siedlung vor den Toren der Stadt belegt.

Artà ist eine schöne Stadt mit malerischen Gassen und interessanten Geschäften.

Mallorca 061 Mallorca 094 Mallorca 065

Die Stadt ist für Korbwaren aus Raffiabast bekannt, aus denen Espadrilles, Hüte und Körbe für die Märkte gefertigt werden.

Nach einem Stadtbummel sind wir auf den 180 m hohen Hügel gestiegen, auf dem sich eine Kirche und eine Burg befinden. Die Burg war ursprünglich eine römische Kaserne, später eine arabische Festung und dann eine christliche Kirche, Sant Salvador.

Mallorca 089 Mallorca 083
Mallorca 069 Mallorca 075

Von dort hat man einen traumhaften Blick über die Dächer von Artà.

Mallorca 059 Mallorca 072
Mallorca 076 Mallorca 081

Auf dem Weg dorthin kommt man an der beeindruckenden Pfarrkirche Transfiguraciò del Senyor vorbei und auf einer langen, von Zypressen gesäumten Steintreppe hinauf.

Mallorca 060 Mallorca 063

Alle Fotos in diesem Blog lassen sich per Mausklick vergrößern.

Glück auf!

Glück auf! Dieser alte Bergmannsgruß steht am Ortseingang der Bergstadt Lautenthal im Harz.

Lautenthal 178
„Die Bergstadt Lautenthal verdankt ihre Entstehung einem Bergmann namens Kaspar Bitter, der um 1530 am Kranichsberg einen reichen Erzgang entdeckte. Mit einem Stück des gefundenen Silbererzes ging er zum damaligen Landesfürsten, der ihn fürstlich entlohnte und veranlasste, den Bergbau im Tal der Laute aufzunehmen. Laute ist einer der beiden Flüsse, die durch Lautenthal fließt, der andere heißt Innerste.

Bereits im Mittelalter herrschte im weiten Talkessel am Zusammenfluss von Laute und Innerste reges Treiben. Es wurde Bergbau am Bielstein betrieben und es gab mehrere Hütten, die unter anderem Erze aus dem Rammelsberg bei Goslar verarbeiteten. Durch den Ausbruch der Pest,
die von 1347-52 in ganz Europa wütete, aber auch durch Holz- und Geldmangel sowie unzureichende Wasserlösung kam der Bergbau Mitte des 14. Jahrhunderts zum Erliegen.

Erst zu Beginn des 16. Jahrhunderts regte sich Dank des Bitterschen Erzfundes neues Leben. Wie in den anderen Bergstädten des Oberharzes kam die Mehrzahl der Lautenthaler Bergleute aus dem fernen Erzgebirge, wo gerade in dieser Zeit der Bergbau im Niedergang war. Viele kamen mit der Hoffnung auf schnellen Reichtum – doch sie wurden enttäuscht. Entsprach doch der Lohn eines Hauers dem Ertrag einer Kuh.

Es vergingen dreieinhalb Jahrhunderte, in denen jeder Mann im Ort mit dem Bergbau, seinem wechselvollen Auf und Ab, seinen seltenen Blüte- und häufigen Notzeiten auf Gedeih und Verderb verbunden war. Der größte Teil der Gruben stellte 1930/31 den Betrieb ein.“

so heißt es auf der Lautenthaler Website, siehe www.lautenthal-harz.de

In Lautenthal gibt es das Bergbaumuseum „Lautenthals Glück“, das umfassend zum Thema Bergbau informiert. Dort kann man geologische Exponate, historische Bergbaumaschinen und Bergbaumodelle besichtigen.

Lautenthal 060 Lautenthal 075
Lautenthal 073 Lautenthal 118
Lautenthal 119 Lautenthal 062

Gesteinsproben

Erzschifffahrt im Berg

Lautenthal 084 Lautenthal 092

Die Oberharzer Erzschifffahrt wurde bis Anfang des vorigen Jahrhunderts betrieben. Die hiesige Rekonstruktion der Erzschifffahrt im Bergbaumuseum „Lautenthals Glück“ nutzt einen historischen Wasserlösungsstollen. Auf einer Strecke von etwa 110 Meter kann man mit dem Erzkahn die schiffbare Wasserstraße unter Tage befahren.

Das Highlight jedoch ist die Einfahrt mit der Grubenbahn in den Berg sowie die Führung im Berg über drei Sohlen der historischen Silbergrube. Ein Helm ist hierbei natürlich Pflicht.

Lautenthal 063 Lautenthal 066 Lautenthal 106
Lautenthal 108 Lautenthal 090 Lautenthal 087

Doch am meisten beeindruckt hat mich die Bergkapelle. Mitten im Berg ist doch tatsächlich eine Kapelle, in der die Bergleute beten oder zur Predigt gehen. Dort ist ein Kreuz mit Jesus Christus aufgestellt, aber auch ein Bild der heiligen Barbara, der Schutzpatronin der Bergleute. Sogar mehrere Kirchenbänke befinden sich dort. In dieser Kapelle wurden auch Eheleute getraut.

Lautenthal 103 Lautenthal 104

Alle Fotos in diesem Blog lassen sich per Mausklick vergößern.

Lautenthal im Oberharz

Letztes Wochenende war ich wieder auf Reisen – diesmal im Harz und habe mir Lautenthal angesehen, das zu Langelsheim gehört und im Landkreis Goslar liegt.

Lautenthal 134 Lautenthal 002

Lautenthal ist ein anerkannter Luftkurort mit 1658 Einwohnern und trägt seit 2013 wieder die offizielle Bezeichnung „Bergstadt“.

Lautenthal 036 Lautenthal 136

Bummel durch die Bergstadt mit dem historischen Marktplatz, der auf den beiden oberen Fotos zu sehen ist, schön verzierten Häuserfassaden und der schönen Barockkirche, die 1649-1659 erbaut wurde, siehe Foto in der unteren Reihe links.

Lautenthal 128 Lautenthal 041
Lautenthal 016 Lautenthal 027
Lautenthal 051 Lautenthal 028
Lautenthal 032 Lautenthal 022

Lautenthal liegt im Innerstetal zwischen Clausthal-Zellerfeld und Langelsheim im nordwestlichen Oberharz. Der Ort befindet sich auf einer Höhe von ungefähr 300 m über NN in einem Talkessel, wobei die umliegenden Berge Höhen bis 620 m über NN erreichen. Die beiden Flüsse Innerste und Laute durchfließen die Bergstadt. In Richtung Langelsheim wird die Innerste zur Innerstetalsperre angestaut. Der Stausee ist im Sommer Attraktion für viele Touristen.

Spaziergang in der Natur in und um Lautenthal.

Lautenthal 161 Lautenthal 010
Lautenthal 141 Lautenthal 156
Lautenthal 170 Lautenthal 155

Alle Fotos in diesem Blog lassen sich per Mausklick vergößern.

Herbstimpressionen

Nun ist es deutlich, der Herbst ist da. Und damit auch die Gelegenheit, raus in die Natur zu gehen und die bunte Vielfalt zu fotografieren.

258_01 146_01

Nicht nur die Blätter an den Bäumen verfärben bzw. entfärben sich, sondern auch die Gräser. Die folgenden beiden Fotos sind im Brook aufgenommen. Ich mag das Dunstige, was dem Herbst etwas zauberhaftes und mystisches verleiht.

120_01 200_01

Ich staune auch über die Vielfalt der Pilze, die jetzt aus dem Boden schießen oder sich auf totem Material wie umgestürzten Bäumen ansiedeln.

192_01

273_01272_01

266_01

Wobei der eigentliche Pilz als Mycel großflächig im Boden wächst und oberirdisch seine sogenannten Fruchtkörper austreibt. D.h. die Pilze, die man sieht sind die Fruchtkörper des eigentlichen  Pilzes im Boden. Im folgenden sind noch einige zu sehen.

125_01 209_01

211_01

Pilze gehören weder zum Pflanzenreich noch zum Tierreich, sondern bilden ein eigenständiges Reich.

Alle Fotos in diesem Blog lassen sich per Mausklick vergrößern.