Archiv für den Monat: August 2014

Tierpark Eekholt

Ende Mai war ich im Tierpark Eekholt, der in Heidmühlen, das ist zwischen Bad Bramstedt und Bad Segeberg, im Kreis Segeberg liegt. Ich hatte meine Nikon Spiegelraflexkamera mit dabei und das Telezoom 55-300 mm, damit ich die Tiere ganz nah heranholen kann.
Der privat geführte Park gehört zu einem der schönsten Wildparks des Landes. Auf einer Fläche von 67 ha kann man über 700 Tiere in 100 Arten beobachten, so heißt es in dem Prospekt. Die Anlage ist gut gestaltet, jedoch habe ich die Käfige als sehr bedrückend empfunden. Die eingesperrten Tiere, insbesondere die  Wölfe, machten keinen sehr glücklichen Eindruck. Ganz im Gegenteil, die Tiere wirkten ungepflegt. Anders waren dagegen die Freigehege, in dem das Wild oder auch die Störche untergebracht sind. Der Platz für die Tiere ist großzügig und wirkt artgerecht.

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Das Besondere an dem Tierpark ist das Blesswild, eine Art Rotwild, welches in der freien Wildbahn nicht mehr vorkommt. Auf der website des Wildparks heißt es:

Bleßwild (Cervus elaphus)

Bleßhirsche sind eine Farbvariation der Rothirsche mit weißer Blesse und meist weißen Läufen.
Farbvarianten treten bei allen Tierarten mit rezessiver Vererbung auf. In freier Wildbahn ist Bleßwild nahezu ausgestorben. Vermutlich hält der Wildpark Eekholt die letzten Exemplare. Geweih und Körpergewicht sind geringer als beim normalfarbenen Rotwild, Daten zur Lebenserwartung und Fortpflanzung unterscheiden sich nicht. Und diese sind wir folgt:

Die Tiere erreichen eine Länge von 165 bis 250 cm und sind 70 bis 180 kg schwer. Sie haben eine Lebenserwartung von ca. 10 Jahren und ernähren sich von Gräsern, Kräutern, Nadeln, Knospen, Trieben usw. Die Brunftzeit ist von September bis Oktober. Nach 33 bis 34 Monaten wird im Mai/Juni ein, selten zwei, Kälber mit einem Gewicht von 5-8 kg zur Welt gebracht, die nach 1,5 Jahren geschlechtsreif werden.

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Ich finde diese Tiere sehr schön, sie sehen so ruhig und sanftmütig aus. Das ganze Rudel war auf der Wiese an einem kleinen Fluss, der Osterau, versammelt und ruhten sich aus.

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In dem Wildpark gab es noch andere Arten und u.a. auch Wildschweine, Fischotter, Marder, Dachse, Wölfe, Störche, Uhus, Raubvögel mit Flugschau.

Die Störche haben mir auch gut gefallen. Sie sehen so farbenfroh aus.

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Diese und noch weitere Fotos befinden sich unter Tierpark Eekholt in der Galeria Nikon.

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Froschteich und Brook

Vor einigen Tagen habe ich einen Spaziergang zum Froschteich am alten NABU-Haus gemacht. Ich bin am Waldfriedhof gestartet und hatte diesmal meine große Kamera dabei, die Nikon D5100, mit einem Telezoom 55-300 mm. An der wunderschönen Stockrose konnte ich  nicht vorbeigehen, ohne sie zu fotografieren. Die Fotos sind schärfer und sehr viel brillianter geworden im Vergleich zur Bridgekamera, mit der ich ein paar Tage zuvor fotografiert hatte.

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Ich mag die Landschaft mit den Birken und den Gräsern. Es duftet so intensiv.

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Dann bin ich beim alten NABU-Haus, direkt neben der Försterei, angekommen.

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Früher bin ich oft mit den Fahrrad hier gewesen. Der Froschteich hat sich in den letzten Jahren sehr verändert, er verlandet immer mehr. Früher gab es noch freie Wasserflächen, heute ist die ganze Wasseroberfläche von Wasserpflanzen bedeckt. Frösche gibt es jedoch immer noch.

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Im letzten Jahr wohnte am alten NABU-Haus ein echter Hase. Hoppelchen 🙂 Was wohl aus ihm geworden ist?

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Weitere Fotos von Hoppelchen sind in der Galeria unter Lumix zu finden.

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Waldfriedhof und Waldkauz

Gestern war ich auf dem Waldfriedhof in Wohldorf und habe fotografiert. Der Waldfriedhof  ist 1932 entstanden und liegt idyllisch zwischen Duvenstedter Brook und dem Wohldorfer Wald. Ein Rundweg führt über den beschaulichen Friedhof mit seiner zentralen Kapelle, die bereits zur Eröffnung als Backsteinbau fertiggestellt werden konnte.

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Der Friedhof befindet sich in Hanglage und zeigt ein Gelände mit vielen Hügeln und Senken. Sein dichter Baumbestand ist ein Ausläufer des Wohldorfer Waldes.

Ich fotografiere gerne auf diesem Friedhof. Es herrscht eine friedliche Stille und angenehme Atmosphäre. Das Licht+/Schattenspiel ist durch die hohen und dichten Bäume sehr kontrastreich, das Licht oft mystisch. Allerdings ist es schwierig, dieses auf den Fotos „einzufangen“.

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DSC_0025Auf dem Waldfriedhof, genauer in dem Schornstein der Kapelle, lebt ein Waldkauz, den ich schon seit Jahren regelmäßig besuche und fotografiere. Er kennt mich schon 😉

DSCN0804_01Ein kauziges kleines Kerlchen. Ich habe keine Ahnung, ob Männchen oder Weibchen, oder wie alt das Tier ist bzw. werden kann. Deshalb habe ich bei Wikipedia nachgeschaut.

Der Waldkauz (Strix aluco) ist eine mittelgroße Eulenart mit einer Verbreitung von Europa bis nach Westsibirien und Iran. Er kommt außerdem in Südostasien vor. In Mitteleuropa ist der Waldkauz gemeinsam mit der Waldohreule die häufigste Eule. Er fehlt lediglich in baumarmen Gebieten.  Waldkäuze benötigen als Brutareal reich strukturierte Landschaften, in denen sich Wälder und Baumgruppen mit offenen Flächen abwechseln. Er ist ein Höhlenbrüter, der neben Baumhöhlen auch in Mauerlöchern, Felshöhlen sowie Dachböden brütet. Er frisst bevorzugt Mäuse, kann aber seine Ernährung bei Mäusemangel auf Kleinvögel und Kleinsäuger umstellen.

Kennzeichnend für diese dämmerungs- und nachtaktive Eulenart ist eine gedrungene Gestalt mit rundem Kopf und einer rindenähnlichen Gefiederfärbung. Von September bis November sowie im zeitigen Frühjahr ist der Reviergesang des Männchens weithin hörbar. Ein ausgewachsener Waldkauz hat eine Länge von 40-42 cm und wiegt etwa 600 g, das Weibchen ist etwas schwerer. Der Körperbau ist kompakt, der Kopf wirkt im Verhältnis sehr groß. Die Flügelspannweite beträgt 105 cm.

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Waldkäuze sind monogam und verpaaren sich auf Lebenszeit. Sie legt 2-6 Eier, die Brutdauer beträgt 28 Tage, die Nestlingszeit 31 Tage. Das Revier eines Paares wird ganzjährig vom Paar verteidigt. Seine Grenzen verändern sich im Verlaufe der Jahre kaum. Der Waldkauz wird 15 Jahre alt. Ich hoffe, der kleine Kerl hat noch einige glückliche Jahre vor sich.

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Duvenstedter Brook im August

In den letzten Wochen habe ich auf meinen Spaziergängen zwar viel fotografiert, jedoch noch keines dieser Fotos veröffentlicht. Es gibt zwar jede Menge zu sehen, doch oft wird es auch langweilig, weil ich immer dieselben Motive fotografiere: Pflanzen und Insekten. Und dieses Thema hatte ich im letzten Beitrag schon abgehandelt. Doch was ist neu in diesem Beitrag? Was ist ganz typisch für den August?

Die Heide

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Ich mag Heidelandschaften, die Vegetation, den für sie typischen Geruch. Es erinnert mich an meine Kindheit, an zahlreiche Urlaube, die wir in Dänemark verbracht haben. Wir haben als Kinder diese Heidelandschaften geliebt, dort gespielt, sie erforscht, uns ausgeruht und gestaunt über die Vielfalt, Schönheit und Lebendigkeit dieser einzigartigen Natur.

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DSCN0894_01Wnn man nur ein kleines Stück weiter in den Duvenstedter Brook hineingeht, ändert sich die Landschaft und Vegetation schlagartig. Die trockene Heidelanschaft geht über in feuchte Wiesen und Seenlandschaft. Die Kofpweiden stehen am Rand der Wiesen und des Weges.

In einem ganz anderen Teil des Duvenstedter Brooks sieht man eine Stockrose am Feldrand.

DSCN0912_01Stockrosen gehören zu meinen Lieblingsblumen. Sie sind unglaublich zart, und doch zäh und aufrecht. Unbeugsam. Und sie tauchen dort auf, wo man sie nicht vermutet, Es sei denn, man hat sie da angepflanzt 😉

Auch das Innere einer Stockrose ist faszinierend. Ein kleines Universum für sich. Mikrokosmos.

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Ich mag auch die Wilde Malve, die jetzt überall auf den Kuhweiden zusammen mit dem Klee zu sehen ist. Kleine rosa Farbtupfer in dem unendlichen Grün der Wiesen und Weiden.

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Und zum Schluß darf ein Bewohner dieser schönen Landschaft nicht fehlen, die Heidelibelle.

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