Archiv der Kategorie: Friedhöfe

Ohlsdorfer Friedhof im Herbst

„Der Friedhof Ohlsdorf  wurde am 1. Juli 1877 eingeweiht und ist mit 389 Hektar der größte Parkfriedhof der Welt. Über das gesamte Areal verteilen sich 202.000 Grabstätten. Auf dem Ohlsdorfer Friedhof haben seit seiner Gründung über 1,4 Millionen Beisetzungen stattgefunden, jährlich kommen 4.500 Beisetzungen dazu. Zum Vergleich: Der Wiener Zentralfriedhof hat eine Größe von 250 Hektar mit 330.000 Grabstellen.

Das Aussehen des Geländes ist bestimmt durch den Parkcharakter der Anlage mit einigen hundert Laub- und Nadelgehölzarten sowie Teichen und Bächen und einer Landschaft, die sich durch eine Mischung aus historischen Bauten, Gartendenkmälern und modernen Themengrabstätten auszeichnet. Charakteristisch für die Struktur der Anlage sind schnurgerade, in exakter Ost-West- bzw. Nord-Süd-Richtung verlaufende sowie gleichmäßig sanft gebogene Straßen und Wege mit dazwischen liegenden schachbrettartig angelegten Parzellen. Das durchweg von Pflanzen gesäumte Straßensystem wird durch Kreisel aufgelockert. Neuere Anlagen sind unter anderem Schmetterlingsgräber, Kolumbarien und Paar-Anlagen. Der Friedhof wird vielfach von Touristen besucht, besonders zur Rhododendronblüte Ende April bis Anfang Juni.“ So heißt es bei wikipedia.

Freilichtmuseum mit alten Grabstätten.

Der Friedhof ist auch im Herbst besonders schön, wenn die Blätter sich verfärben, wie es auf den folgenden Fotos zu sehen ist.

Dieser Friedhof ist nicht nur der größte Parkfriedhof der Welt, für mich ist es auch der schönste Friedhof der Welt, obwohl ich nicht alle kenne 😉

Er ist eine Oase, ein Ort der Ruhe, des Friedens und der Muße.

Siehe auch meine anderen Beitrage über den Ohlsdorfer Friedhof.

http://blog.bella-fotografia.de/?p=241

http://blog.bella-fotografia.de/?p=2627

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Der Herbst ist da!

Nun ist der Herbst da. Nach diesem heißen sonnigen Sommer ist der Herbst ebenfalls warm und trocken. Ich habe die Gelegenheit genutzt, um lange Spaziergänge und verschiedene Herbstfotos zu machen.

Hierfür war ich im Duvenstedter Brook und an den Volksdorfer Teichwiesen unterwegs.

Ich war auch auf dem Ohlsdorfer Friedhof, der wunderschön ist und auch am besten diese Jahreszeit präsentiert: eine Zeit des Absterbens. Die Blätter fallen vom Baum, weil die Energie sich nach innen zurückzieht. Auch für uns Menschen bedeutet dies eine Zeit des Abschieds und des Rückzugs. Auf der seelisch-geistigen Ebene wird das Jahr reflektiert, die „Ernte“, die eingefahren wurde, begutachtet und das „Alte“, was nicht mehr gebraucht wird, losgelassen. Unsere Energie zieht sich ebenfalls nach innen. Es ist eine Zeit der Muße und Innenschau. Dabei wird losgelassen und aussortiert, sowie ausgeruht, denn im neuen Jahr, im Frühjahr beginnt der Zyklus von neuem. Die Energie geht nach außen, in das Wachstum, dorthin, was man leben möchte. Ein ewiger Kreislauf, der sich am besten in der Natur beobachten läßt. Nur hat sich unsere Gesellschaft angewöhnt in dieser Zeit der Muße und Innenschau weiterhin mit voller Power durch das Leben zu jagen. Viele kommen in dieser Zeit nicht genügend zur Ruhe und schleppen das „Alte“, was sie eigentlich loslassen müssten, mit in das neue Jahr. Wen wundert es da, dass viele Menschen unter dem Ballast irgendwann zusammen brechen?

Auf dem Friedhof gibt es genug Symbole für Reflexion, Spiritualität und Präsenz sowie Zeit und Gelegenheit, die Verbindung zur inneren Quelle zu spüren.

Mir gefällt die Natur im Herbst. Ich mag die bunten Blätter, das Absterben, aussortieren, zur Ruhe kommen. Es gibt viele sonnige Tage. Die Blätter leuchten sehr schön in der Sonne. Sie geben das Licht, was sie im Frühjahr für die Fotosynthese gebraucht haben, jetzt wieder ab. Ein bunter Herbst und ein goldener Oktober.

 

Durch die anhaltene Trockenheit gibt es wenig Pilze. Die Eichhörnchen sind jetzt eifrig dabei, Nüsse und Eicheln zu sammeln. Ich mag diese hübschen Tiere, die sehr flink und wachsam sind.

In einigen Bereichen ist die Verfärbung der Blätter noch nicht sehr weit fortgeschritten, in anderen Bereichen ist das Laub schon komplett unten.

Ich habe einige Herbstgedichte im Internet rausgesucht, die ich hier präsentieren möchte:

Herbst

Nun lass den Sommer gehen,
Lass Sturm und Winde wehen.
Bleibt diese Rose mein,
Wie könnt ich traurig sein?

 Joseph Freiherr von Eichendorff
(1788-1857)

Blätterfall

Der Herbstwald raschelt um mich her.
Ein unabsehbar Blättermeer
Entperlt dem Netz der Zweige.
Du aber, dessen schweres Herz
Mitklagen will den großen Schmerz:
Sei stark, sei stark und schweige!

Du lerne lächeln, wenn das Laub
Dem leichteren Wind ein leichter Raub
Hinabschwankt und verschwindet.
Du weißt, dass just Vergänglichkeit
Das Schwert, womit der Geist der Zeit
Sich selber überwindet.

Christian Morgenstern
(1871 – 1914)

Herbsttag

Herr es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren lass die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

Rainer Maria Rilke
1875 – 1926

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Endlich Frühling!

Am Osterwochenende war es noch kalt und ungemütlich, vereinzelt lag sogar noch Schnee.

Wir haben einen Ausflug nach Aumühle in den Schmetterlingsgarten gemacht. Siehe auch den Beitrag von 2015  http://blog.bella-fotografia.de/?p=440 Dort im Garten sah es, obwohl er schön gestaltet ist, noch etwas trostlos aus. Die Natur war noch nicht erwacht.

Dafür war es im Innenbereich, im Tropenhaus, dort wo die Schmetterlinge sind, sehr schön. Das Bambushaus ist neu und interessant gestaltet. Im Hintergrund sieht man einen Buddhakopf.

Bananenfalter Bambushaus
Blauer Morpho Malachit
Ein Plakat mit der Vielfalt der Schmetterlinge

In einem anderen Gewächshaus ist eine schöne Teichanlage, ein singender Wassergarten. Dort sind die Kois. Es gibt in dem Gewächshaus auch ein Café, die Tische befinden sind teilweise am Wasser, sehr idyllisch, wie in einer Oase.

Am Wasser stehen diese wunderschönen Blumen. Und einen Froschkönig habe ich auch entdeckt.

Amaryllis

Das war schon der zweite Froschkönig, der mir an diesem Wochenende begegnet ist. Dies habe als Anlass genommen, mich mit dem Märchen zu beschäftigen, da es offensichtlich eine Botschaft für mich hat. Und so war es auch. Wer sich für das Märchen interessiert, kann es hier lesen:

https://www.grimmstories.com/de/grimm_maerchen/der_froschkonig_oder_der_eiserne_heinrich

Der erste Froschkönig ist mir auf dem Ohlsdorfer Friedhof begegnet.

Die Natur erwacht, und auch das Familiengrab ist neu bepflanzt.

Ich mag die steinernen Treppen auf dem Ohlsdorfer Friedhof.

Skulptur und Mausoleum am Anonymen Urnenhain.

Diese Bäume stehen im Wacholderpark in Fuhlsbüttel in der Nähe der U Bahn Station Fuhlsbüttel

Die Bäume sind noch etwas verhalten, aber nach der Wärme am letzten Wochenende beginnt jetzt alles zu sprießen. Auch die Tiere sind aktiv. Der Uhu im Brook brütet wieder.

Auch auf meinem Balkon ist endlich Frühling.

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Fototour auf dem Ohlsdorfer Friedhof

Die letzten beiden Wochenenden war ich auf dem Friedhof unterwegs, um Fotos zu machen. Eine Freundin hatte mir Bereiche gezeigt, wo ich noch nie gewesen war. So zum Beispiel die Kapelle 12. Sie ist als Notkapelle erbaut und 1923 eingeweiht worden. Sie ist sehr schön.

Leider konnte ich sie nicht von innen besichtigen, da gerade eine Trauerfeier stattfand. Auf dem Weg zur Kapelle habe ich einige Pflanzen fotografiert.

Alles strebt dem Licht entgegen.

Dabei habe ich diesen interessanten Baum entdeckt. Verbundenheit zeigt sich manchmal auf ganz ungewöhnliche Weise.

In der Nähe sind die britischen Soldatengräber und Gedenkstätte des ersten und zweiten Weltkrieges. The Commonwealth War Graves. Ein sehr friedlicher und harmonischer Ort.

Im folgenden sind die Baumgräber zu sehen.

Von den dort niedergelegten Blumen habe ich Großaufnahmen gemacht.

Unser Familiengrab ist auf dem anderen Ende des Friedhofs, in der Nähe der Kapelle 8.

Meine Mutter hat das Grab mit Hornveilchen und Bellis neu bepflanzt. Sie leuchten wunderschön in der Sonne.

Gegenüber der Kapelle 7 steht dieses Mausoleum und die Figur „das Schicksal“.

Die Betrachtung beider Fotos bereitet mir Unbehagen. Das Schicksal hat es nicht gut gemeint mit der Frau und dem Mann, die es neben sich herschleift. Unheimlich! Führt die Betrachtung dieser Skulptur zwangsläufig zur Auseinandersetzung mit seinem eigenen Schicksal? Oder gelingt es, das Gesehene weit von sich zu weisen und es an den beiden Unglücksseligen fest zu machen?

Aber es gibt nicht nur Tod auf dem Friedhof, sondern auch Leben. Überall wo man hinsieht, blüht und sprießt es. Auf dem rechten Foto kann man den Eisvogel auf dem Pfahl erkennen, wenn man genau hinsieht. Er brütet auf dem Ohlsdofer Friedhof.

Ebenso die Gänse und Schwäne, und auch der Buntspecht.

Auf dem Friedhof kann man ganz deutlich den ewigen Kreislauf von Werden und Vergehen beobachten, dem wir auch unterliegen. Ihm kann man nicht entgehen. Es gibt nichts außerhalb. Alles Leben unterliegt diesem ewigen Wandel. Auch wir werden eines Tages von „der Bühne des Lebens“ gehen, und keiner wird applaudieren. Dann heißt es, loszulassen und den Sprung wagen. Ja, aber wohin? Was kommt danach? Woher komme ich und wohin gehe ich?

Die Seele ist ewig. Und unsterblich. Da fällt mir dieser Satz ein, den ich vor kurzem gelesen habe:

„Nichts Wirkliches kann bedroht werden.

Nichts Unwirkliches existiert.

Hierin liegt der Frieden Gottes“

Es gibt sehr alte Grabstätten mit interessanten Skulpturen auf dem Ohlsdorfer Friedhof.

Eingebettet in diesen Wald erscheinen sie sehr mystisch. Und eindrucksvoll.

Dort habe ich auch den Uhu gesehen. Auf dem folgenden Foto gähnt er gerade.

Es soll ein Weibchen sein, habe ich gehört, und auch schon etwas älter, so dass kein Nachwuchs mehr zu erwarten ist. Ich weiß aber nicht, ob es wirklich stimmt.

Im Gegensatz dazu zeige ich im folgenden ein Foto vom Nachwuchs eines Uhu-Pärchens, welches im Brook brütet.

„Schau mir in die Augen, Kleines“

Doch zurück zum Ohlsdorfer Friedhof. Ich habe noch weitere interessante Skulpturen und Figuren. So wie den Löwen und den Engel, der versucht, einen Kopfstand zu machen.

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Stimmungsbilder

In diesem Winter war ich mehrfach unterwegs, um stimmungsvolle Fotos aufzunehmen. Folgende Bilder habe ich an einem klaren Wintertag mit tiefstehender Sonne fotografiert, als ich einen Spaziergang zwischen den Feldern in Wohldorf (zwischen Rader Weg, Duvenstedter Triftweg und Wiemerskamper Weg) machte.

Ähnliche Fotos habe ich auch im Duvenstedter Brook aufgenommen. Die tiefstehende Sonne strahlt die Bäume an.

Bilder mit Schnee wie Puderzucker.

Die Sonne ist schon fast untergegangen.

Und der Mond ist aufgegangen.

Tiere in Wohldorf und im Duvenstedter Brook.

Waldkauz Wohldorfer Kuh

Rotkehlchen

Reiher

Silberreiher Graureiher

Zugvögel

Bäume

Vereiste Wiesen und vereister Staudamm.

Die hügeligen Pferdeweiden von Wohldorf im Licht und Schatten.

Auch auf dem Ohlsdorfer Friedhof habe ich stimmungsvolle Bilder gemacht. Die Natur dort ist beeindruckend.

Alte Gräber

Anonymer Friedhof an der Kapelle 8

Steintreppe

Die bisherigen Fotos vom Ohlsdorfer Friedhof empfinde ich als ruhig und friedvoll, zum Teil auch mystisch. Im folgenden sind jedoch Fotos zu sehen, die bedrückend sind. Es sind Bilder vom Mahnmal für die Opfer des Feuersturms im Sommer 1943. Das Mahnmal befindet sich in der Nähe der Kapelle 13, zwischen Eichen- und Kirschenallee. Die Hintergrundinformationen sind schockierend und machen betroffen.

Für die circa 37.000 Opfer der alliierten Luftangriffe auf Hamburg im Sommer 1943 entstand auf dem Ohlsdorfer Friedhof eine weitläufige Gräberstätte. Häftlinge aus dem KZ Neuengamme mussten die oftmals bis zur Unkenntlichkeit verstümmelten Toten in den zerstörten Stadtteilen aus den Trümmern bergen und beim Ausheben eines großen Massengrabes auf dem Ohlsdorfer Friedhof helfen, das kreuzförmig mit breiten Armen von über hundert Metern Länge angelegt wurde.

„Fahrt über den Styx

Am 16. August 1952 wurde am Ort des Massengrabes ein Mahnmal für die Hamburger Bombenopfer eingeweiht. Im Mittelpunkt der Kreuzarme steht ein quadratischer Sandsteinbau, siehe Fotos oben, der die Skulptur „Fahrt über den Styx“ von Gerhard Marcks (1889–1981) umschließt. Sie zeigt den Totenfährmann Charon, der ein Brautpaar, eine Mutter mit Kind, einen Mann und einen Greis ans jenseitige Ufer in die Unterwelt bringt, ein Bild aus der griechischen Mythologie. Die erstarrt wirkende Szene soll die Gleichgültigkeit des organisierten Massentodes symbolisieren, der seine Opfer in jedem Abschnitt des Lebens fand. Das Mahnmal wird durch 18 Eichenbalken ergänzt, auf denen die Namen der Stadtteile stehen, aus denen die Toten zu dieser Ruhestätte gebracht wurden. Eine Erläuterungstafel beziffert die Zahl der Opfer mit 36.918. Am Rande der Anlage stehen von Angehörigen zumeist in den ersten Nachkriegsjahren gesetzte Grabsteine, die an einzelne Opfer erinnern.

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Die Natur ist erwacht

Ich war in den letzten Wochen häufig in der Natur unterwegs und wollte das einsetzende „Frühlingserwachen“ mit der Kamera begleiten. In diesem Beitrag zeige ich also Fotos, die zu unterschiedlichen Zeiten entstanden sind. Als erstes kommen die blühenden Weidenkätzchen.

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Durch die niedrigen Temperaturen ist die Natur noch etwas verhalten, doch überall sieht man schon das frische Grün der sprießenden neuen Blätter.

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Nach und nach entfaltet sich auch die Blütenpracht. Die Krokusse habe ich im Duvenstedter Brook aufgenommen, sie wachsen am Fuße eines Baumes, die Tulpen auf dem Friedhof.

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Die folgenden Pflanzen habe ich im Botanischen Garten Wandsbek aufgenommen.

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Über die neuen Gänseblümchen freue ich mich ganz besonders. Gänseblümchen gehören zu den „fröhlichsten“ Blüten und tatsächlich kann man Gänseblümchen als Tee gegen depressive Verstimmungen einsetzen. Sie machen einfach gute Laune.

Wie ein Wunder wirkt der Magnolienbaum, der schon seine exotisch aussehenden Blüten ausgetrieben hat. Da kann man nur staunen, so schön sind sie.

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Die Kraniche sind auch wieder da. Vor Wochen habe ich schon eine Gruppe von ungefähr dreißig Tieren in der Luft kreisen sehen. Mit einer Körperlänge zwischen 90 und 150 cm gehören sie zu den größten Vögeln überhaupt. Hier bei uns bzw. in Mittel- und Nordeuropa gibt es hauptsächlich den Grauen Kranich.

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Man hört die lauten trompetenartigen Rufe der Kraniche schon von weitem.  Im April hat die Brutzeit der Kraniche begonnen, die bis Juni andauern kann. Tänze spielen bei der Paarbildung eine große Rolle. Haben sich zwei Kraniche gefunden und vereinigt, beginnt der Nestbau, für gewöhnlich am Boden, im sumpfigen Gebiet, z.B. in einem Schilfgürtel. Die Brutzeit dauert circa dreißig Tage. In dieser Zeit sind die Vögel sehr einzelgängerisch, in anderen Zeiten jedoch sehr gesellig und treten in großen Schwärmen auf.

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Aber es sind auch noch andere Vögel aktiv und mit Fortpflanzung und Nestbau beschäftigt.

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Auch am Froschteich ist ordentlich was los.

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Das weiß auch die Ringelnatter, die um den Teich kriecht und nach passender Beute sucht. Ich habe sie beobachtet, wie sie schlängelnd den Teich umrundet und auch sehr geschickt auf dem Wasser schwimmt.

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Aber Jäger gibt es nicht nur am Boden, auch hoch oben in der Luft halten Raubvögel nach Beute Ausschau. Ich glaube, es ist ein Bussard.

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Auf dem zweiten Bild ist eine Graugans zu sehen, kein Jäger der Lüfte, jedoch faszinierend anzusehen in ihrem Flug. Der Graureiher auf dem ersten Bild jagt ebenfalls nicht in der Luft, sondern an Gewässern. Er steht stocksteif da und beobachtet die Tiere im Wasser, um dann blitzschnell mit seinem Schnabel ins Wasser zu stoßen und seine Beute zu fangen.

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Andere Wasservögel sind ebenfalls auf dem Teich und dösen in der Sonne.

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Es gibt aber auch noch andere Tiere zu entdecken. Das Eichhörnchen habe ich im Botanischen Garten aufgenommen. Die Maus wohnt zwischen Grabplatten auf dem Ohlsdorfer Friedhof.

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Und zum Schluß kommen noch zwei Fotos von alten Bekannten. Die Wohldorfer Kühe wurden heute auf die Weide getrieben. Die Tiere hatten es sehr eilig, raus zu kommen. Allerdings sieht die Rotbunte nicht sehr glücklich aus, sondern ziemlich lustlos. Ich hoffe, das gibt sich, wenn sie erstmal das frische grüne Gras wahrnimmt. Auf geht´s, Mädels. 😎

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Ohlsdorfer Friedhof

Als der Ohlsdorfer Friedhof im Jahre 1877 weit vor den Toren der Stadt Hamburg eingeweiht wurde, hatte wohl niemand gedacht, dass er einst einer der größten Parkfriedhöfe der Welt sein würde. Inzwischen liegt er auch nicht mehr außerhalb der Stadt Hamburg, sondern mittendrin. In ihm sind rund 450 Nadel- und Laubgehölzarten zu finden. Auf dem 391 Hektar großen Gelände verkehren sogar Busse des HVV.

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Auf den folgenden Fotos ist der Wasserturm zu sehen.

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Die Gestaltung des Ohlsdorfer Friedhofs bestimmte im wesentlich Wilhelm Cordes.

„1879 erhält Wilhelm Cordes, seit zwei Jahren Bauleiter, das Amt des ersten Friedhofsverwalters. Ab 1898 ist er Friedhofsdirektor. 38 Jahre lang leitet er die Geschicke des Friedhofs. Seinem Ideal entsprechend schafft er als sein Lebenswerk einen romantischen Parkfriedhof, anknüpfend an den englischen Landschaftsgarten mit seinen der Natur nachgeformten Wegeführungen, Gewässerformen und Pflanzungen – bis heute Erholungsraum und Bestattungsfläche zugleich. Sein tief humanistisches Anliegen: „Freundlich und lieblich soll alles dem Besucher entgegentreten und dadurch der Ort aus der umgebenden Landschaft herausgehoben werden“. Jeder Verstorbene soll im eigenen Grab in einem Paradiesgarten ruhen“, so sagte Johann Wilhelm Cordes (1840-1917) und so heißt es auf der website des Ohlsdorfer Friedhofs.  Siehe unter www.friedhof-hamburg.de/ohlsdorf/

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Grabsteine und Engel.

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Letzte Woche habe ich einen der schönen Herbsttage genutzt, um den Friedhof zu erkunden und zu fotografieren. Auf meinem Spaziergang durch die Anlagen gelangte ich in den „Garten der Frauen“, einen Ort mit historischen Grabsteinen von Gräbern bedeutender Frauen sowie letzte Ruhestätten von Frauen. Siehe auch www.garten-der-frauen.de

Im Folgenden sind einige Bilder davon zu sehen:

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Eine der schönsten Anlagen, wie ich finde, liegt direkt am Haupteingang und Verwaltungsgebäude. Dort befinden sich nicht nur Grabstätten oder Grabsteine berühmter Hamburger Persönlichkeiten, sondern auch die Christusfigur. Auch die Grünanlage ist wunderschön. Dieser Bereich nennt sich Gedächtnisfriedhof.

Die folgenden beiden Fotos wurden am Verwaltungsgebäude fotografiert.

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Althamburgischer Gedächtnisfriedhof:

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Foto in der Mitte: Grabstein von Philipp Otto Runge, Maler.

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Bild Mitte: die Christusfigur.

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Obwohl schon eindeutig der Herbst Einzug gehalten hat, die Blätter golden oder rot färbt und Pilze aus dem Boden schießen,

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gibt es auch immer noch blühende Pflanzen, so wie diese Cosmea.

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Weitere Herbstimpressionen befinden sich unter Pilze, Bäume und Herbstlaub in der Galeria Nikon.

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Waldfriedhof und Waldkauz

Gestern war ich auf dem Waldfriedhof in Wohldorf und habe fotografiert. Der Waldfriedhof  ist 1932 entstanden und liegt idyllisch zwischen Duvenstedter Brook und dem Wohldorfer Wald. Ein Rundweg führt über den beschaulichen Friedhof mit seiner zentralen Kapelle, die bereits zur Eröffnung als Backsteinbau fertiggestellt werden konnte.

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Der Friedhof befindet sich in Hanglage und zeigt ein Gelände mit vielen Hügeln und Senken. Sein dichter Baumbestand ist ein Ausläufer des Wohldorfer Waldes.

Ich fotografiere gerne auf diesem Friedhof. Es herrscht eine friedliche Stille und angenehme Atmosphäre. Das Licht+/Schattenspiel ist durch die hohen und dichten Bäume sehr kontrastreich, das Licht oft mystisch. Allerdings ist es schwierig, dieses auf den Fotos „einzufangen“.

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DSC_0025Auf dem Waldfriedhof, genauer in dem Schornstein der Kapelle, lebt ein Waldkauz, den ich schon seit Jahren regelmäßig besuche und fotografiere. Er kennt mich schon 😉

DSCN0804_01Ein kauziges kleines Kerlchen. Ich habe keine Ahnung, ob Männchen oder Weibchen, oder wie alt das Tier ist bzw. werden kann. Deshalb habe ich bei Wikipedia nachgeschaut.

Der Waldkauz (Strix aluco) ist eine mittelgroße Eulenart mit einer Verbreitung von Europa bis nach Westsibirien und Iran. Er kommt außerdem in Südostasien vor. In Mitteleuropa ist der Waldkauz gemeinsam mit der Waldohreule die häufigste Eule. Er fehlt lediglich in baumarmen Gebieten.  Waldkäuze benötigen als Brutareal reich strukturierte Landschaften, in denen sich Wälder und Baumgruppen mit offenen Flächen abwechseln. Er ist ein Höhlenbrüter, der neben Baumhöhlen auch in Mauerlöchern, Felshöhlen sowie Dachböden brütet. Er frisst bevorzugt Mäuse, kann aber seine Ernährung bei Mäusemangel auf Kleinvögel und Kleinsäuger umstellen.

Kennzeichnend für diese dämmerungs- und nachtaktive Eulenart ist eine gedrungene Gestalt mit rundem Kopf und einer rindenähnlichen Gefiederfärbung. Von September bis November sowie im zeitigen Frühjahr ist der Reviergesang des Männchens weithin hörbar. Ein ausgewachsener Waldkauz hat eine Länge von 40-42 cm und wiegt etwa 600 g, das Weibchen ist etwas schwerer. Der Körperbau ist kompakt, der Kopf wirkt im Verhältnis sehr groß. Die Flügelspannweite beträgt 105 cm.

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Waldkäuze sind monogam und verpaaren sich auf Lebenszeit. Sie legt 2-6 Eier, die Brutdauer beträgt 28 Tage, die Nestlingszeit 31 Tage. Das Revier eines Paares wird ganzjährig vom Paar verteidigt. Seine Grenzen verändern sich im Verlaufe der Jahre kaum. Der Waldkauz wird 15 Jahre alt. Ich hoffe, der kleine Kerl hat noch einige glückliche Jahre vor sich.

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