Archiv des Autors: Silke

Urlaub am Bodensee – Ausflug nach Lindau, Bregenz und auf den Pfänder

Im letzten Jahr habe ich Urlaub am Bodensee gemacht. Diese Region gefällt mir landschaftlich sehr gut. Drei Länder grenzen an den Bodensee: Deutschland, Österreich und die Schweiz. Und Italien ist auch nicht weit.

Lindau ist eine Stadt am östlichen Ufer des Bodensees und gehört zu Bayern. Lindau wurde als „Lindoua“ oder „Lintoua“ urkundlich erstmals 882 in einer St. Galler Schenkungsurkunde erwähnt.

Die Stadt hat mehr als 25.000 Einwohner. Die historische Altstadt von Lindau liegt auf der gleichnamigen Insel im Bodensee, die eine Fläche von 0,68 km² hat und etwa 2800 Einwohner zählt. Ein Bummel durch die Altstadt kann ich nur empfehlen, sie ist sehr schön und lebendig.

Die Hafeneinfahrt von Lindau – ein beliebtes Fotomotiv.

 

Im Hintergrund kann man die Stadt Bregenz in Österreich erkennen und links von dem Löwen die Sendemasten auf dem Pfänder, ein Berg, der bei Bregenz liegt.

Ich bin mit dem Schiff von Lindau nach Bregenz gefahren. Bregenz ist die Landeshauptstadt des österreichischen Bundeslandes Vorarlberg und mit 29,5 Tausend Einwohnern die drittgrößte Stadt Vorarlbergs.

In der Innenstadt.

Die Kirche „Herz Jesu“.

Von Bregenz habe ich die Seilbahn auf den Pfänder, den Hausberg von Bregenz, genommen, Er ist 1064 m hoch und von dort hat man einen fantastischen Ausblick über das gesamte Alpenpanorama und den Bodensee.

Auf dem Foto oben links kann man den alten Rhein erkennen, der dort in den Bodensee fließt. Er fließt von Osten nach Westen durch den Bodensee und fließt in Konstanz wieder heraus. Dort ist Kilometer 0. Rechts ist Lindau zu erkennen. Und ein Zeppelin, oben in der Luft.

Dort oben gab es auch einen Wildpark. Ich habe Steinböcke, Wildschweine und ein Murmeltier gesehen.

Einkehr in die Berghütte – Blumen auf dem Tisch – schlicht und schön.

Der Abstieg mit der Seilbahn – ein traumhafter Blick.

Und von Bregenz ging es dann wieder mit dem Schiff zurück nach Lindau. Dort habe ich noch einige interessante Fotos gemacht.

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Arboretum

Letzten Sonntag waren wir im Arboretum.  Das ist eine Parkanlage mit verschiedenen Themen, die in Ellerhoop, Kreis Pinneberg liegt. Siehe hierzu auch meinen Bericht „Ausflug ins Arboretum“, den ich im letzten Jahr (Juli 2016) hier im Blog veröffentlicht  habe.

Ausflug ins Arboretum

In diesem Beitrag möchte ich die Fotos zeigen, die ich jetzt dort aufgenommen habe.

Die folgenden beiden Bilder zeigen den Münsterhof im Arboretum, ein altes Bauernhaus, in dem ein Café untergebracht ist.

Die Beete und Themenbereiche sind sehr schön angelegt. So gibt es Gärten, die nach Farben angelegt sind. Auch die Beetdekoration ist in der entsprechenden Farbe gehalten.

Eine Kletterpflanze, die Clematis.

Rosen in den verschiedensten Farben

Dann gab es einen Bereich, wo auf einer Wiese Wildblumen wie Kamille, Kornblumen und Klatschmohn wachsen. Diese Urprünglichkeit hat mir besonders gut gefallen.

Es gab auch Fingerhut und andere blühende Pflanzen, sowie Bäume mit urigen Luftwurzeln.

Die folgenden Bilder zeigen einen Gingkobaum und Bambus.

Gingko ist sehr widerstandsfähig, selbst gegen radioaktive Belastung. Es hat durchblutungsfördernde Eigenschaften, insbesondere im Kofpbereich und wird deshalb in der Naturheilkunde z.B. bei Hörsturz eingesetzt.

Die folgenden Bilder zeigen Themenbereiche. So zum Beispiel Thema Toskana.

Hier ist ein Olivenbaum zu sehen.

Auf dem geologischen Pfad sind verschiedene Gesteine zu sehen.

Und Prähistorisches wie z. B. die Sumpfzypressen, im Wasser stehend, aus dem Tertiär.

Zu der Zeit waren auch die Libellen und der Schachtelhalm noch riesengroß.

Es gab auch Mammutbäume. Dieser junge Mammutbaum soll in ca 2000 Jahren die künstliche Hülle, in die er gepflanzt ist, ausfüllen.

Im Arboretum gibt es auch Duft- und Kräutergärten.

Echinacea.

Und japanische Gärten.

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Zürich

Zürich gehört zu den lebendigsten Städten überhaupt – ich mag Zürich und genieße es sehr, wenn ich dort bin. Die folgenden Aufnahmen sind vom letzten Sommer.

Der Zürcher See ist sehr schön. Dort fühle ich mich am wohlsten. Die Atmosphäre ist frisch und klar.

Die Gesamtfläche des Zürichsees beträgt 88,17 km², wobei auf den Kanton Zürich 59,79 km², auf den Kanton Schwyz 17,46 km² und auf den Kanton St. Gallen 10,92 km² entfallen.

Eine Rundfahrt über den Zürcher See lohnt sich, der Ausblick ist wunderschön.

Spatzen am Zürcher See

Die langgestreckte, leicht gekrümmte Form des Zürichsee gleicht in etwa einer Banane. Der See ist von Rapperswil bis Zürich rund 28 Kilometer lang, zusammen mit dem Obersee rund 42 Kilometer. An der breitesten Stelle zwischen  ist der See 3,85 Kilometer breit. Seine tiefste Stelle misst 136 Meter. Die Uferlänge beträgt 87,6 Kilometer.

Der Hauptabfluss aus dem Zürichsee in der Stadt Zürich ist die Limmat, die durch das Limmattal zur Aare fliesst.

Blick vom Zürcher See in Richtung Altstadt.

An diesem Tag fand das Zürcher Limmatschwimmen statt.

Seit 1945 gibt es einmal jährlich dieses Volksschwimmen, wo sich die Leute wie die Lemminge in die Limmat stürzen. Teilnehmer bekommen Preise oder zumindest eine Medaille.

Aber auch im Zentrum war etwas los – ein Stadtfest. Das Dörflifäscht.

Zürich hat eine schöne Altstadt mit interessanten Läden.

Die Stadt war allerdings durch die beiden Ereignisse überfüllt. Aber trotzdem war es ein Vergnügen, dort zu sein.

Was mich beeindruckt hat, waren die vielen Brunnen, an denen man trinken oder seine Wasserflasche auffüllen konnte.

Zürich ist auf jeden Fall eine Reise wert.

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Elbphilharmonie und Hafen

Die Elbphilharmonie sollte ein neues Wahrzeichen der Stadt Hamburg werden. Das Projekt war jedoch aufgrund seiner Kostenentwicklung und insbesondere des steigenden Beitrages der Stadt Hamburg sehr umstritten.

Die Bauzeit dauerte von 2007 bis 2016. Ursprünglich waren 186 Millionen Euro für den Bau angesetzt. Die Kosten schossen jedoch während der Bauzeit in die Höhe. Der Bauunternehmen war Hochtief. Das Bauprojekt sollte bis Herbst 2010 fertig gestellt sein, zog sich aber bis Ende 2016 hin. Am 11. Januar 2017 war dann die offizielle Eröffnung der Elbphilharmonie. Die Gesamtkosten betrugen bis dahin insgesamt 866 Millionen Euro.

Zwischen Backsteinsockel und Glasaufbau befindet sich in 37 Metern Höhe ein öffentlich zugänglicher Platz, die Plaza, der als Zugangsebene für das Foyer der Konzertsäle, zum Hotel sowie zu den Eingängen der Wohnungen dient, die sich in der Elbphilharmonie befinden. Teil der Plaza ist ein Außenrundgang um das Gebäude. Von hier bietet sich eine hervorragende Aussicht über die Elbe, den Hafen und die Innenstadt Hamburgs. Im Februar 2017 zählte die Plaza der Elbphilharmonie bereits ihren millionsten Besucher.

Der Aufbau erhielt eine Glasfassade aus insgesamt 2200 einzelnen Glaselementen, die jeweils aus vier Glasscheiben bestehen. Alle Scheiben erhielten einen eingearbeiteten Licht- und Wärmeschutz durch aufgedruckte gerasterte Folien. 595 Glaselemente sind individuell gekrümmt. Ein einziges dieser Glasfenster kostete etwa 72.000 Euro. Die gebogenen Fassadenteile erwecken den Eindruck eines riesigen Kristalls, der den Himmel, das Wasser und die Stadt immer wieder anders reflektiert. Der Hauptzugang in das Innere des Gebäudes erfolgt über eine 82 Meter lange, nach oben gebogene Rolltreppe, siehe Fotos unten, und eine kurze, normale Rolltreppe, die gemeinsam das Erdgeschoss mit der Plaza verbinden.

Der Innenbereich der Elbphilharmonie

   

Auf den oberen beiden Fotos lassen sich die gerasterten Folien an den Fenstern erahnen.

Am Donnerstag war ich das erste Mal in der Elbphilharmonie und ich war begeistert. Es war gutes Wetter und der Ausblick war fantastisch,

Die Veranstaltung, die wir besucht haben, fand im großen Saal statt. Es trat die Colin Currie Group auf und spielte Musik von Steve Reich. Er ist Komponist und Mitbegründer der Minimalmusik. Das Thema war Drumms und Percussion. Es war sehr beeindruckend.

Auf dem rechten Foto ist ganz rechts Steve Reich zu erkennen, links neben ihm steht Colin Currie und seine Bandmitglieder.

Wer sich näher mit der Musikrichtung beschäftigen möchte, dem sei folgender Link empfohlen.

https://www.youtube.com/results?search_query=colin+currie+group+%26+steve+reich

Hier eine Panoramaaufnahme des großen Saals.

Als wir die Veranstaltung verließen, hatten wir einen traumhaften Ausblick über den Hafen bei Nacht.

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Fototour auf dem Ohlsdorfer Friedhof

Die letzten beiden Wochenenden war ich auf dem Friedhof unterwegs, um Fotos zu machen. Eine Freundin hatte mir Bereiche gezeigt, wo ich noch nie gewesen war. So zum Beispiel die Kapelle 12. Sie ist als Notkapelle erbaut und 1923 eingeweiht worden. Sie ist sehr schön.

Leider konnte ich sie nicht von innen besichtigen, da gerade eine Trauerfeier stattfand. Auf dem Weg zur Kapelle habe ich einige Pflanzen fotografiert.

Alles strebt dem Licht entgegen.

Dabei habe ich diesen interessanten Baum entdeckt. Verbundenheit zeigt sich manchmal auf ganz ungewöhnliche Weise.

In der Nähe sind die britischen Soldatengräber und Gedenkstätte des ersten und zweiten Weltkrieges. The Commonwealth War Graves. Ein sehr friedlicher und harmonischer Ort.

Im folgenden sind die Baumgräber zu sehen.

Von den dort niedergelegten Blumen habe ich Großaufnahmen gemacht.

Unser Familiengrab ist auf dem anderen Ende des Friedhofs, in der Nähe der Kapelle 8.

Meine Mutter hat das Grab mit Hornveilchen und Bellis neu bepflanzt. Sie leuchten wunderschön in der Sonne.

Gegenüber der Kapelle 7 steht dieses Mausoleum und die Figur „das Schicksal“.

Die Betrachtung beider Fotos bereitet mir Unbehagen. Das Schicksal hat es nicht gut gemeint mit der Frau und dem Mann, die es neben sich herschleift. Unheimlich! Führt die Betrachtung dieser Skulptur zwangsläufig zur Auseinandersetzung mit seinem eigenen Schicksal? Oder gelingt es, das Gesehene weit von sich zu weisen und es an den beiden Unglücksseligen fest zu machen?

Aber es gibt nicht nur Tod auf dem Friedhof, sondern auch Leben. Überall wo man hinsieht, blüht und sprießt es. Auf dem rechten Foto kann man den Eisvogel auf dem Pfahl erkennen, wenn man genau hinsieht. Er brütet auf dem Ohlsdofer Friedhof.

Ebenso die Gänse und Schwäne, und auch der Buntspecht.

Auf dem Friedhof kann man ganz deutlich den ewigen Kreislauf von Werden und Vergehen beobachten, dem wir auch unterliegen. Ihm kann man nicht entgehen. Es gibt nichts außerhalb. Alles Leben unterliegt diesem ewigen Wandel. Auch wir werden eines Tages von „der Bühne des Lebens“ gehen, und keiner wird applaudieren. Dann heißt es, loszulassen und den Sprung wagen. Ja, aber wohin? Was kommt danach? Woher komme ich und wohin gehe ich?

Die Seele ist ewig. Und unsterblich. Da fällt mir dieser Satz ein, den ich vor kurzem gelesen habe:

„Nichts Wirkliches kann bedroht werden.

Nichts Unwirkliches existiert.

Hierin liegt der Frieden Gottes“

Es gibt sehr alte Grabstätten mit interessanten Skulpturen auf dem Ohlsdorfer Friedhof.

Eingebettet in diesen Wald erscheinen sie sehr mystisch. Und eindrucksvoll.

Dort habe ich auch den Uhu gesehen. Auf dem folgenden Foto gähnt er gerade.

Es soll ein Weibchen sein, habe ich gehört, und auch schon etwas älter, so dass kein Nachwuchs mehr zu erwarten ist. Ich weiß aber nicht, ob es wirklich stimmt.

Im Gegensatz dazu zeige ich im folgenden ein Foto vom Nachwuchs eines Uhu-Pärchens, welches im Brook brütet.

„Schau mir in die Augen, Kleines“

Doch zurück zum Ohlsdorfer Friedhof. Ich habe noch weitere interessante Skulpturen und Figuren. So wie den Löwen und den Engel, der versucht, einen Kopfstand zu machen.

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Ausflug nach Blankenese

Nun ist er endlich da – der Frühling. Überall blüht und sprießt es, das erste frische Grün – herrlich! Das Bild als Header zeigt eine Sumpfdotterblume, die ich gestern fotografiert habe.

Heute haben wir einen Ausflug nach Blankenese gemacht. Das Wetter war perfekt – warm und sonnig. Ganz Hamburg war unterwegs – auf den Straßen, in der Natur und in den Cafés. Wir sind mit dem 36´er Bus nach Blankenese gefahren, eine Art „Sight-Seeing-Tour“, da der Bus an vielen Sehenswürdigkeiten der Stadt vorbei fährt. Nicht die schnellste Art und Weise sich in Hamburg fort zu bewegen – nach 80 Minuten sind wir in Blankenese an der S-Bahn angekommen – aber es gibt auf der Strecke viel Interessantes zu sehen.

In Blankenese habe ich diese wunderschönen Magnolien fotografiert.

   

Und diese bewachsene Treppe.

Blankenese ist ein ehemaliges Fischerdorf, was 1301 zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde. Es liegt an einem Geesthang des Binnendeltas der Elbe, in dem sich zahlreiche Sandbänke bildeten. Daher leitet sich der Name Blankenese von dem niederdeutschen Wort blank wie glänzend, glatt, glänzend und dem Wort nes, nees, naäs, für Nase ab.

   

Der Hamburger Stadtteil Blankenese hat ein ganz eigenes Flair. Wie in einem südländischen Dorf am Berg gelegen, kann man sich über enge Gassen und Treppen fortbewegen, und ist dann plötzlich am Wasser.

Wir haben dort einen Spaziergang an der Elbe gemacht – und dabei Menschen, Wasser und Schiffe beobachtet. Da habe ich auch ein Containerschiff fotografiert.

Anschließend sind wir dann die Gassen und Treppen wieder hinauf gestiegen, haben die schöne Aussicht genossen,

die Häuser mit unterschiedlicher Bepflanzung bewundert,

und haben uns dann auf die Suche nach Lühmanns Teestube gemacht, in der ich vor Jahren einmal war.

siehe  www.luehmanns-teestube.de

Die Teestube befindet sich an der Blankeneser Landstraße, direkt am Goßlers Park gelegen. Dank des schönen Wetters konnten wir draußen sitzen und die Sonne genießen. In dieser Teestube kann man nicht nur guten Kuchen oder herzhafte Speisen bekommen, es gibt auch englische Scones (süße Brötchen) mit clotted Cream, eine fast zu Butter geschlagene Sahne, Marmelade und englischen Tee (Cornish Cream Tea). Siehe Foto unten links.

Scones / Marmelade Veranda Lühmanns Teestube · Restaurant · B&B Veranda Lühmanns Teestube · Restaurant · B&B

Das war wirklich ein Erlebnis. Zurück ging es dann wieder von der S-Bahn Station mit dem 36´er Bus nach Hause.

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Stimmungsbilder

In diesem Winter war ich mehrfach unterwegs, um stimmungsvolle Fotos aufzunehmen. Folgende Bilder habe ich an einem klaren Wintertag mit tiefstehender Sonne fotografiert, als ich einen Spaziergang zwischen den Feldern in Wohldorf (zwischen Rader Weg, Duvenstedter Triftweg und Wiemerskamper Weg) machte.

Ähnliche Fotos habe ich auch im Duvenstedter Brook aufgenommen. Die tiefstehende Sonne strahlt die Bäume an.

Bilder mit Schnee wie Puderzucker.

Die Sonne ist schon fast untergegangen.

Und der Mond ist aufgegangen.

Tiere in Wohldorf und im Duvenstedter Brook.

Waldkauz Wohldorfer Kuh

Rotkehlchen

Reiher

Silberreiher Graureiher

Zugvögel

Bäume

Vereiste Wiesen und vereister Staudamm.

Die hügeligen Pferdeweiden von Wohldorf im Licht und Schatten.

Auch auf dem Ohlsdorfer Friedhof habe ich stimmungsvolle Bilder gemacht. Die Natur dort ist beeindruckend.

Alte Gräber

Anonymer Friedhof an der Kapelle 8

Steintreppe

Die bisherigen Fotos vom Ohlsdorfer Friedhof empfinde ich als ruhig und friedvoll, zum Teil auch mystisch. Im folgenden sind jedoch Fotos zu sehen, die bedrückend sind. Es sind Bilder vom Mahnmal für die Opfer des Feuersturms im Sommer 1943. Das Mahnmal befindet sich in der Nähe der Kapelle 13, zwischen Eichen- und Kirschenallee. Die Hintergrundinformationen sind schockierend und machen betroffen.

Für die circa 37.000 Opfer der alliierten Luftangriffe auf Hamburg im Sommer 1943 entstand auf dem Ohlsdorfer Friedhof eine weitläufige Gräberstätte. Häftlinge aus dem KZ Neuengamme mussten die oftmals bis zur Unkenntlichkeit verstümmelten Toten in den zerstörten Stadtteilen aus den Trümmern bergen und beim Ausheben eines großen Massengrabes auf dem Ohlsdorfer Friedhof helfen, das kreuzförmig mit breiten Armen von über hundert Metern Länge angelegt wurde.

„Fahrt über den Styx

Am 16. August 1952 wurde am Ort des Massengrabes ein Mahnmal für die Hamburger Bombenopfer eingeweiht. Im Mittelpunkt der Kreuzarme steht ein quadratischer Sandsteinbau, siehe Fotos oben, der die Skulptur „Fahrt über den Styx“ von Gerhard Marcks (1889–1981) umschließt. Sie zeigt den Totenfährmann Charon, der ein Brautpaar, eine Mutter mit Kind, einen Mann und einen Greis ans jenseitige Ufer in die Unterwelt bringt, ein Bild aus der griechischen Mythologie. Die erstarrt wirkende Szene soll die Gleichgültigkeit des organisierten Massentodes symbolisieren, der seine Opfer in jedem Abschnitt des Lebens fand. Das Mahnmal wird durch 18 Eichenbalken ergänzt, auf denen die Namen der Stadtteile stehen, aus denen die Toten zu dieser Ruhestätte gebracht wurden. Eine Erläuterungstafel beziffert die Zahl der Opfer mit 36.918. Am Rande der Anlage stehen von Angehörigen zumeist in den ersten Nachkriegsjahren gesetzte Grabsteine, die an einzelne Opfer erinnern.

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Goslar

Ende Dezember war ich wieder auf Reisen, diesmal habe ich Goslar und Umgebung erkundet. Ich hatte eine Unterkunft in der Pension Alscher, ein Familienbetrieb, günstig und zentral gelegen, das ich sehr empehlen kann, siehe http://www.pension-alscher.de/

Die Pension befindet sich in einer Wohngegend mit alten Villen und Fachwerkhäusern.

In der Nähe der Pension habe ich diese alte Kirchenruine entdeckt. Dort stand einst die Stifts-Kirche St. Georg, die im 12. Jahrhundert erbaut wurde und 1527 zerstört wurde.

Kraftplatz und vereiste Pflanzen an der Ruine.

Goslar, die tausendjährige Kaiserstadt am Harz, hat mir sehr gut gefallen. Die Altstadt gehört zum UNESCO Weltkulturerbe und hat verschiedene Bauwerke unterschiedlicher Epochen sowie Kirchen und Fachwerkhäuser.

Marktkirche Kaiserworth Kloster Neuwerk

In Goslar war gerade Weihnachtsmarkt.

Brunnen auf dem Marktplatz mit Goslaer Adler

In der Kaiserpfalz von Goslar wurde bei Reichstagen deutsche Geschichte geschrieben. Heute erzählt hier ein imposantes Wandgemälde die Geschichte des „Heiligen Römischen Reiches“.

Reiterstandbild von Wilhelm der Große und Friedrich Barbarossa, siehe Foto oben rechts.

Das Erzbergwerk Rammelsberg, seit 1988 stillgelegt, hatte im Mittelalter große Bedeutung und zeigt heutzutage als Museum und Besucherbergwerk die bedeutungsvolle Tradition des Bergbaus in Goslar und im Harz. 2010 wurde außerdem die Oberharzer Wasserwirtschaft – ein weltweit einzigartiges Teich- und Grabensystem zur Energiegewinnung durch Wasserkraft – ergänzend zum Rammelsberg und zur Altstadt Goslar in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.

Weitere Fotos von der Goslaer Alstsadt.

Uralte Brücke, die schon um 1160 erwähnt wurde.

Auch die Umgebung von Goslar ist interessant. Eine Reise dorthin lohnt sich auf jeden Fall.

Auf den folgenden Fotos ist die Innerstetalsperre zu sehen. Die Talsperre staut den Fluss die Innerste auf, gehört zu den Harzwasserwerken und dient zur Trinkwasserversorgung, Hochwasserschutz, Niedrigwasseraufhöhung und Stromerzeugung. Der mittlere Jahresabfluss der Innerstetalsperre beträgt 60 Mio. m³.

Spaziergang in Lautenthal.

Dort haben die Bewohner einen Tannenbaum am Wanderweg geschmückt. Jeder kann dort eine oder mehrere Kugel aufhängen.

Schieferabbau in Lautenthal.

Stabkirche in Hahnenklee. Sie wurde 1907 errichtet und 1908 geweiht.

Die Gustav-Adolf-Stabkirche in Hahnenklee, das zu Goslar gehört, ist eine freie Nachbildung der Stabkirche in Borgund, Norwegen, die fast 900 Jahre alt ist. Stabkirchen sind hölzerne Kirchen, die als Stabbau konstruiert wurden.

Almhütte und Lift in Hahnenklee.

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Stadtrundgang Hamburg

Im März diesen Jahres habe ich anlässlich eines Geburtstages an einem Stadtrundgang teilgenommen, der von Hein Schlüter erarbeitet und geführt wurde. Er organisiert und leitet Hamburger Stadtführungen, siehe auch unter www.heinschlueter.de. Leider konnte ich wegen der Kälte wenig oder überhaupt nicht fotografieren, so dass ich mir vornahm, diese Tour noch einmal zu machen, wenn es wärmer geworden war. Ich schrieb mir daher nach der Führung die einzelnen Stationen auf und suchte nach Informationen darüber bei Wikipedia. Da ich nicht alleine gehen wollte und auch jemand brauchte, der die Informationen vortragen konnte, während ich mich dem fotografieren widmete, sagte ich im Familien- und Freundeskreis Bescheid, bis sich einige Interessenten gefunden hatten. Bald schon hatten wir auch einen gemeinsamen Termin gefunden, den wir allerdings aus verschiedenen Gründen mehrmals verschieben mussten. Ende Oktober war es dann soweit, wir trafen uns zu viert an der U-Bahn Station Messberg, um den Stadtrundgang durchzuführen. Ich hatte schon befürchtet, dass es inzwischen wieder zu kalt zum fotografieren sein würde, doch das Wetter war perfekt. Meine Nichte hatte sich netterweise bereit erklärt, die Informationen zu den einzelnen Stationen vorzutragen. Wir starteten unseren Rundgang an der Fischertwiete.

Die Fischertwiete wurde vom Chilehaus überbaut. Hier entstand ein Innenhof des Chilehauses. Die Fischertwiete führt auf den Meßberg, der seit dem Mittelalter als Gemüsemarkt diente.

Das Chilehaus ist ein Kontorhaus, dass mit seiner Spitze an einen Schiffsbug erinnert.

Es wurde vom Architekten Fritz Höger von 1922 -1924 erbaut. In Hamburg war es üblich, den Kontorhäusern einen Namen zu geben, und da der Bauherr Henry B. Sloman sein Vermögen durch den Handel mit Salperter aus den Minen in Chile erworben hatte, nannte er das Haus „Chilehaus“.

Das Haus gehört mit dem Sprinkenhof, anderen Kontorhäusern und dem zentralen Burchardplatz zum Kontorhausviertel, welches am 5. Juli 2015 zusammen mit der Hamburger Speicherstadt zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt wurde.

Weiter ging es über den Burchardplatz in Richtung Altstädter Straße und Altstädter Hof. Das Gebäude wurde von 1936 bis 1937 erbaut und enthält im Erdgeschoss Läden und Geschäfte, in den Stockwerken darüber 220 Wohnungen. Der Architekt war Rudolf Klophaus. Zahlreiche Sandsteinskulpturen von Richard Kuöhl, über den Hauseingängen angeordnet, stellen typische Hamburger Berufe dar. Die Statuen sind verwittert, einigen fehlt der Kopf.

Weiter ging´s zur Steinstraße, deren Name daran erinnert, dass sie schon im 13. Jahrhundert, als Beginn der alten Landstraße nach Lübeck, gepflastert war.

Folgendes passierte damals auf der Steinstraße, der Reim ist von Walter Rothenburg:

„An de Eck von de Steenstroot steiht ’n Olsch mit Stint,
will mi vertellen, dat dat Schellfisch sünd.
Dor kummt een Schutzmann, de seggt ganz slau:
‚Mien leebe Froo, dat sünd jo Kabeljau!‘“

Wir sind dann über den Speersort zum Domplatz gelangt, wo bis 1806 der Hamburger Dom gestanden hat. Siehe die beiden folgenden Fotos.

Der Hamburger Dom, auch als Mariendom oder Alter Mariendom bezeichnet, war eine Domkirche, die im Jahr 1805 abgerissen wurde. Sie war ursprünglich Bischofssitz des Erzbistums Hamburg, das im 9. Jahrhundert mit dem Bistum Bremen vereinigt wurde. Erster Bischof wurde der Benediktinermönch Ansgar von Bremen, der als Mutterkirche für die Mission eine Marienkirche errichten ließ, die noch ein schlichter Holzbau war und doch der Uranfang der großen Hamburger Kathedrale (Dom) werden sollte. Sitz des Erzbischofs wurde Bremen, in Hamburg verblieb nur ein Kapitel und die Kirche behielt die Bezeichnung „Dom“. Nach einigen Vorgängerbauten wurde im 13. Jahrhundert eine mächtige Kirche im gotischen Stil erbaut. Nachdem Hamburg im Zuge der Reformation 1529 lutherisch geworden war, bildete der Dom eine Enklave des Bremer Erzbistums im Hamburger Stadtgebiet. Am Anfang des 19. Jahrhunderts fiel die Kirche an Hamburg und wurde kurz darauf abgerissen. Der Alte Mariendom ist namensgebend für das gleichnamige Volksfest Hamburger Dom. Im 11. Jahrhundert suchten Händler und Handwerker, die auf dem benachbarten Markt ihre Stände hatten, bei „Hamburger Schietwetter““ Schutz im Dom. Nach Abriss der Kirche verteilten sich die Händler und Schausteller auf die Marktplätze der Stadt: den Gänsemarkt, den Pferdemarkt, den Zeughausmarkt und schließlich den Großneumarkt. Erst 1893 wurde ihnen das Heiligengeistfeld als neuer Standort zugewiesen, wo das bekannte Volksfest noch heute stattfindet.

Gegenüber dem Domplatz befindet sich die Kirche St. Petri.

Die Sankt-Petri-Kirche ist die älteste Pfarrkirche Hamburgs. Sie ist nach dem Apostel Petrus benannt und gehört zu den fünf Hamburger Hauptkirchen (St. Petri, St. Katharinen, St. Michaelis, St. Nikolai, St. Jacobi). Mit ihrer Lage an der Mönkebergstraße und an der Bergstraße markiert sie bei 9,48 m ü. NN den höchsten Punkt von Hamburg-Altstadt. Der 132 Meter hohe Kirchturm kann über 544 Treppenstufen bis auf eine Höhe von 123 Metern bestiegen werden und bietet durch Bullaugen einen guten Überblick über die Hamburger-Innenstadt.
Die Petrikirche steht am höchsten Punkt eines Geestrückens, an dem sich die erste Hamburger Siedlung bei der Hammaburg befand. Die Ursprünge der Kirche als Holzkapelle werden für spätestens Anfang des 11. Jahrhunderts angenommen, die erste urkundliche Erwähnung fand sie 1195 als ecclesia forensis (Marktkirche). Sie ist nach dem 1805 abgerissenen Mariendom die zweitälteste Kirche in Hamburg-Altstadt.

Weiter ging es dann in Richtung Rathaus.

Das Hamburger Rathaus ist der Sitz der Bürgerschaft (Parlament) und des Senats (Landesregierung) der Freien und Hansestadt Hamburg. Das architektonisch prachtvolle Gebäude an der Binnenalster wurde zwischen den Jahren 1886 und 1897 durch verschiedene Baumeister im historischen Stil der Neorenaissance errichtet. Der Turm hat eine Höhe von 112 m und ist damit eine markante Landmarke im Hamburger Stadtbild.Der dreiflügelige Granit- und Sandsteinbau besitzt eine 111 Meter breite Fassade mit einem 112 Meter hohen Mittelturm. Das Dach ist kupfergedeckt. Die hervorragende Kombination von italienischen und norddeutschen Renaissance-Elementen an der Fassade erzeugt eine harmonische Gesamtwirkung. Über 28 Fenster der Repräsentationsetage wurden auf die Fensterverdachung 28 Charakterbüsten für Vertreter der bürgerlichen Berufe gesetzt. In diesen Figuren hat der Bildhauer Aloys Denoth gleichzeitig bekannte Persönlichkeiten porträtiert.

Säule auf dem Rathausmarkt und Hamburger Wappen.

Als Vorbild zur Gestaltung des Rathausmarktes wählte man den berühmten Markusplatz in Venedig, der sich ebenfalls elegant zum Wasser hin öffnet. Der Rathausmarkt wurde nach dem Großen Brand von 1842 angelegt, dem auch das alte Rathaus an der Trostbrücke und die Häuser in der Gegend des heutigen Platzes, mit Ausnahme der neuen Hamburger Börse (1839/41) zum Opfer fiel.

Rathaus Innenhof

Zusammen mit der 1841 erbauten Börse hat das Rathaus einen prächtigen Innenhof, der vom Alten Wall und der Großen-Johannis-Straße aus öffentlich zugänglich ist. Der Innenhof mit seinen reichdekorierten Fassaden im Stil der italienischen und norddeutschen Renaissance und dem zentralen Hygieia- Brunnen, ist architektonisch gesehen einer der wohl anspruchsvollsten und gelungensten Plätze der Stadt. Man könnte meinen, man ist in Italien.

Hygieia-Brunnen

Im Innenhof wurde nicht nur Bischöfen und Grafen, die für die Geschichte der Stadt Hamburgs von Bedeutung waren, ein Denkmal geschaffen, sondern auch dem Jungen, der mit seinem Vater täglich kam, um die Arbeiter zu beköstigen.

Handelskammer und Börse

Die Handelskammer hat ihren Sitz direkt hinter dem Rathaus im selben Gebäude wie die Börse. Sie wurde im Jahre 1665 gegründet und ist damit eine der ältesten Handelskammern Deutschlands. Sie vertritt ca 150.000 Pflichtmitglieder und setzt sich vor allem für wirtschaftsfreundliche Standortbedingungen im Hamburger Wirtschaftsraum ein. Existenzgründern und Unternehmern unterstützt sie mit umfangreichen Beratungs- und Serviceangeboten. Außerdem hat sie Aufgaben im Bereich dualer Berufsausbildungen und nimmt Prüfungen ab.

Altes Rathaus

Das Rathaus an der Trostbrücke war von 1290 bis 1842 der Sitz der Bürgerschaft (Parlament) und des Senats (Landesregierung) der Freien und Hansestadt Hamburg. Heute hat die Patriotische Gesellschaft hier ihren Sitz.

Stolpersteine und Flutmarkierung am Alten Rathaus.

Von dort aus sind wir dann zur Trostbrücke gegangen.

Die Trostbrücke überspannt das Nikoaifleet in Hamburg. Sie verband ursprünglich die  bischöfliche Altstadt rund um den Bereich Dom und Petrikirche mit der gräflichen Neustadt. Hier befand sich vom Mittelalter bis zum Großen Brand 1842 das weltliche Zentrum der Stadt und der innerste Teil des Hafens. Beide Gebiete gehören heute zum Stadtteil Hamburg-Altstadt.
Die beiden Statuen auf der Brücke repräsentieren die von ihr verbundenen Gebiete: Der Heilige Ansgar als Begründer des Domes und erster Erzbischof der Stadt, steht für die Altstadt , während Graf Adolf III zu Schauenburg, Stormarn und Holstein die von ihm errichtete weltliche Neustadt vertritt.

 Graf Adolf III  Der Heilige Ansgar

Laiszhaus

Der Laeiszhof, südwestlich der Brücke, wurde 1897/98 als Kontorhaus für die Firma F. Laeisz erbaut. Die auf einem der Giebel sitzende Pudel-Figur verweist auf Sophie Laeisz, die von ihrem Gatten Carl Laeisz, dem Sohn des Firmengründers Ferdinand Laeisz, Pudel genannt wurde.

Mahnmal Nikolaikirche

Die Ruine der Hauptkirche St. Nikolai am Hamburger Hopfenmarkt ist als Mahnmal St. Nikolai „den Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft zwischen 1933 und 1945“ gewidmet. Von der 1195 gegründeten und in letzter Ausführung 1874 fertiggestellten neugotischen Kirche sind nach den Kriegszerstörungen von 1943 und dem weitgehenden Abriss im Jahre 1951 noch der 147 Meter hohe Turm, ein Teil der südlichen Außenmauer und die Wände des Chors erhalten. Für eine Gedenkstätte wurden auf dem offenen Platz des ehemaligen Kirchenraums sowie in der unmittelbaren Umgebung Kunstwerke und Denkmale aufgestellt. In den Kellerräumen der Ruine richtete der 1987 gegründete Förderkreis „Rettet die Nikolaikirche e. V.“ (inzwischen umbenannt in Förderkreis Mahnmal St. Nikolai) ein Dokumentationszentrum mit einer Dauerausstellung ein.

Nikolaifleet, mit Blick auf die Speicherstadt und Elbphilharmonie. Untere Fotos: mit Blick in die andere Richtung auf die Kirche St. Katharinen.

Mit Nikolaifleet wird seit 1916 der ursprüngliche Hauptmündungsarm der Alster bezeichnet.
Hier begann 1188 die Entwicklung des heutigen Hamburger Hafens. Zwischen Holzbrücke und Hoher Brücke liegt der letzte erhaltene Fleetabschnitt mit der typischen althamburgischen Bebauung. Die schmalen, hohen Fleetfronten der Außendeichshäuser an der Deichstraße stehen denen von vier Speichern am Cremon schräg gegenüber. Bis ins 19. Jahrhundert wurden hier auf dem Wasserwege Waren in die Speicher umgeschlagen.
Nach dem Hamburger Brand (der am 5. Mai 1842 in einem an diesem Fleet gelegenen Haus der Deichstraße ausbrach) wurde die Hamburger Innenstadt gründlich umgestaltet, um Platz für ein neues Rathaus und den Rathausmarkt zu schaffen. Die Alster fließt seither über das schiffbare Alsterfleet ab.
Das Nikolaifleet ist dem Tidenhub der Elbe ausgesetzt und fällt bei Ebbe teilweise trocken. Im Falle von Sturmfluten kann es durch ein Sperrwerk unter der Hohen Brücke geschlossen werden. Ein Wehr zwischen dem Nikolaifleet und dem Mönkedammfleet riegelt den Tidenhub zu den übrigen Fleeten der Innenstadt ab.

Die Deichstraße mit den schönen alten Häusern. Hier begann der große Brand von Hamburg.

Der große Brand von Hamburg brach in der Nacht zu Himmelfahrt am 5. Mai 1842 bei dem Cigarrenmacher Cohen in der Deichstraße Nr. 44 aus und wütete bis zum 8. Mai. Er zerstörte ungefähr ein Drittel der inneren Stadt, der Altstadt, im Ganzen 4219 Gebäude in 75 Straßen, darunter das alte Rathaus und drei Kirchen und viele öffentliche Gebäude. Es kamen über 100 Menschen ums Leben, rund 20 000 wurden obdachlos. Der Schaden an Kunstwerken, Dokumenten etc. war unersetzlich, den Wert der abgebrannten Häuser berechnete man auf 49 Millionen Mark. Der Brandanfang war in der Deichstraße, in der Straße Kurze Mühren brannte das letzte Haus. Die Verlängerung der Kurzen Mühren zum Ballindamm hin heißt deshalb Brandende. Auf der folgenden Karte sieht man das ganze Ausmaß des Brandes, bei dem ein Großteil Hamburgs zerstört wurde.

Von der Deichstraße kommend sind wir über die Willy-Brand-, ehemals Ost-West-Straße zu der Straße Kleiner/Großer Burstah gegangen.

Der Große Burstah ist eine Straße in der Alststadt Hamburgs. Er verbindet die Verkehrsknotenpunkte Rödingsmarkt und Rathausmarkt. Vor dem Bau der Ost-West-Straße (heute: Willy-Brandt-Straße) nach dem Zweiten Weltkrieg stellte er die Hauptverbindung von Ost nach West dar. Zum Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts war der Große Burstah eine der besten Hamburger Einkaufsadressen. Eine der Nebenstraßen des Großen Burstah in Richtung Süden ist der Kleine Burstah. Am östlichen Ende überquert die Straße das Nikolaifleet. Auf der Nordseite ist dort allerdings das Gebäude der Hamburger Sparkasse über das Fleet gebaut.
Sprachforscher erklären den Namen der Straße aus „bur“ und „stah“ als „Bürgergestade“. Einer populären lokalen Hamburger Sage nach soll der Name aber von einer Auseinandersetzung von Bauern und Brauerknechten herrühren. Entweder um die Bauern aufzuhalten oder bei der Verfolgung der Bauern, riefen die Brauerknechte: „Bur stah!“ (plattdeutsch = „Bauer, bleib stehen!“). Brauerknechte waren im mittelalterlichen Hamburg von Bedeutung, da in dieser Zeit Hamburg als Stadt der Bierbrauer bekannt war. Diese nutzten den in der Nähe gelegenen Hopfenmarkt.

Der Hopfenmarkt war bei seiner Entstehung der Hauptplatz der mittelalterlichen Neustadt (nicht zu verwechseln mit dem heutigen Stadtteil Hamburg-Neustadt). Hier stand auch das damalige Rathaus der Neustadt. Nach deren Vereinigung mit der Altstadt erhielt der Platz die Bezeichnung „Neuer Markt“. Auf dem Marktplatz standen 40 bis 60 Marktbuden; hier befand sich eine amtlich zugelassene Verkaufsstelle für Fleisch.
Den heutigen Namen erhielt der Platz im 14. Jahrhundert. Er leitet sich ab von Bierbrauern, die hier ihren Hopfenbedarf deckten. Später wurde der Hopfenmarkt zum Hamburger Großmarkt für Lebensmittel. Von 1897 bis zur Verlegung des Marktbetriebs auf den Deichtorplatz im Jahr 1911 wurde ausschließlich Gemüse verkauft. 1907 standen auf dem Marktplatz 900 Verkaufsstände. Noch bis Mitte 2014 fand auf dem Hopfenmarkt donnerstags ein Wochenmarkt statt. Das Bezirksamt untersagte dies jedoch, da das Warenangebot zu wenig wochenmarkttypisch sei.

Weiter ging´s zur Heiligengeistbrücke, wo das Steigenberger Hotel und die Fleetinsel ist.

Und dann zur Düsternstraße, wo wir einen Blick auf den kleinen Michel geworfen haben, der im alten Steinweg steht. Auf dem folgenden Foto sind beide Michel zu sehen.

Der Kleine Michel war zunächst eine Vorläuferkirche zur evangelischen Hauptkirche Sankt Michaelis und wurde in der Hamburger Franzosenzeit (1806-1814) zu einer römisch-katholischen Kirche geweiht. Nach der Zerstörung durch Bombardierung im Jahre 1945 wurde die Kirche mit französischer Hilfe wieder aufgebaut und 1955 erneut geweiht. Sie ist ein Gedenkort der deutsch-französischen Freundschaft. Um 1600 wurde wegen der Pesttoten außerhalb der Stadtmauern ein Friedhof mit einer Kapelle angelegt. Die Kapelle mit Turm, Wetterfahne und Glocke wurde dem Erzengel Michael geweiht. Im Jahr 1605 wurde der erste reguläre Gemeindegottesdienst gehalten. Im Jahr 1647 kaufte die inzwischen entstandene Neustadt-Gemeinde der Altstadt-Gemeinde St. Nikolai diese erste Michaelis-Kirche Hamburgs ab. Sie baute wegen der zunehmenden Bevölkerung 200 m westlich am Krayenkamp die größere Kirche St. Michaelis nach einem Beschluss der Bürgerschaft aus dem Jahr 1647. Diese wurde 1661 eingeweiht. Die alte Kirche, nunmehr „Kleiner Michel“ genannt, verfiel und wurde 1747 abgerissen. Nach dem Brand des großen Michels durch Blitzschlag am 10. März 1750 wurde der kleine Michel durch eine private Spende von Senator Joachim Caspar Vogt als Barockkirche wieder aufgebaut, 1757 eröffnet, geweiht und als Notkirche benutzt, bis 1762 die neue St. Michaeliskirche eingeweiht wurde.

Die evangelische Hauptkirche Sankt Michaelis, Michel genannt, ist die bekannteste Kirche Hamburgs und ein Wahrzeichen der Hansestadt, da sie für Seeleute auf einlaufenden Schiffen gut sichtbar ist. Sie gilt als bedeutendste Barockkirche Norddeutschlands und ist dem Erzengel Michael geweiht, der als große Bronzestatue über dem Hauptportal steht. Er ist als Sieger im Kampf über Satan dargestellt. Der Michel steht in der südlichen Neustadt zwischen Ludwig-Erhard-Straße, Krayenkamp und Englischer Planke. Der Kirchturm hat eine Höhe von 132,14 Metern.
Sankt Michaelis ist ein in Backsteinbauweise errichteter, barocker Zentralbau mit monumentalem Westturm. Als Wiederherstellung des Baus von 1762/86 ist sie die jüngste der fünf Hamburger Hauptkirchen und mit 2500 Sitzplätzen auch die größte. Der Kirchenraum hat einen kreuzförmigen Grundriss mit 44 m Breite, 52 m Länge und 27 m Höhe. Die marmorne Kanzel bildet das Zentrum des Raumes. Der heutige Bau ist der dritte Kirchenbau an dieser Stelle.
Erster Bau (1647–1750)
Am 10. März 1750 gegen 11:00 Uhr wurde die Kirche mit ungewöhnlich lautem Donner vom Blitz getroffen. Rauch und Flammen wurden ab 12:45 Uhr bemerkt. Der Brand konnte nicht mehr gelöscht werden, der Kirchturm brach im Zickzack zusammen. „Der Hauptteil des Turmes fiel auf das Kirchendach und setzte das Gotteshaus in Brand, das dadurch völlig vernichtet wurde.“
Zweiter Bau (1750–1906)
Am 3. Juli 1906 fing der Turm bei Lötarbeiten am Dachstuhl Feuer und brannte vollständig nieder. Auch das Kirchenschiff brannte bis auf die Grundmauern ab.

Dritter Bau (von 1906)
Zweiten Weltkrieg wurde die gesamte Umgebung durch alliierte Bombenangriffe (Operation Gomorrha) stark zerstört, während die Kirche selbst zunächst fast unbeschädigt blieb. Erst 1944 und 1945 wurde schließlich auch das Hauptschiff getroffen. Die Schäden wurden bis etwa 1952 beseitigt.

Großer Michel

Im Anschluß sind wir über die Wexstraße und Kornträgergang zum Rademachergang gegangen.

Im Rademachergang soll Hans Hummel gewohnt haben. Hans Hummel, bürgerlicher Name Johann Wilhelm Bentz, (*21. Januar 1787 in Hamburg, † 15.März 1854) war ein Wasserträger in der Hamburger Neustadt und gilt als Ursprung des Hamburger Grußes „Hummel, Hummel – Mors, Mors“.
Er ist daher die heute noch bekannteste Person der alten Hamburger Originale. Bentz, ein missmutiger Mensch, wurde der Überlieferung nach von Kindern geneckt, indem sie ihn beim Spottnamen „Hummel, Hummel“ riefen, worauf er mit „Mors, Mors“ antwortete, einer Kurzform des niederdeutschen Ausspruchs „Klei di an’n Mors“ („Kratz dich am Hintern“). In Kombination mit „Hans“ – der Kurzform seines Vornamens „Johann(es)“ – wurde er unter seinem Spitznamen Hans Hummel bekannt. Zur Herkunft des Spottnamens Hummel gibt es mehrere Erklärungen:
Der Spottname wird auf den Stadtsoldaten Daniel Christian Hummel aus der Franzosenzeit zurückgeführt, der wegen seiner Kriegserzählungen bei den Straßenkindern der Hamburger Neustadt sehr beliebt war. Nach dessen Tod zog Bentz in dessen Wohnung, woraufhin der Rufname seines Wohnungsvorgängers auf Bentz als Spitzname überging. Andererseits wird vermutet, dass sich der Name von der norddeutschen Bezeichnung „Griephummer“ oder kurz „Hummer“ ableitet, dem Spottnamender ebenfalls „greifenden“ Gerichtsdiener; „Hummer“ wurde dann sprachlich zu „Hummel“ verschliffen.
Als 1848 die Stadtwasserkunst in Hamburg-Rothenburgsort den Betrieb aufnahm, wurde Bentz arbeitslos. 1854 starb er und wurde auf Armenhauskosten auf dem Dammtorfriedhof begraben.

Brunnen mit Wasserträger (Hummelbrunnen)

Hummel steht dort an einer Säule, hinter der sich ihm zurufende Kinder verstecken. Eine weitere Kinderskulptur findet sich am Memel-Haus (Ecke Rademachergang/Breiter Gang). Dort streckt ein Junge dem Brunnen sein Hinterteil zu, siehe linkes Foto.

Darstellungen von Hans Hummel, üblicherweise mit einer dunklen Tracht und Zylinderhut  versehen und das Tragejoch mit zwei Wassereimern auf der Schulter tragend, sind an verschiedenen Stellen Hamburgs wiederzuentdecken. So zeigen ihn beispielsweise die Hamburger Wasserwerke auf ihren Wagen.

Zum Abschluß sind wir zum Großneumarkt gegangen und haben dort in dem urigen Lokal „Thämers“ den Rundgang ausklingen lassen. Siehe auch http://www.thaemers.de/

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Naumburg

Naumburg (an der Saale) ist eine Stadt im Süden von Sachsen-Anhalt. Dort ist der Verwaltungssitz des Burgenlandkreises und der Mittelpunkt des nördlichsten deutschen Weinanbaugebietes Saale-Unstrut. Die Stadt ist ein Bahnknotenpunkt und verfügt über eine reichhaltige Geschichte, so war sie früher zum Beispiel Sitz des Bistums Naumburg. Wahrzeichen ist der Naumburger Dom in der mittelalterlichen Altstadt.

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Die Altstadt, insbesondere die Häuser rund um den Marktplatz sind sehr schön.

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Auf dem Markt werden auch regionale Produkte angeboten. Und es gibt sogar Kleinanbieter, die ihre Waren auf einem Gartentisch präsentieren. Siehe Bild oben links.

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Naumburg wurde erstmals 1012 urkundlich erwähnt. Auf das Jahr 1030 datiert ist die Gründung der Domschule. Seit 1144 wurde Naumburg Stadt genannt. Der heute evangelische Naumburger Dom St. Peter und Paul ist die ehemalige Kathedrale des Bistums Naumburg und stammt größtenteils aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts.

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Der Dom, siehe Bilder oben, gehört zu den bedeutendsten Bauwerken der Spätromanik in Sachsen-Anhalt und ist eine Station an der Straße der Romanik. Sie verläuft als Ferienstraße durch Sachsen-Anhalt. Die Straße der Romanik ist Teil der Transromanica, zu der Stationen in Deutschland (Länder Sachsen-Anhalt und Thüringen), Italien (Provinzen Modena, Parma und Ferrara), Österreich (Land Kärnten) und Slowenien gehören. Im Jahr 2006 wurde die Transromanica vom Europarat zur Europäischen Kulturstraße ernannt. Im Mittelalter war Naumburg ein bedeutender Handelsplatz an der Via Regia.

Der Naumburger Dom.

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Der spätromanisch-frühgotische Dom ist eines der bedeutendsten Kulturdenkmälerdes des Hochmittelalters. Beeindruckend sind die beiden Lettner, siehe oben, welche die Chöre räumlich vom Kirchenschiff trennen. Die größte Attraktion ist der Westchor mit den 12 Stifterfiguren, die um 1250 von dem Naumburger Meister geschaffen worden sind. Eine Stifterin, die Markgräfin Uta ist Sinnbild für die schönste Frau des Mittelalters. Der Naumburger Meister ist leider nicht namentlich bekannt. Aufgrund charakteristischer Merkmale seiner Werke, er schuf z. B. eine einzigartige Ausdrucksweise der Gesichter, konnte der Schaffensweg des Meisters nachempfunden werden, der von Frankreich, wo er vermutlich ausgebildet wurde, bis nach Deutschland verlief. In dieser Zeit war es noch nicht üblich, die Schaffenden mit Namen zu erwähnen, sie wurden eher als Handwerker angesehen. Erwähnt wurde nur, wer Macht, Einfluss und Geld besaß.

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Es gibt aber noch andere Kunstwerke zu sehen. So z.B. die figürlichen Handläufe aus Bronze. Auf folgendem ist Franz von Assisi mit seinen Tieren dargestellt.

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Im Ostchor sind noch die alten erhaltenen Chorstühle zu sehen, sowie alte Bücher, siehe folgende Fotos. Das Buch hat ein Gewicht von 60 kg.

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Auch Martin Luther war im Dom gewesen. 1542 fand die Amtseinsetzung des weltweit ersten evangelischen Bischofs, Nikolaus von Amsdorf, im Dom statt. Martin Luther persönlich vollzog diese Weihe. Eine Lutherfigur an der Kanzel erinnert heute daran.

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Domgarten

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